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Zubrzicki 292 Zubriycki
bibliographischen Seltenheiten. Aber auch
auf dramatischem Gebiete versuchte er
sich, und wir kennen von ihm: „(hocea
swalHa", d i. Die Tante als Braut«
werberin, Lustspiel in 1 Act (Krakau
l86l); — «/)lo^ ^a«sHi", d. i. Der
Herrenhof, Drama in 3 Acten (Posen
1839); — „NHma^, d. i. Die Scri-
benten, dramatisches Bild in 1 Act
(1863); — „Hs<5M26s?nH", d. i. Der
Gcwerbsmann, Lustspiel in 4 Acten
sKrakau 4861). Außerdem schrieb er eine
Reihe humoristischer Gemälde, geschöpft
aus der Physiognomie des gesellschaft»
lichen Lebens der Stadt Krakau, welche
aber nicht gedruckt worden sind. Um die
Mitte der Sechziger»Iahre, damals etwa
67 Jahre alt, war Zubowski noch am
Leben.
Zubrzicki, Cornel Ritter von (k. k.
Generalmajor, geb. zu Grodek in
Galizien 13. September 1816). Er trat
im October 1828 in die Wiener»Neu»
städter Akademie zur militärischen Aus-
bildung, ging aus dieser 1836 als Fähn»
rich zu Fürstenwärther>Infanterie Nr. 36
und rückte stufenweise bis 1831 zum
Hauptmann erster Classe im Regimente
vor. 1333 kam er als solcher zu Ielaciä«
Infanterie Nr. 46, 1839 als Major zu
Liechrenftein.Infänterie Nr. 3, in gleicher
Eigenschaft 1860 zu dem neu errichteten
Infanterie'Regimenr Erzherzog Ludwig
Victor Nr. 63, in welchem er 1866 zum
Oberstlieutenant befördert ward. Am
28. October 1868 wurde er Oberst und
Regimentscommandant bei Gondrecourt'
Infanterie Nr. 33, aus welcher er später
als Generalmajor in den Ruhestand
übertrat. In diese langjährige Dienstzeit
fallen seine Verwendung 1843—1847
als Lehrer in der Cadetenschule und
mehrere ausgezeichnete Waffenthaten in den italienischen Feldzügen 1848 und
1849 und 1866. Im Feldzuge 1848
befand er sich anfangs im Corps des
Feldzeugmeisters Nugent und spater in
jenem des Feldmarschall « Lieutenants
d'Aspre. Bei St. Giustina 23. Juli
1848 hatte er seinen ersten Ehrentag,
indem er der erste in die feindlichen Ver-
schanzungen- eindrang. Im Feldzuge
1849 stürmte er bei Novara am 23. März
das Plateau im Rücken des Feindes,
vertheidigte sich standhaft gegen über»
legene Angriffe desselben und machte
dann den Sturm auf dic Bicocca mit.
Er nahm im Verlaufe des Feldzuges
noch Theil am Zug nach Macerata, an
der Einnahme von Ürbino und an der
Verfolgung der Gar iba ld i'schen
Schaaren gegen San Marino. Im Feld-
zug 1866 zeichnete er sich wieder am
18. Juli in der Schlacht bei Custozza so
aus. daß ihm dafür die ah. Anerkennung
zutheil wurde. Für seine früheren Waffen»
thaten erhielt er das Militär-Verdienst-
kreuz und am 28. October 1866 den
Orden der eisernen Krone dritter Classe,
beide mit der Kriegsdecoration, außer-
dem Orden von Rußland, Persien und
Italien.
Thür heim (Andreas Graf). Gedenkblätter
aus der Kriegsgeschichte der k. k. österreichisch«
ungarischen Armee (Wierl und Teschrn l880.
Prochaska. Zer. 8".) Band I, Seite 390.
Jahr l848 und i849; S. 440, Jahr l866.
Zubrzycki, DWnys (Geschichts-
schoeiber, geb. im Dorfe Batia-
tycze im 2ötkiewer Kreise Galiziens
1777, gest. in Zemberg am 16. Jänner
1862), Nachdem er das Gymnasium in
Leinberg 1793 beendet hatte, trat er in
städtische Dienste, und zwar beim Magi«
strat von Brzozäw im Sanoker Kreise.
Dort wurde er zum Stadtsyndicus be>
fördert und vom Magistrat zum Vor«
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Band 60
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Zichy-Zyka
- Band
- 60
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 430
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon