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268 Zeglicki, Glycerins
bratiä wie Zega, zeigten sich un-
gemein thätig bei dieser Erhebung, und
Zega gewann durch sein zuthunliches
Benehmen bald die Zuneigung der Auf»
ständischen in solchem Grade, daß ihn
Luka Vukalovi' l ' zu seinem Adjutanten
und Secretär ernannte. Als sich dann
nach den
siegreichen Kämpfen bei Carina,
Polji^, Ljubov, bei Trebin und Zubce
um Neujahr 1862 Luka Vukalovi6 an
den Hof von Cetinje, für deffen In-
teressen er ja in den Waffen stand, begab,
begleitete ihn auch Zega dahin, wo ihn
der Fürst Nicolaus mit der Medaille
für Glauben, Freiheit und Tapferkeit
schmückte. Nachdem Vukaloviä seine
Mission in Montenegro beendet hatte,
kehrte Zega vorerst in die Hercegowina
zurück. Mit einem Male beschuldigt,
zwischen dem Fürsten Nicolaus und
dem Priester Nikephor Duciä, welcher
in dem Aufstande die Rolle eines einfluß-
reichen Agitators gespielt hatte, Un-
frieden gesäet zu haben, wurde er durch
montenegrinische Gendarmen oder Hascher
festgenommen und nach Cetinje geführt,
um sich vor dem Fürsten zu verant»
worten. Dort, vor einem unter freiem
Himmel in Gegenwart des Fürsten, der
Senatoren und sonstigen Großen gehal»
tenen öffentlichen Gerichte, vertheidigte
er sich bezüglich der gegen ihn erhobenen
Beschuldigungen, alle ihm vorgehaltenen
Angaben entkräftend, so mannhaft, daß
er den vollen Sieg über seine Gegner
und Verleumder davontrug und ihn der
Fürst gleichsam zur Vergeltung für das
ungerechte Mißtrauen, zu seinem Adju-
tanten ernannte. Als dann der Kampf
zwischen Montenegro und den Türken
ausbrach, zog er mit Mirko Petrovio,
dem Vater des Fürsten Nicolaus, ins
Feld, stand ihm in allen Gefechten,
bei Raslinaglavice, Plan, Kokota, Sa» djevce, Zagarö, Sinjce, Karuc u. a. O.
treu zur Seite und zeichnete sich am letzt»
genannten Platze durch seine Tapferkeit
so aus, daß ihm Nicolaus den Titel
eines Serdar von Karuc verlieh. Nach
beendetem Kampfe ward er vom Fürsten
noch mit dem Ritterkreuz des Danylev»
ordens für die Unabhängigkeit Monte»
negros geschmückt. Als dann Rico»
laus 4863 in politischen Angelegen»
heiten nach Wien sich begab, befand sich
Adjutant Zega in dessen Gefolge, und
Seine Majestät der Kaiser Franz Io-
seph zeichnete ihn mit dem Ritterkreuze
des seinen Namen tragenden Ordens aus.
Ende 4866 verließ Zega Montenegro-
und obgleich ihm österreichischerseits eine
Stelle in der kaiserlichen Armee an-
geboten wurde, zog er es doch vor, in
russische Kriegsdienste zu treten. — Ein
Bruder Zega's diente in den Sechziger-
Jahren in der österreichischen, ein anderer
in der serbischen Armee. Der seinerzeit
zum österreichischen General empor»
gekommene Parteigänger Georg Stra»
timirovich ^Bd. XXXIX, S. 303^> ist
Zega's Schwager.
6 vetosoi- (Prager illustr. Blatt. Fol) 2l. Fe»
bruar 1868. 2. 74.
Porträt. Holzschnitt von Bartel nach
einer Zeichnung von Krieh über dem Sohne
im vorgenannten Blatte.
Zegert, Zetert, Zekrt, siehe: Seger,
Joseph ^Bd. XXXIII, S.
Zeglicki, 6I)'Q6riu8 ad
. V. ^l . ' (Priester der frommen
Schulen, geb. im Gebiete des Frei«
staates Krakau 1733, gest. 1796).
I n seiner Heimat wissenschaftlich vor»
bereitet, trat er in den Orden der from»
men Schulen und wurde in den verschie-
denen Collegien desselben im Lchramte,
und zwar zuerst in den Grammatical»
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon