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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 239 -
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Seite - 239 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

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Zebhauser, Franz 239 Zebhauser, Iyhann Georg lerieconstructionsfache und galt darin als Fachmann ersten Ranges, war ein geschickter Freihandzeichner und verstand mehrere Sprachen. Er wirkte auch als Militärschriftsteller und Ueberseher eng- lischer und russischer Militärwissenschaft» licher Werke; im „Handbuch für die k. k. Artillerie" rührt von ihm die „Beschrei» bung des Feld» und Gebirgsartillerie- Materials". Oesterreichisch ungarische Weh rzeitung (Wien. kl. Fol.) 1872. Nr. i47. — Neues F r e m d en . B l a r t (Wien. 4".) ts?2. Nr. 3ttt. Zebhauser, Franz und Johann Georg, Vater und Sohn (Maler) . Franz der Vater (geb. im Salzbur» gischen 1769, gest. zu Salzburg 18. Mai 4833) war bis zu seinem 19. Jahre Bauernknecht, aber schon als Schulknabe zeigte er große Vorliebe für Zeichnen und Malen und erfreute seine Mitschüler oft mit Bildern, die er gemalt hatte. Endlich wuchs der Drang nach edlerer Beschäftigung, als sie ihm Pflug und Sense boten, und er ging 1788 nach Trostburg zu einem einfachen Schilder» maler in die Lehre. Darin bestand seine ganze künstlerische Ausbildung. Nach vollendeter Lehrzeit nahm er erst in Thalgau bleibenden Wohnsitz, 18l« aber siedelte er nach Salzburg über, wo er bis zu seinem im Alter von 64 Jahren erfolgten Tode blieb. Er liegt im Sanct Sebastians-Friedhofe nächst der Gabriel« oapelle begraben. Zweimal verheiratet, hatte n aus seiner ersten Ehe einen Sohn Johann Georg ^siehe den Folgenden^, der vor ihm starb, und aus der zweiten eine Tochter Marie, die noch zu Liefe- ring bei Salzburg in dürftigen Verhält« niffen lebt. Von Franz besitzt das Salzburger Museum mehrere Bilder und Skizzen. Außerdem sind von seinen Ar- beiten bekannt: zu Pöndorf ein Hoch- altarblatt; ein anderes 1820 gemalt zu Anthering, einer zwei Stunden von Salzburg entfernten Ortschaft; dann in Salzburg eine „HrimLuchnng Maria" an dem ehemals gothischen Eingänge der Franciscanerkirche nächst der Sacriftei- stiege; in Bolting bei Mattsee mehrer Altarblätter; zu Seekirchen in der Ru« pertscapelle die Gruftbilder und die 14 Bilder aus dem Leben des h. Rupert die vorgenannten Arbeiten sind alle im Jahre 1829 ausgeführt. — Sein Sohn Johann Georg (geb. im Salzburg'. schen1803, gest. in Salzburg 10. Sep- tember 1823) würde, wenn ihn nicht ein frühzeitiger Tod ereilt hätte, ein treff- licher Meister geworden sein. Zum Lehrer hatte er den geschickten Salzburger Maler Franz X. Horn eck M . IX, S. 302^. Bereits mit 16 Jahren malte er gute Bilder, wie z. B. das Bildniß seines Vaters, jetzt im Salzburger Museum. Im „Führer" durch das Salzburger Museum wird S. 21, Nr. 29 das Bitdniß der Gattin Franz Zebhauser's als eine Arbeit Johann G.eorgs ange» führt, es ist aber nicht von diesem, son» dern von der Mutter späterem Gatten, dem Werkmeister WeibHäuser, ge» malt. Andere Bilder der Sohnes sind: „Mllrieuz Vermutung", „Ver h. Maximilian", Copie nach de la Croce, ein „Studien' kllpt" und „Nrr h. Fiman", die vorgenann- ten vier sämmtlich jetzt im Salzburger Museum; eine „Madonna mit dem Rinde", Copie nach Kremser Schmid, im erz- bischöflichen Palais in Salzburg, sein vor- letztes Bild; und in der Lorettokirche zu Salzburg „Ner Kreuzweg" und ebenda die „Fünfzehn Geheimnisse" um den Hochaltar, seine letzte Arbeit, von welcher er nur vierzehn Bilder selbst vollendete; das fünfzehnte (Muriä Krönung) malte der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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