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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Zichy-Zyka, Band 60
Seite - 279 -
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^ Adolf 279 Zsigmondy, Wilhelm Dr. Sch u h in Wien ernannt, blieb er vier Jahre in dieser Stellung, wurde 5848 Primararzt des Strafhauses und war zugleich während und nach der Belage» rung von Wien als Chefarzt des Ver> wundeten-Nothspitals „Augarten" tha- tig. Nach der 1836 erfolgten Auflösung des Strafhauses kam er in das allge» meine Krankenhaus, in welchem er die erste chirurgische Abtheilung als Primär» arzt bis zu seinem Tode leitete. Mit einem umfangreichen und vielseitigen Wiffen ausgestattet, widmete er die Muße seines ärztlichen Berufes mit großer Vor» liebe dem Studium der in ungeahnter Mannigfaltigkeit und Fülle sich ent» wickelnden Naturwissenschaften. Er hat sich um die Verbreitung der galvano- kaustischen Operationsmethode, namens lich um deren Einführung in Wien ver- dient gemqcht. Seine eigenen Ersah» rungen in dieser Methode veröffentlichte er mit Rücksicht auf Middeldorpf's Galvanokaustik in einer eigenen Schrift: ^ Nie glllllllnakllnztische GptrlltillN5Nethllde" (Wien 1860, 8^.). Infolge einer 1833 erlittenen schweren Fußverlehung, die ihn viele Monate ans Bett fesselte und ihm auch spätere Jahre hindurch nur einen beschränkten Gebrauch seiner Füße ge- stattete, war er genöthigt, seiner Privat- praxis eine andere Richtung zu geben, 'die es zuließ, daß er mehr im Zimmer bleiben konnte. Er wählte die Zahnheil' künde, habilitirte sich 1868 als Privat- docent in derselben und galt bald als der erste Zahnarzt Wiens. Eine von ihm erfundene Methode des Gyvsverbandes, von ihm als „Gyvssack" bezeichnet, beschrieb er in mehreren Aufsätzen der „Allgemeinen Wiener medicinischen Zei« tung" (1876), und überhaupt erschien von ihm in der Vierteljahrsschrift für Zahnheilkunde und in den „Mittheilungen des Wiener medicinischen Collegiums" in den Siebziger-Iahren eine Reihe inftruc- tiver zahnärztlicher Abhandlungen. Sonst gab er außer seiner Inauguraldisserta- tion: (Wien 1840, 8".) nach» folgende Schriften heraus: „Nil schwnZz- lmrkeit kes Kalten Goliilg und dns Plllwbiren mit Uryztllllglllb" (Wien 1860^ 8^.) und „Tkker eine nene hllwllnischl Natterit iür Zahn- ürsie" (Wien 1860, 8".). Nocl, sind anzuführen: 1. Emi l Zsigmondy (geb. 186t, verunglückt bei einer Berg» besteigung 6. August 1883), welcher bereits Doctor war und in den österreichischen Touristenreisen als einer der eifrigsten und gewandtesten Bergsteiger galt. Er wurde ein Opfer seiner Leidenschaft, deren Gefährlichkeit Niemand so gut kannte als eben er, der das Werk «Die Gefahren der Alpen, praktische Winke für Bergsteiger" (Leipzig 1883) wenige Tage vor seinem letzten Aufstieg heraus» gegeben. Er hatte denselben mit feinem Bru< der Otto unternommen, und zwar an den Südwänden des Pic de la Mrije in der Dauphins. Der Absturz erfolgte in einer 2600 Fuß tiefen Schlucht, aus welcher die Leiche drei Tage später nach St. Chnftofte le Oisans gebracht wurde, wo am 1l. August die Begräbnißfeier stattfand. Im folgenden Jahre beschloß der österreichische Alpenclub den in den Zillerthaler Alpen gelegenen bis» her als „Feldkopf" (3«8t Meter) bezeichneten Gipfel, welcher von den Brüdern Em i l und Ot to Zs igmondy 1879 zum ersten Male erstiegen wurde, Zsigmondy'Spitze zu nennen, zu welcher Namensänderung die Direction des militär > geographischen Insti» tuts, sowie die Präsidien des österreichischen und deutschen Alpenvereins und des österrei. chischen Alpenclubö ihre Zustimmung gaben. ^Allgemeine Zeitung (München. Cotta) t2. August 4883. Nr. 222. V. 3262: „Ver. unglückter Tourist". — Dieselbe> 2H. August t88Z. Nr. 230. S. 3333: Mien, l?. August". — Ueber Land und Meer. 55. Bd. t885/86. Nr. l. S. 19. — Neueste Nach» richten (München) ltt. Juni 1886, Nr. 161.) — 2. Wilhelm Zsigmondy, der als Geolog bekannt ist, gab das Werk
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Zichy-Zyka, Band 60
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Zichy-Zyka
Band
60
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1891
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
430
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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