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Zeyk, Daniel 337 Zeyk, Joseph
blüht noch in seinem Ururenkel Alexander!
zur Stunde fort. Die Nachkommenschaft des!
ältesten Sohnes Moses theilte sich wieder,
in mehrere Zweige, welche zum Theil er> !
loschen, zum Theil noch zur Stunde blühen, !
wie dies aus der Stammtafel ersichtlich ist. !
— Die Zeyk finden wir wiederholt in
öffentlichen Aemtern, theils als Obergespane,
theils als Gerichtsbeamte und im Landtag
als Abgeordnete thätig. Im Jahre 1848
schloß die Familie sich entschieden der Kos»
suth'schen Rebellion an. Im Staatsdienst that
sich ebenso durch seine Tüchtigkeit, wie durch
seine Loyalität Daniel Zeyk heroor, dessen
ausführliche Biographie wir 3, 3:>4 brachten.
Einiger Sprossen geschieht weiter unten in
Kürze Erwähnung. Was die Frauen des
Hauses betrifft, so wählten sowohl die Söbne
desselben sich ihre Gattinen aus hohen Fa> !
milien, wie deren Töchter in solche heira' !
teten, und wir finden unter den Namen die j
Familien Balassa, Iosika, Kendeffy.!
Toldolaghy, K e m s n y. Vay. vornehm< !
lich aber die Teleki. in deren Familie die!
Zeyk zu öfteren Malen geheiratet. l^.Va^ >
Familien Ungarns mit Wappen und Stamm»
tafeln (Pesth 4860. Moriz Räth. 8°.) Bd. X I I ,
S. 363 - 368.1
I I . Einige denkwürdige Sprossen dcr Familie
Zeyk. 4, Eines Albert Zeyk. den wir auf
unserer Stammtafel nach den uns zu Grbote
stehenden Quellen nirgends unterbringen
konnten, wird in Kertbeny's unten ge-
nannter Schrift gedacht. Er schloß sich im
Jahre 4848 der Rebellion an, wurde Hono«d»
hauptmann und zahlte 4849 zu den Komorner
Kapitulanten. Nach niedergeworfenem Auf»
stände verließ er die Heimat, ging über Hain»
bürg nach London, 4834 nach Amerika, von
dort 4860 wieder nach London und von da
nach Brüssel. 4862 fungirte er als südameri»
kanischer Consul zu Tarent in Italien. Kert»
beny bemerkt, daß Albert Zeyk sich in
Brüssel für einen Grafen Be th len aus»
gegeben habe. I^Kertbeny (K. M.). Die
Ungarn im Auslande. I. Namensliste un<
garischer Emigration seit 4849. 2000 Num»
mern mit biographischem Signalement (Brüssel
und Leipzig 4864, Kießling und Comp., 8".)
S. 78, Nr. 4934.^ — 2. Daniel (geb. um
4770. Todesjahr unbekannt) war der einzige
Sohn des gleichnamigen denkwürdigen Prä» sidenten der siebenbürgischen Landgerichts»
tafel sS. 334^ aus dessen Ehe mir Varbara
(Kräsin Telelii. Vtitglied des siebenbürqischen
Landtages, zählte er 4823 mit Simon Baron
Kemeny. Nk'las Grafen Kem6ny und
noch einigen hervorragenden Deputirten zur
Opposition, doch weniger um das Wohl der
Siebenbürger Sachsen, die schon damals
manchen Druck der ungarischen Partei zu er»
leiden hatten, zu fördern, als um Front
gegen den Hof und dessen Drgane zu
machen und uni den wiedcrerstarkenden Ka»
tholicismus, der, unterstützt uon Erchischof
Nudnay. sein Haupt zu erheben deaann.
nach Kräften bintanzubalten. Er war auch
nach Michael Szskely's Tode Ccmdidat der
Präsesstelle der siebenbürgiscben Gerichts»
tafcl. Aus seiner C'he mit Aalhariua Vaz> ent«
stammen die Sühne Kar l , Ioseph. Domi«
nik. Daniel und Nicolauö. ^Frieden»
fels (Eugen von). Joseph Bedeus von
Scharberg. Beiträge zur Zeitgeschichte Sieben»
bürgens im neunzehnten Jahrhunderte (Wien
4876, Braumüller gr. 8".) Bd. I , S. 29.
53. 80; Bd. I I , S. 245) — 3. Dominik,
ein Sohn Daniels aus dessen Ede mit
Kathar ina Vay, schloß sich 4845 der Re-
bellion an, trat in die Hov^darmee und fiel
bei Schäßburg (ZsgeLvui-) in Siebenbürgen
nm 30. Juli 4849. sltc» nvö ä > ^.Iduin
(Pesth 4868). Von Karl Szathmäry/I. —
4. Johann (geb. 478«. gest. 9. Februar
4860). ein Sohn des Alerius Zrnk aus
dessrn C'he nnt Anna Domokos, Kert '
beny ,zählt ihn in seinem „Aldum hundert
ungarischer Dichter" (Dresden und Pesth
4834, 42".) S. 338 unter den epischen Poeien
Ungarns auf. sOrä^äzo» llu.3^ K6i>63
naVtll i- (Pesth 4864) Bd. I, S. 337.
d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen
und Stammtafeln (Pesth 4863, M. Räth.
gr. 8".) Bd. X I I , S. 367.^ — ä. Joseph
(geb. 30. November 4803. gest. 24. Septem»
ber 4852). Ein Sohn Danie ls aus dessen
Ehe mit Katharina Vay. war er 4843
Abgeordneter im Si.ebenbürger Landtage, in
welchem er zu den gemäßigten Liberalen ge»
hörte und einige Zeit auch als Protokoll.»
führer fungirte. Als dann der Landtag am
4 4. Mai 4844 seine Sitzungen schloß und
Dominik Graf Teleki den Auftrag erhielt,
aus den Verhandlungen die Materialien zu
einem Urbarium zu verarbeiten, fiel Joseph
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Band 59
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Wurmser-Zhuber
- Band
- 59
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1890
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 428
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon