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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 319 -
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Zeni) Fortunat Vincenz 319 Zeni, Forwnat Vincenz Original in das Ferdinandeum zu Inns- brück kam. Um 18l 3 treffen wir Zeni in BreScia, wo er auch mehrere Bildnisse in Oel malte. Sein Tod erfolgte nach kaum 48stündiger Krankheit, so daß der Verdacht einer Vergiftung rege ward. doch scheint es^wahrscheinlicher, daß der Künstler einer damals epidemisch Herr» schenden Entzündungskrankheit zum Opfer fiel. Hfa?-coö?-uni ^ . O ^ . Noti-is intoi-no ai pit- tori liartolomso 6 vomenioo Xeni. Manu« script im Ferdinandeum zu Innsbruck be< findliH. Einen Auszug daraus verdanke ich drr Freundlichkeit des Herrn (Justos Fisch« naler. dem ich hier öffentlich meinen Dank für seine Liebenswürdigkeit ausspreche. — Nagler (G. K. Di-.). Neues allgemeines Künstler» Lerikon (München. E. A. Fleisch« mann. gr. 8".) Bd. XXI I (l832), S. 260. Zeni, Fortunat Vincenz (Alter- thumsforscher und Sammler, geb. zu Roveredo 12. Jänner 18l9, gest. daselbst 18. Februar 1879). Ein Sohn Simon Zeni's aus dessen Ehe mit Elisabeth Marzäni . Früh verlor er seinen Vater, besuchte 1828—1831 die Normalschule in Roveredo, 1832—1833 die vier Grammaticalclafsen und erwarb sich durch Stundengeben seinen Lebens- unterhalt. Seinen Studien lag er mit so glänzendem Erfolge ob, daß ihn Kreis» hauptmann Graf Bub na, als derselbe von Roveredo nach Ungarisch-Hradisch in Mähren übersetzt wurde, als Lehrer seiner Kinder mitnahm. Daselbst been« dete er bis 1837 die beiden Humanitäts» clafsen. Eine weitere Fortsetzung seiner Studien aber gestatteten ihm die Ver» haltnifse nicht, und heimgekehrt wendete er sich dem Handelsgeschäfte zu und diente bis 1860 bei verschiedenen Firmen, bildete sich jedoch aus eigener Neigung in Sprachen, Geschichte und Literatur der verschiedenen Völker emsig weiter. Nun regte sich auch sein Sammeleifer, in welchem er freilich mit Gegenständen minderer Wichtigkeit begann, die aber doch später einige Bedeutung gewannen, so verlegte er sich auf Briefmarken, Theaterzettel der Roveredaner Bühne seit deren Gründung, und Todesanzeigen, die einzigen Documente, welcbe die Zeit des Hinscheidens berühmter und un- berühmter Menschen feststellen. Bald ging er aber zu den Schätzen der Natur über, zu Steinen, Pflanzen und Thieren, vornehmlich Koleopteren, von welchen er bald die reichste Sammlung besaß, und über welche er seine Beobachtungen An» deren, so dem ?. Vincenz Gr edler, einem der eifrigsten Entomologen Tirols, mittheilte. Schon war sein Ruf als Forscher und Sammler so gediehen, daß ihn die Akademie von Roveredo 1831 zu ihrem Mitgliede erwählte und 1833 der Wiener zoologisch-botanische Verein ein Gleiches that. Aber Zeni beschränkte sich nicht bloß auf Sammeln, er ver> einigte auch bald gleichgestimmte Jung» linge um sich, mit denen ei systematisch seine Forschungen betrieb, und in diesen Zusammenkünften wurzeln die Anfänge des städtischen Museums von Roveredo, welches am 18. November 1833 eröffnet wurde und ausschließlich als seine Schöpfung zu betrachten ist. Längst ein Freund und Sammler von Büchern, wurde er 1839 zum Vicebibliothekar der Stadtbibliothek zu Roveredo er» nannt, Aber nicht lange erfreute er sich dieser ihm zusagenden Stellung. Am 24. Juni 1860 ward er verhaftet und nach Znaim in Mähren internirt. Von seinem Biographen wird die Ursache seiner Entfernung aus Roveredo verschwiegen, die wohl in politischen Motiven zu suchen ist. Nach einjähriger Internirung kehrte er am 26. Juni 1861 zu den Seinen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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