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iivkovic, Johann 282 Zsoldos, Ignaz von
Klimo für das theologische Lehramt
ausgewählt, erlangte er zunächst die phi-
losophische, dann die theologische Doctor-
würde, kehrte 1774 in feine Diöcese
zurück, wurde 1778 Professor der Dog-
matik am Lyceum zu Füufkirchen und
wirkte 1785—1790 in gleicher Eigen»
schaft an den Oeneral-Seminarien zu
Agram und Pesth. Nach Aufhebung
dieser beiden Anstalten kam er wieder an
das Lyceum in Fünfkirchen, wo er bis
1806 in seinem Lehramte thätig blieb
und auch seine Ernennung zum Cano«
nicus des Domcapitels erfolgte. Außer
seiner theologischen Inauguraldisserta.
tion 5^!)s <5H?lsiS?l??'H T'SVS^H^oTl.is <SlVl»
«as" (1773) gab er durch den. Druck
o^jAoHonae ^s/lHslonl's" (1789 — 1794,
2. Aufl. 1803)' — ferner von Carlo
Lesley's Werk die lateinische Ueber,
setzung „UStkoäus t)rov1» 6t tac:il.i3
contra QoistHL" (Pesth 1777) und
mehrere zuerst in illyrifcher Sprache von
ihm gehaltene Predigten auf die Sonn-
und Feiertage gleichfalls in lateinischer
Uebertragung (1774). Ueber die Ursache
des gewaltsamen Todes, dnn er im
Alter von 63 Jahren zum Opfer fiel —
wahrscheinlich ein Raubmord — sind wir
nicht unterrichtet.
1335, 4«.) S. 129. 173.
Zsivkovics, siehe: iivkovic d^iesen
Band S. 188 u. f.^.
Als Nachtrag zu den Quellen über Io»
hann iivkovtt, S. 189, Nr. 1:
Allgemeine Zei tung. t8?3. Nr. 246:
„Oesterreichische Monarchie. Agram 30. Aug."
— Dieselbe, 1886. 6. und 7. Mai, Nr. 125
und 126 erster Leitartikel: „Ungarn und
Croatien I und I I " . Ueber Theophan iitlkotlic, S. 189,
Nr. 4:
Neue Freie Presse (Wien) 30. April 1875.
Nr. 3833: „Agram 28. April". — Die»
selbe. 29. April 1873: „Wien 28. April:
Ein weißer Rabe" ^der merkwürdige Hirten-
brief. der, sich aller Einmischung in weltliche
Dinge enthaltend, ein strenges Urtheil über
den Clerus seiner Diöcese fällt).
Zsoldos, Ignaz von (magyarischer
Rechtsgelehrter,. Fachschrift siel»
ler und Landtagsdeputirter, geb.
zu Papa im Veszprömer Comitate am
24. Juli 1803, war 1883 noch am
Leben). Der Vater ist der Veszprömer
Arzt Johann Zsoldos (geb. 1767,
gest. 1832), der durch die Preisschrift:
oortioiä Nus Ooti'ni oum
i 1815) in medicinischen
Kreisen bekannt geworden und auch sonst
noch mehrere ungarische Fachschriften,
unter anderen „Der Frauenarzt" (1800),
— eine „Vjatstiea.") welche mehrere
Auflagen erlebte, — eine „
rsi 83.ni.tg.tis in Uu.nAg.ri
. I ad a. 1636—1848
g^a 1819) und eine Abhandlung über
die Cholera (1831) geschrieben und sich
als Arzt eines ausgezeichneten Rufes
im Kreise seiner Wirksamkeit erfreut hat.
Die Mutter Therese ist eine gebo«
rene E6ry. Der Sohn Ignaz machte
seine Studien in P^pa, Preßburg, jenes
der Rechte in Preßburg und Wien und
trat als Rechtspraktikant zu Veszpräm
an der Seite des berühmten Proto«
notars Szent.Kiräly i ins öffentliche
Leben. Nachdem er 1826 die Advocaten-
prüfung abgelegt hatte, wurde er Vice-
notar des Veszpr6mer, 1827 Unterstützt-
richter und 1832 Oberstuhlrichter des
Päpaer, 1834 Obernotar des Veszprömer
Comitates, welches ihn 1843 als Ab«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Band 60
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Zichy-Zyka
- Band
- 60
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 430
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon