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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 287 -
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Zeilner 287 Zeillner Oirsctori. Oräo. «luriseous. Nar. ^.Ioi8. 60. kack. O«6ic. Zeilner, Franz (Maler, geb. in Wien 31. August 1820, gest. daselbst ä. October 187ö). Bei seinem aus- gesprochenen Talente zur Malerei kam er 1837 auf die k. k. Akademie der bilden- den Künste in Wien, an welcher er mehrere Jahre arbeitete. Er war ein Schüler Fendi's und half dem Director Bö hm bei dessen Arbeiten. Ein wür» diger Vertreter der sogenannten „Wiener Schule", welche in ihrer Gesammtheit noch gar nicht entsprechend gewürdigt und doch Namen wie Fendi, Gauer> mann, Ranf t l , Führich, Rahl aup zuweisen hat, fand er doch bei seinem ziemlich aufreibenden Lehrberuf wenig Muße, mit größeren Werken aufzutreten. Er hatte, bevor er eine feste Anstellung erhielt, über ein Decennium als Zeichner im k. k. Münz» und Antikencabineh sich verwenden lassen, dann wurde er 4831 Professor des Freihandzeichnens an der Schottenfelder, 1832 aber an der Land« straßer Oberrealschule, an welcher er nahezu ein Vierteljahrhundert bis an seinen Tod thätig blieb. In der Zwischen« zeit wirkte er auch durch mehrere Jahre am Civil'Mädchenpenslonate. Als Lehrer übte er durch seine treffliche Methode und seinen geläuterten Geschmack auf viele Hunderte seiner Schüler einen nachhaltigen und den Geschmack im All» gemeinen veredelnden Einfluß. Er malte Aquarelle und Oelbilder, von denen jedoch nur ein ganz kleiner Theil in die Oeffentlichkeit gelangte. Im Jahre 1843 erscheint er zum ersten Male mit zwei Oelbildern: „Gottes braut" und „Heim- Kehrende Mönche" auf der Iahresausstel- lung in der Akademie der bildenden Künste, dann folgten: 4844 „Mündlicher Hhnr", 1846 „Gine Italienerin", 1847 „Line Schllfheerlle" (50 fi.) und „Walk und Geier bei der Nente" (120 fl.); das letzte Mal stellte er im Juni i83l im österrei» chischen Kunstverein aus: „Ein Husaren- weib im Winter 1838" (130 st.). In der historischen Kunstausstellung, welche 1877 anläßlich der Eröffnung der neuerbauten k. k. Akademie der bildenden Künste statthatte, waren von seinen Arbeiten zu sehen drei Aquarelle: „AlMmuZik", bez. Zeilner 1847, im Besitz Seiner Ma« jestät des Kaisers, dann „Der Füderlhai in Wien" und „Nie Tranerbü^chllft", beide im Besitz seiner Witwe. Zu F. Tschischka's bei Krabbe in Stuttgart l847 erscbie- nener „Geschichte der Stadt Wien" (40.) hat er in Gemeinschaft mit P. G e i» ger, E. Iaf i t te, I . Morcrette, C., L. und 3. F. Schnorr Illustrationen geliefert und bei C. Gerold's Sohn in Wien einen „Beitrag zum Unterricht im freien Zeichnen" (0. I.) herausgegeben. Was sich von seinen Arbeiten im Privat« besitz und bei seiner Witwe befindet, sind meistens Landschaften mit Staffage, theil» weise dem österreichischen, theilweise dem italienischen Volksleben entnommen. Die» selben verrathen eine glückliche Hand, ungemein geschickte Auffassung und bei allem Streben, selbständig zu erscheinen, den feinfühligen Schüler Fendi's. Nagler (O. K. I.>r.). Neues allgemeines Kunst! er-Lerikon (München 1833 u., f. E. A. Fleifchmann, gr. 8".) Bd. XXI, S. 246. — Frankl (L. A.). Sonntagsblättrr (Wien. ar- 6".) I I . Jahrg. (1843) S. 599': „Genre, maleret". — Fremden» Blat t . Von Gust. Heine, iii?3, Nr. 278. — Die Kataloge der Iahresausstellungen bei St. Anna 4842. l844, l845. i846. <847 und des österreichi- schen Kunstuereines Juni I85l. Nebenher sei Andreas Wilhelm Zeil lner's gedacht, der im l7. Jahrhundert lebte und 1649 die Stelle eines kaiserlichen Obersten und Commandanten in Königgräh bekleidete. Er muß doch eine historisch wichtige Person»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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