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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 296 -
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Seite - 296 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59

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296 Zehner Pit ter i (geb. 1703, gest. 4786). Von Venedig kehrte er um die Mitte des vorigen Jahrhunderts heim und ließ sich bleibend in Wien nieder. Daselbst stach er iifGemeinschaft mit Johann Christoph Winkler eine Folge der zwölf Apostel nach Piazetta (Fol.) und nach eben» demselben eine Madonna mit Heiligen (Fol.). I n der historischen Kunftaus» ftellung, welche anläßlich der Eröffnung der neuerbauten k. k Akademie der bil» denden Künste in Wien 4877 statthatte, war auch Zei t inger durch zwei Blätter vertreten: „^6 nenaFs <?^<?^?zal>6", nach D. T e n i e r s (qu. 4".) und „NW- dnnnü mit dem h. Fllluri5rn3", nach Pia» zetta (8".j. Ueber die Lebensumftände und andere Arbeiten des Künstlers ist nichts bekannt. Die österreichischen Werke über Kunst und Künstler gedenken seirzer gar nicht. Hejszner, Ludwig (Geolog, geb. zu Warschau 4807, wurde am 3. Jan» ner 4871 in Krakau in seinem Bette todt gefunden). I n Warschau besuchte er das Gymnasium und die philosophi' schen Jahrgänge an der Universität und setzte dann in Berlin und Göttingen feine Studien fort, sich vornehmlich den philosophischen und naturwiffenschaft« lichen Disciplinen zuwendend. An letz« terer Hochschule erlangte er auch den Doctorgrad. Da er sich Mineralogie und Paläontologie zu seinem Berufe erwählt hatte, unternahm er Neisen zunächst in seiner Heimat, ging dann über die Grenze und durchwanderte die für geologische und verwandte Studien so reichen Ge> birgsgegenden der Karpathen des Tatra im nächsten Hinblick auf Mineralogie und Geologie. Kaum 22 Jahre alt, wurde er 1829 zum Professor der Mineralogie an der Iagisllonischen Universität in Kra« kau ernannt und verblieb in dieser Stel« lung bis zu seiner 1833 erfolgten Ernen» nung zum Director des Bergbauwesens im Gebiete des Freistaates Krakau. 4837 nahm er einen Ruf an die medicinisch» chirurgische Akademie in Warschau als provisorischer Professor der Mineralogie an, auf welche Stellung er aber am 30. Juli 4830 aus freien Stücken ver- zichtete. Nun erhielt er einen Posten bei der Regierungscommission für innere Angelegenheiten, kam von dort zur Ab< theilung für das Bergwesen und dann in jene für geognostische Kartenzeichnung. Zuletzt kehrte er nach Krakau zurück, wo er eines Tages im Bette strangulirt ge« funden wurde. Zejszner war 64 Jahre alt geworden. Außer einer Anzahl von mineralogischen, geo> und paläontologi» schen Artikeln, welche er in polnischen, deutschen und französischen Zeitungen veröffentlichte, schrieb er noch zahlreiche Werke, von denen wir jene, die auf Oesterreich zunächst Bezug haben, hier anführen, und zwar: „ l", d. i. Kurze historische, geologische und geognoftische Beschreibung von Wie» liczka (Berlin 1833, 8".; auch deutsch übersetzt ebd. 4834); — .. .", d. i. Volkslieder der polni- schen Goralen im Tatra (Warschau 4843, d. i. Neue oder noch nicht genau genug beschriebene Mineralien des Tatragebir« ges (Krakau 4836, 8".); — „ d. i. Ein Blick auf den geologischen Bau des Tatragebirges (Warschau 4842, 80.) ; — „(/a^s (Berlin 4844); —
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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