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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 280 -
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Zeiler lKünstlerfamilie) 280 Zeiler Mnstlelfamilie) Künstler eine Technik und Farbenkennt» niß, die nur Wenigen eigen' seine Far° ben sind unverwüstlich und von höchster Frische; aber in der Zeichnung nahm er es nicht immer genau. Zeiler hat mehrere Schüler gebildet. — Fran.; Anton lgeb. zu Reutte nach dem „Tiroler Künstler Lexikon" am 3. Mai, nach Staff ler am 48. April 1716, gest. daselbst am 4. März 1794) ist nach dem genannten Lexikon ein Sohn un> bemittelter Eltern, welche er früh verlor, und ein Vetter des Vorigen; nach Nag» ler aber ein Sohn Pauls und Bruder des Vorigen. Das Erstere möchte das Richtige und er nur ein Schüler Paul Zeiler's sein, bei dem er durch zwei Jahre Zeichnen und Malen erlernte, worauf er zu dem tüchtigen Maler I . E. Holz er ^Bd. IX, S. 248^, seinem Landsmann, welcher in Augsburg arbei» tete, nach dessen frühem Tode zu Gott» lieb Bernhard G ötz j^Bd. V, S. 248^, einem gebürtigem Mährer, ging, der aber auch in Augsburg thätig war. Bei diesem blieb er einige Jahre, darauf begab er sich nach Rom und setzte seine Studien in der Schule des Carlo Cor- rado, eines Zöglings Solimena's, fort, in welcher er zwei Jahre arbeitete. Von dort reiste er nach Venedig und studirte und malte daselbst durch fünf Jahre nach Werken Tit ian's, die ihn besonders durch ihr schönes Colorit fes> selten. Nun kehrte er in die Heimat zurück, half in Ottobeuern Johann Jacob Zeiler und führte daselbst auf dem Plafond die „Marter der h. Fkliritas" nach eigener Erfindung aus, und soll dies eine ganz achtbare Leistung sein. Ferner malte er die Fresken zu Stams in der Pfarrkirche, ebenso zu Brixen in der Seminarkirche und im englischen Institute; zu Doblach in der Pfarrkirche, ! wo ihm Peter Denifle ^Vd. I I I , ^ S. 237^> mithalf, ferner in den Kirchen zu Oberhofen, zu Zell im Zillerthale und in einigen anderen, im Ganzen in zwölf Kirchen in Tirol allein. Die Gemälde« sammlung des Innsbrucker Ferdinan» deums besitzt von seiner Hand ein Bildniß Johann Jacob Zeiler's. Nach Nag. ler soll sich auch eine „Nnbrwng t>er Könige" seines Pinsels dort befinden. Da diese im Katalog nicht ausgewiesen ist, so dürfte wohl eines der verschiedenen Bilder, welche die „Anbetungder Könige" darstellen, ihm irrthümlich zugeschrieben worden sein. Doch besitzt das Ferdinan- deum mehrere Studienblatter von Io- hann Jacob und Franz Anton Zeiler. Von Ersterem eine schöne Altar- blattskizze, ein Familienbildniß u. a.; von Letzterem verschiedene Skizzen zu Deckengemälden, Altarblättern, von diesen theils Originalentwürfe, theils Copien nach älteren Mustern aus der Zeit seines Aufenthaltes in Rom. Leman macht bezüglich der Bilder unseres Kunst» lers die Bemerkung, daß derselbe bei jedem Frescogemalde einen Fuß, eine. Kleidung oder eine Wolke über die Ein» fajsung oder das Gesimse hinausmalte, als wenn es in den Lüften schwebte. Auch Franz Anton starb wie Io- hann Jacob Zeiler hochbetagt und unvermält. Nag ler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künstler.Lerikon (München 18^4 u. f.. E. A. Fleischmann, gr. 8") Bd. XXI, S. 244. — Tiroliscl, esKünstler 'Lerikon oder kurze Lebensbeschreibung jrner Künstler, welche ge. borene Tiroler waren oder eine längere Zeit in Tirol sich aufgehalten habe:'. Von einem Verehrer der Künste ^geistlicher Rath Leman) (Innsbruck 1830, Fel. Rauch. 8".) S. 278. — Die Künstler al ler Zeiten und V ö l . ker u. s. w. Begonnenvon Prof. Fr. Mül ler, fortgefetzt und beendet dmch Or. Karl Ktun» zinger und A, Seubert (Stuttgart t87lj.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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