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Zedtwih, Ludwig 264 Zedtwitz, Wilhelm
Erfahrungen wohlweislich unterlassen. sH
bach (Ioh. Christian von). Aoels-Lerikon
(Ilmenau 1826. Fr. Voiat. 8«.) Bd. I I ,
S. 8l7, mit reichem Quellenapparat. —
Plas i ik (Zranz). Drr altböhmische Adel
und seine Nachkonnnenschaft. Nach dem
dreißigjährigen >t?"ege (Prag (l866). Styblo.
s^s). — <Z e d I e r'r) Universal » Lerikon
tlt. Bd.. Sp, 1837—1864. ^ historisch
heraldisches Handbuch zum genealogi>
schen Taschenbuch der gräflichen Häuser
(Gotha 1833. I . Perthes. 32«.) S. 1102. —
Gothaisches genealogisches Taschen
buch der gräfl ichen Häuser (Gotha
Perthes. 32«.) 37. Jahrgang 1864, S. 1024
bis 1036. mit unzulänglichen genealogischen
Angaben. — Dasselbe. 60. Jahrg.. 1887.
S. 1144—N3U.)
I I . Einige denkwĂĽrdige Sprossen des Grafen-
gefchlechtes der Zedtwitz. 1. Anton Baron
Zedtwih. Zu welcher Linie er gehört, und
wie seine Eltern hießen, können wir bei dem
Mangel an zuverlässigen genealogischen Daten
nicht angeben. Wir wissen nur: daĂź er gegen
Ende des 18. Jahrhunderts Major im
Deutsch'Banllter Grenz<Infanterie» Regimente
Nr. 12 war; daß er als solcher mit dem«
selben im Feldzuge 1799 in Italien stand
und in der Gefechtsrelation ĂĽber die Erve-
dition ins Brescianische, wie ĂĽber das Treffen
bei Airasco unter den Ausgezeichneten ge>
nannt wird. ^ThĂĽrheim (Andreas Graf).
Gedenkblätter aus der Kriegsgeschichte oer
t. k. österreichischen Armee (Nien und Teschen
1382. Prochaska. Lrr. 8".) Bd. I I , S. 357.
Jahr 1739.) — 2. Clemens Graf l liehe
die besondere Biographie S. 262). — 3. Jo-
hann Franz Anton Freiherr lsiehe die be»
sondere Biographie S. 263). — 4. Kar l
Mor iz Graf ssiehe die besondere Biographie
S. 266). — 3. Ludwig Graf (geb. 14. Sep<
tember 1789). aus dem Hause Sorg und
NeuschloĂź. Ein Sohn des Grafen Karl
Joseph Ferdinand aus dessen Ehe mit
Amalie von BĂĽlow. trat er in jungen
Jahren in ein k. k. Reiter-Regiment. Als
Lieutenant im 9. Ilblanen'Regimente Graf
Hlmau machte er den Keldzug 1809 mir, in
welchem dasselbe in der Schlacht bei Aspern
(2l. und 22. Mai) groĂźe Verluste: an
Todten und Verwundeten 13 Officiere.
113 Mann und 133 Pferde, erlitt. Graf
Ludwig wurde auch verwundet. In der
Fol,n' schied er als k. k. Major aus der' activen A:mee und vermalte sich mit Gabriele
von Varöasza, aus welcher Ehe ein Sohn
Mar (geb. 27. August 1831) stammt, der
im IalMe 1861 als Hauptmann bei Culoz.
Infanterie diente, am 20. September I87l
sich mit einer Base aus dem Hause Lieben»
stein. Mar ie geborenen Gräsin Zedtwitz.
vermalte und am 11. Juli 1882 vom evan»
gelischen Glauben, welchem er bis dahin
angehörte, zum katholischen übertrat. —
6. Theodor Graf (geb. 7. September 1824,
gest. zu Linz 16. August 1879). aus dem
Hause Asch. Ein Sohn des Grafen Sieg. .
mund Erd mann aus dessen zweiter Ehe
mit Emil ie Freim von Einsiede!, trat
er in das 1. Uhlanen«Regiment Graf Civa»
lart und machte in demselben den Feldzug
1848 in Ungarn mit. wo er sich in der
Schlacht bei Kapolna durch besondere Bra«
vour auszeichnete, infolge dessen er mit dem
Militär« Verdienstkreuze geschmückt wurde.
Graf Theodor schied als Major aus der
kaiserlichen Armee. Am 19. Mai 1874 ver»
malte er sich mit Varollne von 5chönßerK.
pötling (geb. 11. Jänner 1856). aus welcher
Ehe keine Kinder vorhanden sind. Die Witwe
vermalte sich am 17. Juli 1882 zu Dresden
mit Georg von Posern, k. sächs. Major
a. D. und Klostervogt. ^Thürheim (An«
dreas Graf). Die Reiter »Regimenter der
t. t. österreichischen Armee (Wien 1863. 8".)
I I I : „Die Uhlan?n" S. 39 und 44.) —
7. Wilhelm (geb. 1834. gefallen in der
Schlacht bei Küniggrätz 3. Juli 1866). Ein
Sohn des k. k. Gendarmeriemajors Wilhelm
Ernst Jul ius Grafen Zedtwitz aus
dessen Ehe mit Emil ie Gräsin von Schal»
lenberq. trat er in die k. k. Armee, wurde
1831 Oberlieutenant bei Wimpssen «Infan»
terie Nr. 13. im Jahre 1864 Hauptmann bei
Schleswig »Holstein«Infanterie Nr. 80, in
welchem Regimente er den Felozug 1864 gegen
die Dänen in Schlesmig^Holstein und 1866
jenen gegen Preußen in Böhmen mitmachte,
wo er den ehrenvollen Soldatentod in der
Schlacht bei Koniggrätz am 3. Juli 1866
fand. — 8. Noch ist eines Grafen Zedtwitz
zu gedenken, dessen Taufnamen wir leider nicht
kennen. Er diente in der kaiserlichen Armee
als Officier, trat aber in der Folge aus der
Activität. Als die Oesterreicher 1864 unter
Gab lenz nach Schleswig'Holstein ins Feld
rückten, schloß er sich als Volontär an. Am
Schlachttage bei Oeversee (6. Februar) hatte
er seinen Ehrentag. Er focht in Ciuilkleidern
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon