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Zuckermandl 298 Zudeniga
Zucker's Ansichten nicht die Ueberzeu-
gungen des öechischen Volkes ausdrücken.
In seinem Fache als Rechtsgelehrter
schriftstellerisch thätig, gab er unter An»
derem heraus: „skiz;e zn einer Monllgraphie
der Ämtzueckrrchen. l. Abtheilung. Neuer die
Stellung der sogenannten Amtzurrdrechen im
sqzteme des besonderell Gheiles dez Ztrak-
richtls" (Prag 4870, Dommicus, gr. 8^.).
Allgemeine Zeitung (München, Cotta. 4".)
3. October 4889. Abendblatt. Nr. 27«.
S. 4147: ..Aus Oesterreich 4. October" e^r»
öriert kurz und bündig die böhmische Krö»
nungsfrage, welche seit 1861 die Gemüther
der 6'echen erregt^.
Ein Dr. Leo Ary Zucker ist praktischer Arzt
in Brody und beschäftigt sich nebenbei mit
dramatischer Poesie. Er hat „Eine Thron«
besteigung. Dramatisches Gedicht in 5 Auf-
zügen" (Wien 13K6 im Selbstverläge, 8".)
herausgegeben, welches den Conflict'Peters
des Großen mit seiner Schwester Sophie
(l689) behandelt. Dr. Zucker hat seine
Dichtung Seiner Majestät dem Kaiser Franz
Joseph gewidmet.
ZuckerMlllldl, Samuel Moses (Rab<
biner, geb. zu Ungarisch.Brod am
23. April 4837). In Rede Stehender,
deffen Vater und Großvater Rabbinats-
afsefsoren in Nngarisch»Brod waren, er«
hielt den Unterricht im Talmud von
seinem Vater, ging dann nach Leipnik,
wo er die Hochschule des Rabbiners Sa»
lomon Quetsch besuchte, und setzte seine
Studien am Gymnasium zu Nikolsburg
fort, wo. er, als Quetsch dahin berufen-
wurde, sich unter ihm hauptsächlich dem
talmudischen Studium widmete. Nach
dem Tode seines Lehrers trat er 1836 in
das in Breslau von Dr. 3. Frankel
gegründete Seminar, 1860 bezog er die
Breslauer Hochschule und hörte an der
philosophischen Facultät derselben die
Vorträge von Bernays, Branis,
Elvenich, Eberty, Grube, Hei« den heim, Ha schke und Anderen. 1862
erlangte er die philosophische Doctor-
würde und 1863 legte er die Prüfungen
aus den theologischen und anderen
wissenschaftlichen Fächern ab. Seit 1864
ift er als Rabbiner, Prediger und Reli-
gionslehrer folgeweise in Gnesen, Mär»
kisch'Friedland, Pasewalk und Trier thä-
tig. Von seinen meist talmudisch-wissen»
schaftlichen Werken kennen wir: „Nie
Orfnrter Handschrift der TaZektll, beschrieben
M geprütt" (Berlin 1877 — 1880, Ge-
schel); — „Gllsetta nllch Grfnrter nnd TViencr
Hllndschritten mit PalllllelZtellen und Dlllillnten"^
6 Lieferungen (Pasewalk 1881, Selbst-
Verlag; zwei Supplemenkhefte Trier),
die Herausgabe dieses großen Werkes
wurde dem Verfasser ermöglicht durch
Subventionen der preußischen Minister
Falk und Puttkammer, der^Nianoft
iLraäliw in Paris und der israelitischen
Allianz in Wien; — „Ner Mrner
Gll5ritll.<5llttti" (Pasewalk 1881); —
„Sprnchbnch, enthaltend biblizchc Sprüche an5
dem chebrtbuche".
Außerdem wurden meh>
rere Gelegenheitsreden und Wissenschaft»
liche Abhandlungen Zuckermandl'K
°in verschiedenen Zeitschriften gedruckt.
Auch hat er an den verschiedenen Orten
seiner Berufsthätigkeit gemeinnützige Ver»
eine gegründet und an der Forderung
humanitärer Anstalten theilgenommen.
Zuckermandl ist Ehren» und Vor-
ftandsmitglied mehrerer Vereine und Ge«
sellschaften.
Heller (Hermann). Männer der Gegenwart.
Biographisches Lexikon (Brünn 1889. Selbst,
verlag. gr. 8".) I I I . Theil: „Männer der
Wissenschaft" S. 230.
Zucoli, 3., fiehe: Zuccoli, Luigi
IS. 297, im Textes
Zudenigo, Nicolo (gelehrter Theo-
log, geb. in Cittavecchia auf der
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Band 60
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Zichy-Zyka
- Band
- 60
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 430
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon