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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 278 -
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Seite - 278 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

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Zeidler, Paul 278 Zeiler lKünstlerfamilie) zädlt. Beide Bruchstücke stammen aus dem i4. Jahrhundert, Die uier aufgefundenen Perqamentstreifen. welche sich iln Einbande einer Bibel aus dem Jahre l492, glossirt von NicolauS de Lyna. befanden, enthalten zusammen j7l» Neimzeilen und scheinen die Ueberresie eincs metrisch beaibeiteten Legenden» buches. des Passionals. zu sein. Alle hier er> wähnten 3'unt>e erwiesen sich als Stücke aus der dt'rütmuen Bibliothek des Peter Wok von Rosenberg (gest. 6. November l6l l) . über den dieses Lerikon im 27. Bande. S, <<». Nr. t9 Näheres mittdeilt. — 2. Ignaz Zeidlor. ein geschickter Kupferstecher des vorigen Jahrhunderts, ter in der ersten Hälfte desselben, bestimmt in den Jahren l730 und l?36 zu Neustadt in Mähren arbeitete, und von welchem folgende Stiche bekannt sind: „Die Krönung des Marien- bildes zu Brunn bci Tt. Thomas" Franz Eg stein wvsQ., Zeioler so. (l'ol. iuu,x. l730); — „Iina^o 1j.Hi2.iias Vir^luis » Ü. I.U0H äexicta..." (1730, Fol.); — „Marienaltar bei den Augustinern zu Sanct Tbomas in Vrünn". Ign . Zeioler «c., KsoLt^äii iu Äioravi», (l73l). Fol.); — ^Zweite Triniphpforte der Mutter Gottes zu Blünn bei Tt. Thomas". Zeidler L«. 21. 5lS02taäii (l?3U. Flll.): — „Ein oyzan» tinisches Marienbild" in der Walteserkirche zu Prag (6".); — „Die Abbildung des b. Berges bei Qlmütz mit der Beleuchtung", dann die der Triumphpforte und die der Seitenansicht des Berges und der Kirche. I Blätter (t733. Fol.). Vorerwähnte Stiche werden sämmtlich in der Stifcsbidliothek zu Strahow aufbewahrt. l.Dladacz (G. I ) . Allgemeines historisches Künstler'Lerikon für Böhmen und zum Theil auch für Mähren ' und Schlesien (Prag 1813, Haase. 4".) Lcrikon. Bo. I I I , Tp, 434. — Nagler (H. K. Or.). Neues allgemeines Künstler» Lerikon (München j«33 u. f,, E. 3l. Fleisch mann. gr. 8") Bo XXI, S. 244. — 3. Ein Paul Zeioler, Zeitgenoß, ist ein Zeichner archäologischer, vornehmlich vor» geschichtlicher Gegenstände. Mehtere derselben befinden sich in dein Kronprinzenwerk.- „Die österreichisch! ungarische Monarchie in Wort und Bild" in der Abtheilung Wien und Niederösterreich (.1887). wo im 2. Bande. S. 123—131 Abbildungen von Feuerstein« messern, Feuersteinen, bearbeiteten Serpentin» steinen. Pfeilspitzen aus Vergkrystall. Pfeifen und Feuersteinen aus der Renntdierzeit. Röhrenknochen, Knochenpfriemen. Meiß.ln und Nadeln, auch aus der Rennthierzett, nach seinen Zeichnungen enthalten sind. — 4, Einen N . Zeidler führt Wolnn in seiner „Kirchlichen Topographie von Mähren. Olmützer Erzdiöcese" Bd. I I , S. 134 als Maler an. von dem in einer Kirche der ge» nannten Diöcese ein Bild vorhanden ist, Näheres über ihn wissen wir nicht. Zeik, siehe: Zeyk von Zejkfalva. Zeiler, Franz Alois Edler von, siehe: Zeiller ^S. 283^. Zeiler, die Tiroler Känstserfamilie. Paul (geb. zu Reutte in Tirol, nach Staff ler am 24. August 1638, gest. daselbst 1731). Die Geburts- und Todesdaten stimmen in den verschiedenen Quellen über ihn nicht überein. Er stammt aus einer wohlhabenden und angesehenen Tiroler Familie. Am Hofe zu Florenz, wo er Unterricht ertheilte, machte er die Bekanntschaft eines Hofmalers, wodurch die Liebe zur Kunst in ihm geweckt und er bewogen wurde, seine Stelle als Er» zieher aufzugeben und sich bei dem Hof» maler in der Malerei auszubilden. Nach» dem er einige Zeit unter seines Freundes Leitung gearbeitet hatte, begab er sich nach Rom, wo er bei Matteo Pret i , genannt Cavaliere Calabrese (geb. zu Taverna in Calabrien 1613, gest. zu Malta 1699), der damals in der ewigen Stadt arbeitete, 16 Jahre sich in seiner Kunst ausgebildet haben soll. Die instan- digen Bitten seiner Mutter riefen ihn endlich in die Heimat zurück, wo er sich verheiratete und seinen bleibenden Wohn» sitz nahm. Ein Bruder des Künstlers soll in Wien gelebt und daselbst einen höheren Beamtenposten bekleidet haben. Diesem war Gelegenheit geboten, ein Bild Pauls dem Kaiser zu zeigen, und das» selbe fand solchen Beifall von Seite des Monarchen, daß dieser ihn zum Hofmaler
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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