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Zengiaf 317 Zengraf
liche Arbeiten fanden Würdigung durch
seine Aufnahme in gelehrte Gesellschaf»
ten, so ist er Mitglied der königlich
böhmischen Akademie der Wissenschaften,
der geologischen Reichsanstalt, der 80-
nationale äeg ^rokiteotss äs
, der ^.S80<3ia.tion, soisntitiHuo
<1s l^ranoe und noch vieler anderen ge>
lehrten Gesellschaften und Vereine.
literatui-z- ceäko-slovensk^. Ve?k uovö^.^i,
d. i. Geschichte der 6echoslavischen Sprache und
Literatur. Neuere Zeit (Wien 1868. gr. 8".)
S. 309.
Nock sei in Kürze gedacht des Kupferstechers
Augustin Zenger, oon dem wir nur
wissen, was Nagler von ihm berichtet, daß
?r um t760—t?8tt in Wien. und zwar uor>
nehmlich für Buchhändler thätig war. Unter
Anderem stach er nach einem Vilde von
<3. von T i lburg «1^2 muLicisn« i-iäieulss"
eine Gruppe von vier Bauern in der Manier
T e n i e r s' und nach einem Bilde von
G. Kraus: „Die lustigen Brüder" eine
Gruppe trinkender und rauchender Bauern;
beide Bilder in Quer»Folio und bezeichnet
A. Z eng er 20. Magier (G. K. Dr.).
Neues allgemeines Künstler»3erikon (München,
<3. A. Fleischmann. gr. 8°.) Bd. XXII «832).
Seite 260.)
3engraf, Elise (Sängerin, geb.
zu Ar ad in Ungarn 1830). Der Vater,
Gutsbesitzer, ließ die Tochter, welche
großes musikalisches Talent und eine
schöne Stimme besaß, gründlich aus»
bilden. Kapellmeister Limmer M . XV,
S. 194^, ein gediegener Musicus, war
ihr Lehrer. 13 Jahre alt, 1843, betrat
sie in der Rolle der Norma zum ersten
Male in ihrer Vaterstadt Arad die
Bühne. Der Erfolg war durchgreifend,
und die Direction bot ihr sofort ein
Engagement, welches sie auch annahm.
Bis 1847 spielte sie daselbst in Oper,
Posse und Vaudeville, endlich aber ver»
ließ sie auf Wunsch des Vaters, dem
schon die Erlaubniß zu ihrem ersten Auf« treten förmlich abgerungen werden mußte,
die Bühne und entsagte vorderhand der
Laufbahn auf derselben. Erst die Bewe-
gung des Jahres l848 sollte ihr die
Bühne wieder erschließen. Der Vater in
seiner Angst und um die Tochter den
Gefahren, die sich von allen Seiten auf»
thürmten, zu entziehen, schickte sie nach
Linz, und dort trat sie in mehreren Gast-
rollen auf, worauf sie einem Rufe nach
Prag folgte, wo sie ein glänzendes Enga»
gement abschloß. Diese Stadt war es
auch, in welcher sie ihre künstlerische Aus»
bildung wesentlich vervollständigte. Nun
nahm sie einen Antrag nach Gratz an,
wo sie auch bald in die Gunst des Publi»
cums sich hineinsang. Dort hörte sie
Herr von Malor t ie , damals Inten»
dant des Hoftheaters in Hannover, und
lud sie zu einem Gastspiel auf seiner
Bühne ein. 1832 kam sie der Einladung
nach, sie sang den Oskar im „Masken»
ball" und die Zerline in „Fra Dia«
volo" mit solchem Erfolg, daß sie sofort
engagirt wurde. Daselbst blieb sie bis
Jänner 1834, wo sie einem Rufe nach
Dresden folgte. Ihre späteren Schicksale
sind uns unbekannt. I n den Bühnen»
almanachen erscheint eine Z engraf noch
in den Sechziger»Iahren auf ungarischen
Bühnen, in Lugos, Preßburg und an«
deren Städten. Die Glanzrollen unserer
Sängerin in der Oper und Operette
waren außer den schon genannten: Zi-
garetta in „Indra", Zerl ine in
„Don Juan", Guste in „Guten Mor-
gen, Herr Fischer", Rosl in „Der Ver-
schwender", Nandl in „Das Versprechen
hinterm Herd", Jenny in „Die weiße
Dame", Page in „Die Huguenotten",
Johann von Par is in der gleich-
namigen Oper u. a.
I l lust r i r te Zeitung (Leipzig. I . I . Neber,
kl. Fol.) l853. Nr. 346. — Das große
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon