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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 273 -
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Zehnmark 273 Zeibig und Henker". Gräffer meint, die drei letztgenannten Schriften seien vermuthlich in Brünn 1783 gedruckt. Außerdem hat Zehnmark auch mehrere Theaterstücke und Operntexte geschrieben, und zwar: „Zuluini nnb ZlbelZlln. Gin Trauerspiel" (Wien 1774, 8".), dieses Stück gab er anonym heraus, so mag es denn geschehen sein, daß Naß mann u. A. den Verfasser irrig Zehner nennen; überdies erschien ein gleichnamiges fünfactiges Trauerspiel nur mit Versetzung der Namen: „Adelsoli und Salvini". in München 1776 gedruckt, als dessen Verfasser ein Max Joseph Graf von Daun, damals Landrichter zu Straubing, bezeichnet wird; — „Nas sull wir ein GcheimniZ5 bleiben, lldrr dir Schülerin deL Pluto. Anstzpiel in einem Anhnge imch einer Erzählung de5 Voltaire" (Brunn 1779, 8^.); — „Na5 erhält die Miinnertreue? Ein Griginlll5ing5pirl" (Brunn 178!, 8b.); — ,Nll5 verfehlte NendeznauZ ader die Jäger. Gin Griginulzingzpirl" (Brünn 1783, 8<>.). Druckort und Jahr der folgenden, wohl aus dem Italienischen übersetzten Opern« texte: „Die Reisenden in Salamanca" — „Der Wunsch mancher Mädchen" — „Circe" — „Pyramus und Thisbe- sind nicht bekannt. Auch über den Namen unseres Schriftstellers sind die Literar- Historiker nicht ganz im Klaren; daß Naß mann ihn Zehner nennt, wurde gesagt, und auch Johann Georg Meusel im 6. Nachtrag zur 4. Ausgabe seines „Gelehrten Teutschland" bemerkt auf S. 1102, daß der Verfasser der ge> nannten Schriften nicht Zehn mark, sondern Zehner heiße. Kratter (Franz). Briefe über den jetzigen Zustand Oaliziei'.s (Wien 1786, 4".) t. Theil, S. 40. — (5zikann ( I . I . H.). Die leben, den Schriftsteller Mährens. Ein literarischer Versuch (Vrünn i8j j . Daßler. 8",) S. 2tl u. f, snach diesem 1753 geboren). — ! d'Elvcrt (Christian). Historische Literatur« l o, Wurzbach, biogr. Lerikon, I^IX. sOedr geschichte von Mähren und Oesterreichisch. Schlesien (Brünn l850. gr. 5".) N. 293. — (De Luca). Das gelehrte Oesterreich. Ein Persuch (Wien 1778, Trattner, gr. 8") ersten Bandes 2. Stück. S. 279. — Ratz mann (Friedrich). Pantheon deutscher jetzt lebender Dichter und in die Vclletristik eingreifender Schriftsteller (Helmstadt 1823, Fleck' eisen. 8") S. 373 unter Zehner fnach diesem <7^ii geboren) Zeibig, Hartmann Joseph (G e- schichtsforscher, geb. zu Krasna in Mahren am 28. April 18l7, gest. zu Haselbach bei Korneuburg in Nieder» österreich am 3. December 1836). Der Sohn eines Rechnungsbeamten im fürst» erzbischöflichen Consistorium zu Olmütz, wendete er sich nach beendetem philoso» phischen Studium dem geistlichen Berufe zu, trat am 29. September 1833 bei den Chmherren in Klosterneuburg ein, legte am 30. September 1836 die Ge- lübde ab und empfing am 26. Juli 1840 die Priesterweihe. 1844 fungirte er als stiftlicher Gastmeister, 1843 wurde er von dem damaligen Fürster;bischof von Olmütz Cardinal Som merau-Beckh als Professor der Religionslehre und höheren Pädagogik an der Olmützer Uni- verfitat angestellt. Nachdem ec 1847 die philosophische Doctorwürde erlangt hatte, mußte er, einem Rufe seines Prälaten folgend, das Lehramt aufgeben und in das Stift Klosterneubucg zurückkehren. Er bekleidete nun wahrend der Jahre 1849—1833 die Aemter eines Schatz, meisters, Cooperators in Nußdorf und an der Stiftspfarre Klofterneuburg (obere Stadt). 1833 wurde er Pfarrer zu Haselbach bei Klosterneuburg, wo er aber nicht lange seines Amtes waltete, da er schon Ende des nächsten Jahres nach längerem Leiden im Alter von 39 Jahren starb. I n Klosterneuburg hatte Zeibig wahrend seiner Wirksam- 7. Juli <«9U.1 18
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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