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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 265 -
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Zedtwitz, Ewald 266 Fedtwitz, Johann Franz Anton an der Spitze der Huszcnen, entwaffnete einen dänischen Dragoner und brachte dessen Säbel als Tiegeötrophäe heim, ^Botsch ter (Wiener Varteiblatt) <864. Nr. 44 im Feuilleton: „Details über das Gefecht bei Oeorrsee.) — 9. Ein Graf Zedtwitz endlich, dessen Taufnamen wir auch nicht kennen, uiarschirte 1848 mit dem zweiten Wiener freiwilligen Bataillon unter Commando des Majors Rühl ing nach Italien. Das Va taillon verrichtete in der Schlacht bei Custozza (25. Juli <848) Wunder der Tapferkeit, und unter oen von dein Feldmarschall Radetzky im Schlachtbericht rühmlich Genannten bsfand sich auch Graf Zedtwitz. — t0. Nebenbei sei erwähnt der von dem Maler und Dichter Monz Blanckardt in dem Gedichte „Die Rose von Gorce" gefeierte Ewald von Zedtwih, jetzt preußischer Major a. D. und unter dem Pseudonym E. von Wald als beliebter Romanschriftsteller thätig. In der Schlacht von Mars la Tours (16. August l8?u) schwer verwundet, lag er in dem Orte Gorce (auch Gorze) in einem offenen Kauf« mannsladen zu ebmer Erde gebettet, als Kaiser Wi lhelm I. am 19. August vorüber» fuhr. Da schickte Lieutenant 'von Zedtwitz von seinem Lager dem Kaiser eine schöne Nose als Siegesgruß. Dafür sandte der Baiser Weihnacht l87l dem mittlerweile zum Hauptmann Beförderten ein sinniges an jenen Vorfall erinnerndes Oelgcmäloe mit folgen» dem Schreiben.- „ In dankbarer Erinnerung an den mir unvergeßlichen Augenblick wo Sie schwer verwundet in Gorce am 19. August 1870 mir eine Nose nachsandten und Ich. Sie nicht kennend, an ihrem Schmerzenslager vorüber gefahren war, sende ich das bei« kommende Bild. damit noch in späteren Zeiten man wisse, wie Sie in solchem Momente Ihres Königs gedachten und wie dankbar er Ihnen bleibt. Weihnachten 22./12.1871. Gez. Wi lhelm ksx." Das gemüthliche Bildniß des tapferen Ofsicirrs und nunmehrigen Schriftstellers dringt die „Illustrirte Frauen» Zeitung" vom 3, Februar 1889, Nr. 3, S. 23 mit dem Facsimile seines Namens« zuges: E. von Wald-Zedtwitz. ^Daheim. Illustrirte Zeitschrift 1872/73.' S. 412: „Die weiße Rose von Gorce", mit Abbildung des von dem Kaiser seinem braven Officier ge- schenkten Gemäldes. — Norddeutsche Allgemeine Zei tung. Sonntagsbeilage vom 31. Auaust 1884. Nr. 33: „Die Rose von Gorce".^ ' ^ I I l . Wappen. Von Silber, Notb und Schwarz in drei Felder quergetheilt: ohne Bild. Auf dem Schilde ruht die Grafenkrone, auf welcher sich der gekrönte Turnierhelm erhebt. Die Krone desselben trägt zwischen ,zwe: wie der Schild getheilten Büsselbörnrrn einen ebenso getheilten und oben mit einem silber» nen Knopf besteckten orientalischen Spihhut. Helm decken. Diese sind rechts roch. links schwarz, beiderseits mit Silber unterlegt. — Lange Zeit hatten die Zedtwitz mit der Familie derer von Feilitzfch gleiches Wap» pen. nämlich das eben beschriebene, nur statt der letzigen Büffelhörner rothe Adlerfiügel. Auf eine Vorstellung an Seine Majestät den Kaiser erhielten sie die Gestaltung, die Adler« flügel mit den Büffelhörnern vrrtauschen zu dürfen. Im Ilebrigen blieben das Fei» litzsch'sche und Z e d t w i k'sche Wappen sich gleich. Zedtwitz, Johann Franz Anton Frei- Herr (k. k, Feldzeugmeister und Ritter des Maria Theresien»Qrdens, geb. zu Witt ingreuth in Böhmen 4713, gest. zu Temesvär 17. März 1784). Bei dem Mangel an genealogischen Nachrichten — denn die im «Taschen» buch der gräflichen Häuser des Jahres 4864" enthaltenen sind trotz aller Aus- führlichkeit lückenhaft und haben keine Stelle für unseren Maria Theresien» Ritter, der doch zu den Zierden des Hauses zahlt — können wir über die Eltern des Freiherrn keinen Aufschluß geben. Johann Franz Anton trat 1729, damals 16 Jahre alt, in die kaiserliche Armee, in welcher er den Feld» zügen am Rhein, in Italien und dem Erbfolgekriege 1740—1748 beiwohnte und in dieser Zeit zum Stabsofficier vor« rückte. 1733 wurde er Oberstlieutenant bei dem Sluiner und bei Ausbruch des siebenjährigen Krieges 1736 Oberst im 1. Banal-Grenz-Regimente. Im Feld- zuge 1758 vertheidigte er den Posten Reinerz im Kreise Glatz gegen den Herzog von Braunschweig auf das standhafteste,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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