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Zell 3lft Wellenberg
Arbeiten eine große Gewandtheit in
Handhabung des Grabstichels bekunden,
wissen, beschränkt sich auf die kargen No>
tizen Nagler's und auf einige Blätter,
welche ich selbst von seinen Arbeiten be«
sitze. I n Prag geboren, scheint er nicht
weit über das Weichbild seiner Geburts-
stadt herumgekommen zu sein und hat,
wie Nagler berichtet, seine künstlerische
Ausbildung daselbst an der Kunstaka»
demie erlangt. VonZelisko's „schönen
Blättern führt Nagler an: „NieDidens-
Stationen t>k5 Heilands", nach I . Führich's
Zeichnungen' nicht 13, wie N a g l e r
angibt, sondern 14 Blatter, mit Unter-
schriften in deutscher und öechischer
Sprache <8".)', — „Nie 13 Zwillnen des
Kreuzweges ank dem St. a^urensberge in Prag",
componirt und gezeichnet von I . Füh-
rich, gestochen von Z e l i s k o und
S k a l a , 14 Blatter (gr. Fol.); —
mehrere Blätter für die in Prag bei
P. Bellmann's Erben 1842 erschienene
„Bibel Raphaels" lqu. Fol.). I n meinem
Besitze befinden sich von Zelisko's
Stichen: die vier Evangelisten: „St. Ja-
hunnlL", I . Führ ich inv., W. Kandler
pinx.; — „St. Marrns", iclsin inv., iäsin
pwx.; — „Ft. 3.'ucll5", i6.6ln inv., iäsm,
pillX.^ und st. Matthäus", iäoiu inv.,
A. Lhota pinx. Alle vier W. Ze-
l i 8 ko so. Die Unterschriften sind
Bibelsatze in deutscher und Lechischer
Spracke (Verlag von G. I . Man; in
Regensburg, 8^.).
Nagler (G, K. Dr.). Neues allgemeines
Künstler» Lrrikon (München, E. A. Fleisch'
mann. gr. 8") Bd. XXII (l832) S. 223.
Zell, E. von, Pseudonym für Wurm,
Ernst, siehe diesen j^Bd. I^VIII, S.
Zell, F., Pseudonym für Walzet.
Camillo, siehe
diesen sBd.I.III, S. 49^. Zellenberg, Franz Edler v. (Maler,
Ort und Jahr seiner Geburt unbekannt),
Zeitgenoß. Ein Wiener Pferde- und
Schlachtenmaler, über dessen Ausbildung
und Leben wir nichts wissen, dessen
Bilder jedoch gesucht und gekauft wurden.
In der Iahresausstellung in der k. k.
Akademie der bildenden Künste zu Sanct
Anna in Wien 1834 tritt er mit einem
Bilde, „Pterdrkllnf". zum ersten Male auf.
Nach zehnjähriger Pause, 1844, begegnen
wir ihm wieder; er hatte damals sein
Atelier auf der Wieden (Karlsplatz 100),
und auf der Iahresausstellung befanden
sich von ihm: „Wachparnde t>r5 llhlullnilrger5-
Nessimkntl5 Fürst Karl K' iechten 2 tein", von
dem damaligen Obersten des Regimentes,
Fürsten Lobkowitz, dem Inhaber ge>
widmet, und „Innerer Hoirnnm rintt Schlos-
5e2 Nit Aeitern" (Eigenthum des Grafen
August Breuner); — in den folgenden
Ausstellungen sah man 1846: „Eine
Schmiede" und „Eint Gruppe uan Nritpterden"
(Eigenthum des Grafen August Breu»
n er); — „Ge5terrrichi5ll)e Kiira55iere erztür-
mrn bei DipM eine Vatterir" (400 fl.)', —
1847: „Ge5iiitpterde, dr5 Morgens in«. Freie
gelassen" (300 st.); — „Awei Pferde-
pllrträtz" und eine „Neitergrnppe" (alle drei
Eigenthum des Grafen Ludwig Taa ffe).
Nach einer mehrjährigen Pause finden
wir 1836 in der Iahresausstellung bei
St. Anna die Bilder: „.stall der Mutter-
Stuten in einem ungarischen Gestüt" und in
den Februar-Ausstellungen des östörrei»-
chischen Kunstvereines 1861 und 4863
„Gine Gruppe nun <Se5tüt5plerdrn mit Fahlen"
(400 fi.) und „Plerde im Stall" (100 fl.).
Wir werden wohl kaum irregehen, wenn
wir in unserem Pferdemaler einen Sohn
deS k. k. Rathes und Leibchirurgen
Simon Zeller vermuthen, der für
seine Verdienste 1802 in den Adelstand
mit dem Ehrenwort und Pradicate
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon