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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 283 -
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Seite - 283 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

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Zeiler, Sebastian 283 Zeiller Kupfer stach, und der al ll-s««:« gemalte Hechaltar von St. Jacob in Prag. Darüber besteht folgende Ueberlieferung: Während Zei« ler denselben malte, wüthete die Pest in Prag, und der Künstler wurde bis zum letzten Pinselstriche uon der Seuche verschont. Kaum war das Bild fertig, so erkrankte er UN5 ward zwei Tage später als Leiche auf den Wolschaner Pestkirchhof hinausgeführt. Auf seinem Leichenstein las noch Dlabacz l?92 die Inschrift: „Sebastian Zeil ler, ein Maler war er, und wußte das Licht von dem Schatten zu unterscheiden. Anjetzo ist er selbst ein Schatten worden u. s. w." s^amms,- «o/t,/ti'saü. I'roäromuä (3lori«.s l'raFSNsig, I>. l9l. — Gartenlaube, herausgegeben von Ernst Kei l (tteip^ia. 4".) Iahra, 18NU, S. 754: „Zeichen und Wunder aus Böhmen" Von F v. S.) Zeiller (auch Zeiler geschrieben) Franz Alois Edler von (Rechtsgelehrter, geb. zu Gratz in Steiermark 14. Jänner 173t, gest. zu Hietzing bei Wien am 23. August l828). Der Sohn eines Handelsmannes in Gratz, beendete er seine Vorstudien daselbst, wo er 1768 auch den philosophischen Doctorgrad er« langte. Um die Rechte zu studiren, ging er dann nach Wien, wo damals der be» rühmte Nechtsgelehrte Mar t in i Schule machte, und fand auch bald Zutritt in das Haus dieses Professors, der ihn zunächst als Erzieher seines Sohnes aufnahm, dann ihn aber öfter zur Aushilfe im Lehramt verwendete. Bald wurde erMar> tini's Supplent und erhielt, nachdem er 1778 das juridische Doctorat erwor« ben, nach Mart ini 's Beförderung das Lehramt des Naturrechtes und der Insti- tutionen des römischen Civilrechtes. Spater verband er mit diesem Lehramte noch jenes des Strafrechtes und der Strafgerichtsordnung. Auch wurde er ausersehen, dem Erzherzog Joseph, nachmaligem Palatin von Ungarn, rechts» wissenschaftlichen Unterricht zu ertheilen, welche ehrenvolle Aufgabe er in der mit Werian's KK.. Fol.); — Zeiler's wahrscheinlich erstes Buch wurde zu Linz l6>8 gedruckt und ist eine Übersetzung aus dem Französischen mit dem Titel: / lksa- trum trazieuiu oder des Herrn Franzen, von Rosse t wunderliche und traurige Ge« schichte", welches dann oft noch gedruckt und nachgedruckt wurde; eine 6. Auflage erschien zu Ulm t648. Das französische Original ^IIi5toil-S8 trasihusg" erschien um t623 und wurde später wiederholt aufgelegt. Die Fran> zosen selbst wissen über Franyois de Rosset so viel wie nichtS. Eine von Zeiler's inter« essantesten und gar nicht mehr gewürdigten Schriften sind seine „Siebenhundert Episteln oder Sendschreiben von unterschiedlichen poli» tischen, historischen und anderen Materien, deren vollständigste aus seinem Nachlaß mit einem 7. Hundert vermehrte Auflage.in Ulm l683 in Folio erschien. Z e i l e r's Sterbe» jähr ist in dem Chronograph: NoOtVs ^s^ei - UarltVr enthalten. Er starb linder« los und mit ihm erlosch sein Geschlecht. sWollaib (Marr). Leichenpredigt bey dem Tode M. Zeiler's (Ulm N',6l. 4°.). — Zed. le r's Universal'Lerikon. Bd. I^XI, Sp. 708 bis 7l0 mit reicher Literatur. — Annalen der Literatur und Kunst in dem österreichi« schen Kaiserthum (Wien, Doll. 4".) Jahrgang <809, Intelligenzblatt Mai. Sp. 237 und Intelligenzblatt September. Sp. 136. — Annalen der Literatur und Kunst des In< und Auslandes (Wien. Doll. 8«.) Jahrgang H8l0. Vd. I I I , S. U4< u. f. — Winklern (Johann Baptist von). Biographische und literarische Nachrichten von den Schriftstellern und Künstlern, welche in dem Herzogthume Steiermark geboren u. s. w. (Gratz t8ll), Franz Ferstl. 8".) S. 275—278. — Hager's Geographischer Bildersaal. Bd, I I . — Por- träts. 1) Ioh. Arnold äol., A. Khol so. (8"). — 2) Andr. Schuech äol., Sebast Fürst so. (kl. Fol.).) — 2. Sebastian Zei l er. auch Zei l ler und Zeller geschrie. ben (geb. l683. gest. in Prag !7l3) Der« selbe widmete sich der Malerkunst, reiste, um sich darin auszubilden, nach Nom. wo er bei Carlo Mara t t i sich vervollkommnete. t7<2 nach Prag zurückgekehrt, arbeitete er dort fleißig, und die Gemälde, welche von ihm bekannt sind, verrathen eine nicht geringe Kunstfertigkeit; es sind: „St Antonius von Padua". Altarblatt zu Zoretto in Prag; — „Das Bildniß des Grafen Franz Helfried Woraczyczky". das S a r t o r i u s in
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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