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) Ignaz von 283 Zsoldss (Adelsfanlilie)
geordneten in den Landtag zu Prehburg
entsendete, wo er zuletzt als Actuar
mehrerer Comitate, thätig war. 4846
als Richter an das Pesther Wechselaericht
berufen, wurde er 4848 vom' Palatin
zum Vicepräsidenten desselben Gerichtes
ernannt, von der Revolutionspartei aber,
deren revolutionärem Gebaren sr Wider-
stand entgegensetzte, bald von seinem Amte
suspendirt. Ende September desselben
Jahres ging er als Vertrauensmann
nach Wien, wo er das österreichische
Civilgesetzbuch ins Magyarische übertrug
und mit der Correctur, un'o Prüfung der
Nebersetzungen für das Regierungsblatt
betraut wurde. 1830 erfolgte seine Er
nennung zum Hofrathe beim Appella
tionsgerichte ungarischer Section. Zu
letzt ward er zum Senatspräsidenten
der oberstgerichtlichen Abtheilung der
königlich ungarischen Curie befördert
und als solcher für seine Verdienste 1874
mit dem Ritterkreuze des königlich unga
rischen St. Stephans-Ordens ausgezeich
net. ZsoldoS war auch in seinem Fache
schriftstellerisch thätig und wurde für
seine Schrift über Volkserziehung zum
correspondirenden, für eine zweite über
allgemeine Sicherheit zum wirklichen Mit«
gliede der ungarischen Akademie der
Wissenschaften der philosophisch-social-
wiffenschaftl.'histor. Classe ernannt. Die
Titel seiner übrigen Schriften sind:
„Z/slAa^a.", d. i. Der Lebensberuf
(Papa 1838)', — »I^s«s?-iö e^ö/as
tu^oma^", d. i. Populäre Moralwiffew
schaft (Ofen 1840); — „^ s2otzaöz>6i
/ttvala^, d. i. Das Stuhlrichteramt
(Päpa 4848; 4. Aufl. 1366); -
„^ 4 nta^a?- V^o-tö>V^z<", d. i. Das
ungarische Wechselgefetz (Pefth 1847);
— „ö^Va^äF", d. i. Das Erblöse.
geld (ebd.); — »^ 4 iwa^a?' msHsi s^??,c?-
d. i. Ungarisches Feld- Polizeigesetz (ebd. l834); — „I,.
) d. i. Das Buch
Seneca's über die Gemüthsverfaffung
(ebd. 1862, 80.). Kleinere Abhandlun.
gen, z. B. von den Richtern und Ge«
richtsbarkeiten — über die Todesstrafe
— über den Ehescheidungsproceß, Recen.
sionen und Anzeigen rechtswiffenschaft'
licher Werke sind von ihm im „H.tke-
H2.6ÜN") ^iHrsülkoHä" und anderen
Fachzeitschriften erschienen. I g n a z
Zsoldos war mit E l isabeth
So äs vermalt, welche ihm nur zwei
Töchter, Ida vermalte Titus Sär»
közy und Emilie (geb. 1333, gest.
7. Mai 1866) vermalte Johann Gen-
csy gebar.
(Quellen über den Vater J o h a n n Zso ldos - .
OrvoLi I l l r , t832» S. 199. 28t. —
F-innHssi l^ oess/) (Vater und Sohn). Nidli<-
M2t^ o8oo3 (Budapefth t87s. i".) 2>p^ 36l!
und 867
Elnellen über den Sohn Ignaz Zsoldos:
<3o25e5, d^i. Ungarische Schriftsteller.
lung von Lebensbeschreibungen. Von Iacub
Ferenczy und Joseph Danielik (Pesth
l336, Gustav Emich, 8".) Bd. i, S. 630. —
Croquis aus Ungarn (Leipzig l813.
O. Wigano. kl. 8«.) Bd. I, S. 16l; Bd. I l ,
S. li>2. — DF?p!ö, d. i. Der Beobachter
(Budapefth) Bd. I I I (lL?7) §. Heft. —
Die FanMen Ungarns mit Wappen und
Stammtafeln (Pesth tS6Z,W. Räth, gr. 8«.)
Bd. X I I , S. 455.
Die Adtl^famiUe Asold«. Die Zso ldoö ,
welche man auch S o l d o s geschrieben
findet, sind eine königstreue jüngere magya»
rische Adetsfamilie, deren Stammregifter bis
in die erste Hälfte des t7. Jahrhunderts
zurückreicht, in welchem Mar t i n Zsol»
dos vom Kaiser Ferdinand I I I . am
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Band 60
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Zichy-Zyka
- Band
- 60
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 430
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon