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Iechenter. Anton 244 Zechenter. Anton
Auaust in zusammenstimmen, herausgab,
wurde in Wien N69 bei einer der Kaiserin
Mar ia Tdersia zuczceigneten öffentlichen
Vertheidigung aus den politischen Wissen«
'ckaften nachgedruckt, ^//o?'««/// ^ /e^ i«^ .
>l<m"ria Itlll^aroi-uin et provnn'iHiinin
'rOiu. III, p. 383. — (De Luca). Das
^'lehrte Oesterreich, ssin Versuch. I. Bandes
2 Theil, 2. 27i>. — Weidlich. Biogra»
phische Nachrichten von jetztlebenden Rechts'
qrlchrten. Theil IV, S. ^73 u. f.)
Zech, Christian, siehe: Zach, Johann
^in den Quellen, S. 73, Nr. 4 dieses
Bandes).
Zechender, Matthäus, siehe: Hechen-
ter !^S. 243 in den Quellen, Nr. 1).
Zechenter, Anton (ungar. Schrift-
steller, geb. zu Ofen um die Mitte
des l8. Jahrhunderts, Todesjahr unbe>
kannt). Ueber seine Lebensumstände
wissen unsere Quellen wenig genug zu
erzählen. Ein Sohn deutscher Eltern in
Ofen, trat er beim kaiserlichen Kriegs-
commtfsariat in den Staatsdienst, wurde
daselbst Ofsicial und kam als solcher
ziemlich frühzeitig nach Böhmen, wo er
>m Alter von 80 Jahren zu Prag starb.
Als in Ungarn in der zweiten Hälfte des
j8. Jahrhunderts sich eine literarische
Bewegung in nationaler Richtung be-
merkbar machte, die aber noch im Fahr»
waffer der französischen Schule (Orczy,
Anyos u. A.) dahinglitt, sehen wir
auch Zechenter, den wir übrigens hie
und da irrig Zechentner geschrieben
finden, um den Lorberkranz der Dichtung
ringen, und da er denselben mit Original»
werken zu erlangen nicht im Stande war,
warf er sich auf die Uebersetzung und
bereicherte die magyarische Literatur mit
einigen Dramen von Cornei l le, Ra>
cine und Vol ta i re, u. zw.: „Guesclin
Adelaide" <66klen ^äslaiäg., 4772) von
Vol ta i re, „Mahomet" (2 kitetü Kta- s Komet, 0. I.), von demselben; „Phaedra«
und Hippolytus" (l?73), von Racine;,
„Mithridates" <<78l), von demselben
und„DieHoratierunoCuriatier" (178l),
von Corneil le. Diese Uebertragungen
erschienen im Drucke, wurden aber wegen
ihrer Incorrectheit von der Kritik ün»
barmherzig angefochten, u.nd der Lite-
raturhistoriker Steinacker bezeichnet
Zechenter's Schaffen als eine „Thä-
tigkeit ohne Segen, dessen Uebersetzungen
nur als Werke eines seltenen patriotischen
Eifers zu erwähnen seien, der ihren
Autor auch dann nicht verließ, als der-
selbe durch seinen amtlichen Beruf früh-
zeitig seinem Vaterland (er kam nach
Böhmen) entrissen wurde". Außer den
vorerwähnten im Druck erschienenen
Ueberfetzungen vollendete er noch fol«
gende: „Olympia", „Sesostris" ; die
Lustspiele: „Die heutigen Sitten", „Der
Glücksjäger", „Heinrich der Finkler",
dann die Uebertragung des Gedichtes
aus dem Englischen: „Das Endziel des
Menschen"; noch schrieb er einen Grund»
riß der Geschichte von Kar l dem Großen
bis auf unsere Zeit und gab den „Ana»
kreon" in, magyarischer Uebersetzung:
(Prag 1783, 8".) heraus.
(?05c>uii 1777,
I». 583. — HI eäitis notorura
8".) pars II I ,
?- 2 i- i
sä D a n i e l i k Fä^set, d. i. Ungarische
Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschrei-
bungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph
Daniel ik (Pesth 1826. Gustav Emich. 8«)
zweiter (den ersten ergänzend'er) Theil S. 379
^Beide schreiben ihn Zechentner. während
ihn Steinacter und die ^^idliottisc»
iä2sed6ni«.Qa", welche uns in der Schreibung
bibliographisch maßgebend erscheinen, Zechen»
ter nennen). '
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon