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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Band 59
Seite - 363 -
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Zhuber Edler von Okrug, Johann Zß3 Zhuber Edler von Gkrug^ Johann rechtes Buch im rothen golden umsäumten Einbande mit einwärts gerichtetem goldenen Tcknitt und Tchließe. auf welchem eine Eule steht. Die Helm decken sind zur Rechten schwarz, zur Zinken roth. insgesammt mit Gold unterlegt. Devise: Unter dem Schilde verbreitet sich ein goldenes Band mit der Deuise: ^.cci^sre tempora, non tacere in schwarzer Lapidcnschrift. Zhuber Edler von Okrog, Johann (Arzt, geb. zu Gaber je in Unterkrain am 8. December 1790, gest. in Laib ach am 26. Februar 1863). Er machte seine medicinischen Studien auf der Nniver» sitat in Wien, wo er am 11. März 1816 das Doctordiplom erwarb, worauf er sich in Laibach als ausübender Arzt niederließ und daselbst sogleich als unent geltlicher Assistent im Civilspital und als Supplent der theoretischen und prak- tischen Lehrkanzel der Medicin, wie auch als ordinirender Arzt im Arresthause in Verwendung genommen und am 11. De» cember 1816 zum Assistenten der medici» nifchen Klinik decretirt wurde. Am 22. Juli 18l7 ward ihm die Kreisarzt- stelle vertretungsweise anvertraut und am l3. October 1819 die Lehrkanzel der theoretischen und praktischen Medicin am Lyceum verliehen. Am 22. November 183l zum Director der Laibacher Wohl' thatigkeitsanstalten ernannt, widmete er sich dem öffentlichen Dienste in seinem Berufe durch fast ein halbes Jahrhundert bis zu seiner am 13. December 1862 erfolgten Versetzung in den Ruhestand. Schon am 22. April 1833 erhielt er in Würdigung seiner Verdienste in seinem Berufe als Arzt und Lehrer das goldene Verdienstkreuz mit der Krone und wenige Tage vor seinem Tode mit ah. Ent» schließung vom 17. Jänner 1863 den Adelstand mit dem Pradicate von Okräg. Auch wurde er von König Friedrich August von Sachsen, wel> cher am 23. Juli 1837 auf der Rückreise aus Toscana schwer krank in Laiback ankam, in Anerkennung der erfolgreichen ärztlichen Behandlung mit dem sächsischen Civil »Verdienstorden decorirt. Noch er- freute er sich mannigfaltiger Auszeich» nungen. Die krainische Landwirthschafts' gesellschaft erwählte ihn am 3. Mai 1830 zum wirklichen Mitgliede, auch war er Mitglied der Armeninstitutscommission, der philharmonischen Gesellschaft und des historischen Vereines. Im Jahre 1843 wurde er Gemeindeausschußrath und wirkte von jener Zeit bis 1864 als Aus- schuß> oder Gemeinderath' bei der Stadt» vorstehung mit dem ersprießlichsten Er- folge; als er aber bei der Abnahme seiner physischen Kräfte seine Gemeinde- rathsstelle aufgeben mußte, ward er am 12. August 1864 in Anerkennung seiner großen Verdienste um die Stadtgemeinde Laibach mit einhelligem Beschlusse in die Reihe der Ehrenbürger aufgenommen. Die krainische Sparcaffe hatte ihn schon 1828 zum Mitgliede, 1838 zum Curator, 1834 zum Obervorsteher-Stellvertreter und 1863 zum Obervorsteher erwählt, und weihte er folglich durch 36 Jahre seine Kräfte diesem vaterländischen In- stitute, für welches er vorzüglich in, seiner letzten Eigenschaft als Obervorfteher manche zweckmäßige Maßregel traf. Ein Nachruf nennt ihn einen Mann geraden Sinnes, einen ausgeprägten Charakter, der sowohl am Krankenbette als cun Rathstische mit Rath und That half. Dr. Zhuber war ein freisinniger, con> stitutionell gesinnter Großösterkeicher und voll der besten, aufrichtigsten Wünsche für sein engeres Vaterland Krain. Wiener Zeitung, 186ö, Nr. 49. S. 614; „Dr. Johann uon Zhuder. Nekrolog von Dr. H.(einrich) üosta" (Laidach o. I. I. v. Kleinmayr. l2".).
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Band 59
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Wurmser-Zhuber
Band
59
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1890
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
428
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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