Seite - 243 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Bild der Seite - 243 -
Text der Seite - 243 -
) Franz Faver 243 Zech, Siegmund Christian
Ueber die Freiherren Zech von Deybach. Die«
selben sind tirolischen Ursprungs; ein Eonrad
Zech erhielt von Kaiser Rudol f I. Jänner
1585 einen Wappenbrief. fGoldegg (H. o.).
Die Tiroler Wappenbücher (Innsbruck 1873)
I. Theil. S. 77. Nr. 2ö.) — Eonstantin
Zech. k. k. Hofkammerrath und Oberftforst.
illspector, wurde ääo. Wien 12. März 1677
zum Freiherrn Zech erhoben und im folgen»
den Jahre in die tirolische Adelsmatrikel auf»
genommen Von Tirol kamen die Zech nach
Bayern, wo sie 1627 das Patriciat von
Augsburg und das Präoicat van Deyoach
erlangten, und dann nach Ungarn, doch
fehlen uns über diese Uebersiedelungen alle
Nachrichten. — Außer A rno ld Freihelrn
Zech uon Deybach ist noch dessen Vater
Freiherr Ladislaus (geb. 2. April 1804.
gest. 8. Juli 1880). k. k. Major, als H ip.
polog bemerkenswerth. Derselbe verfaßte das
größere Werk: „Das Pferd im gesunden und
kranken Zustande. Ein unentbehrliches Hand»
duck für jeden Pferoebesitzer. Mit mehreren
(7) Abbildungen in Farbendruck" (Wien
1864, Hartleben, gr. 8"., XVI und 479 S.).
wovon 4874 eine dritte sehr vermehrte Auf»
läge mit 8 in den Tert gedruckten Illuftra»
tionen und 24 Abbildungen der verschiedenen
Pferderayen und 3 Tafeln in Falbendruck
erschienen ist.
Wappen. Quer gertheilt; im oberen silbernen
Felde ein rother Doppeladler mit aus»
gespannten Flügeln; im unteren von Roth
und Silber senkrecht getheilten, Felde drei
goldene Sterne. Auf dem Schilde erheben
sich drei Turnierhelme, aus deren Kronen
weiße und rothe Federn emporwallen. Das
„Genealogische Taschenbuch der freih err»
lichen Häuser" (Gotha. Perthes. 32".) ent<
hält im 4. Jahrg. (1834) S. 594 und im
6. Jahrg. (1836) S. 891 zwei in Einzeln,
heiten uon einander abweichende Wappen»
beschreibungen. Die im letzteren Jahrgange
icheint der bayrischen Linie anzugehören. Auch
schreibt sich die bayrische Linie Zech oon
Deybach, Reichsfreiherren o. Su lz ;
ist aber im Manesstamme erloschen und wird
von 1867 — .1866 erscheint sie zum letzten
Male — in genanntem Taschenbuche nicht
aufgeführt.
Roch sind erwähnenswerth: t. Franz
Zech (geb. zu Ellingen in Franken 1692.
gest. zu München 1763). Er trat 1712 in den Jesuitenorden, bekleidete in Bayern und
Schwaben nn verschiedenen Orten Lehrämter
und kam 1741 nach Innsbruck, wo er an der
Universität bis 1743 Kkchenreckt lehrte.
Darauf wurde er naä» Ingolstadt berufen,
um daselbst den genannten Gegenstand vor-
zutragen. Z e ch's ziemlich zahlreiche kireben»
rechtliche Schriften, theils Dissertationen,
theils größere Werke, zählt Baader auf
l B a a o e r (Clemens Alocs). Letikon öer.
storbener bayrischer Schriftsteller des acht«
zehnten und neunzehnten Jahrhunderts (Augs<
bürg und Leipzig 1824. Ienisch und StaZe.
«".) I. Bandes 2. Theil. Seite 336. —
Meusel (Ioh. Georg). Lerikon der vom
Jahre 1730 bis 18W verstorbenen teutschen
Schriftsteller (Leipzig 1316, Fleischer der
Jüngere, 8".) Bd. XV (1816) S. 337. der
noch andere Quellen angibt). — 2. Phi l ipp
Gberhard Freiherr von Zech (geb. zu
Laichingen im württembergischen Amte Urach
18. Jänner 1696. gest. 30. August 1735).
Seit 1728 in württembergischen Diensten,
befand er sich 1731 dreiviertel Jahre bei der
württembergischen Gesandtschaft in Wien, l»o
er besonders den Reichshofrathsproceß sw<
dirte. 1733 wurde er vom Herzog in wich'
tigen Geschäften nach Wien gcsendet, 17ol)
von Kaiser Franz I. Stepdan in den
Reichsfreiherrenstand erhoben. Seine wenigen
staatsrechtlichen Schriften verzeichnen die
nebengenannten Quellen. ^Weidlich (Chri'
stoph). Geschichte der jetztlebenden Rechts'
gelehrten in Deutschland (Merseburg 1748
u. f.. 8<>.). Theil I I , Seite 680 u. f. —
S i e b e n k e e s. Neues juristisches Ma>
gazin. Bd. I, S. 337—341. — 3. Tieg-
«nund Christian von Zech (geb. in Un>
gärn 1723. Todesjahr unbekannt). Bei
de Luca, Meusel und Weidlich erscheint
er mit den Taufnamen Sieg mund Chri»
stian,- bei Horänyi mit den Taufnamen
Siegmund Auguftin. Obwohl in Ungarn
geboren, diente er d-och im Auslande. er>
langte 1733 eine ProM'ur der Rechte in
Breölau und kam 1760 nach Württemberg, wo
er KriegsratH und Auditeur des Gendarmes»
Regiments, zuletzt Oberstlieutenant und
Kriegscommissär wurde. Seine Schrift: «Die
Verwandlung der Domänen in Bauerngüter,
als das beste Mittel zur Bevölkerung, zur
Macht und Reichthum eines Landes" (Straß»
bürg 1760. 8".). die er unter den Initialen
seines Namens ^.. 8. v. 2., welche mit den
Horänyi'schen Taufnamen S ieg mund
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon