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Zerdahelyi (Adelsfamilie) 337 Zerffi
Capitels und Vorstand der Neusohler Diö>
cese, in welcher Eigenschaft er auch starb.
Von ihm führt die Vidliotkscg.
niang. die Schrift an:
(Vaoii I^pls ä.nt. Oottlied, l'oi.). —
Ein Vetter Gabr ie ls , Lorew (geb.
3. August !793), ein Sohn des Ladis-
laus, war Poet, dessen „NsT-seä« ^8l8
erschienen sind. Sein Enkel ist eben der
vorerwähnte Emmerich Franz. —
Eines VincM Zerda hely i's Bildniß im
Holzschnitt bringt das ungarische illu»
strirte Blatt ^^l2.^21-01-82^3 68 n a ^
viläss" 1866, 3tr. 14. Wir konnten leider
nicht in den Besitz dieser Nummer gelan-
gen. Ob er mit dem Z e r d a h e l y i
I n c z e , welcher 1861 Vicegespan und
1863 Deputirter des ungarischen Reichs-
tages war und ein Sohn des oben ge>
nannten Poeten Lorenz ist, dessen Ivan
Nagy in seinem „^2,^/2505523.^ 052.I2-
äai" Bd. XI I , S. 360 gedenkt, identisch
sei, können wir nicht feststellen wegen
der Verschiedenheit der Taufnamen, denn
Vincze heißt Vincenz und Incze
Innocenz. Die Zerdahelyi sind
nicht zu verwechseln mit den namens-
verwandten Szerdahelyi , deren meh-
rerer im XI. I I . Bande dieses Werkes
S. 130—136 gedacht wird. Ein Zu-
sammenhang der im oberwähnten
„Taschenbuch der Adels- und Ritter»
geschleckter", in dem I. und V. Jahr»
gange (1870 und 1880) aufgeführten
Familie Zerdahelyi von Nyitra»
Zerdahelyi , deren Wappen: in Blau
eine geharnischte Hand, rechts oben die
Sonne, links den Mond zeigt, und
welche mit der von Nagy als schon
langst erloschen bezeichneten Familie Zer»
dahelyi identisch ist, mit der obigen
von uns näher beschriebenen läßt sich
nicht ermitteln.
v. Wurzbach, biogr. 3enknn. I^IX. fGedr insi'skke! 62 N6in2elcrsu,6i tädläkka,!, d. i.
Die Familien Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pestb t865. M. Räth, gr. 8".)
Bd. XII, S. 353 — 360. — ÄlsmoriK
Ler. 8".) I». l?2.
Zerffi, Gustav (Journalist, geb.
in Ungarn um 1820). Er heißt eigent»
lich Hirsch und ist seiner Confession
nach Jude. Wann er den Namen Zerf f i
angenommen hat, läßt sich nicht mit Be-
stimmtheit angeben, wann und wo er
Doctor (Dr. der Medicin?) geworden,
wissen wir nicht. Ob er mit jenem Zerff i
in verwandtschaftlicher Beziehung steht,
der bereits 1820 in Gemeinschaft mit
einem gewissen H a b e r m a n n den
„Vaterländischen Almanach von Ungarn
für 1821" (Pesth) herausgegeben, über
welchen die wissenschaftlichen Nachrichten
n^liäoniI.^08 <3^ü '^t6iri6n7'" IV. Jahr»
gang (1821) S. 8o Näheres mittheilen,
ist uns auch nicht bekannt. I n Rede
Stehender nahm aber nicht, wie die
unten verzeichneten Quellen melden, erst
1848 diesen Namen an, denn schon 1844
erschienen von ihm bei Iasper in Wien
„Wiener Lichtbilder und Schattenspiele", mit
12 Caricaturen. Wahrscheinlich ist er
auch der Verfasser des Werkes .Runter,
bunt", 2 Theile (Leipzig 1846, Hunger,
8".). Jedoch machten nicht diese Schrif.
ten, sondern das Journal „Der Ungar",
welches 1848 durch seine maßlosen
Schmähungen gegen die Deutschen und
gegen das Kaiserhaus im Reigen der
Schandblätter in Ungarn eine hervor»
ragende Rolle spielt, und an dessen Spitze
er sich als Redacteur zeichnete, ihn in
weiteren Kreisen bekannt. Im Bunde
mit anderen catilinarischen Existenzen,
wie Csernatoni , Stanci tS, Za>
27. Juli l890.) 22
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon