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Zugschmerdt 301 Zugschwerdt
Sachkenntniß gearbeiteten Lehrplan
entwarf.
Ielinek (Karl vl.). Das ständisch,
polytech'
niscde Institut in Prag (Prag i856. Haase's
Söhne. 3".) S. 2l0.
Zuerkuenden, Peter (Maler, geb.
1762, gest. in Wien 8. August 1787).
Er dürfte seinem Namen nach nieder«
ländischen Ursprungs und nachdem Bel-
gien für Oesterreich verloren gegangen,
nach dem Kaiserftaate gekommen sein.
Wir wissen nichts Näheres über ihn, als
was die unten angeführte sehr dürftige
Quelle angibt: sein Geburts- und Todes-
jähr und daß er Miniaturmaler war.
Patuzzi (Alexander). Geschichte Oesterreichs
(Wien. Wenedikt. sckm. 4°.) Bd, I I , S. 345
in dem am Schlüsse besinnlichen Rückblick
von M a r i a T h e r e s i a bis auf die
Gegenwart.
Zürnich, Joseph (Maler, geb. in
Wien 20. September 1824). Er wid«
mete sich der Malerkunst und bildete sich
an der k. k. Akademie der Künste in Wien
zum Bildniß» und Thiermaler aus, als
welcher er daselbst thätig ist. Ueber
seine Arbeiten ist nichts Näheres be»
kannt.
Das geistige Wien. Künstler« und Schrift»
steller»3exikon. Von Ludw. Eisenberg und
Richard Groner (Wien ts90. Brockhausen,
br. 8°.) S. 322.
Zugschwerdt, Ioh. Bapt. (Rechts-
gelehrter, geb. zu Kaltes im Viertel
ober dem Mamchartsberg 18 l0. gest. in
Wien 3. September 1873). Sohn mi-
bemittelter Eltern, machte er die Studien
in Wien, wo er sich.an der Universität
der Rechtswissenschaft widmete und
daraus am 6. Februar 1837 denDoctor-
grad erlangte. Im October 1344 ward
er Advocat in Wien, 1849 Hofkriegsraths.!
advocat und nach Einführung des No-! tariats 1830 Notar mit dem Amtssitze
in Wien, wonach er im Februar 183 l
sein, Advocatenbefugniß zurücklegte.
Seine fachschriftstellerischen Arbeiten,
namentlich über financielle und national-
ökonomische Gegenstande lenkten die
Aufmerksamkeit auf ihn, so daß er nach
Gründung der Creditanstalt für Handel
und Gewerbe 1833 zum Verwaltungs»
rathe derselben und im folgenden Jahre
zum Verwaltungsrathe der Kaiserin Eli»
sabeth-Bahn ernannt wurde, welche Er«
Nennungen zur Folge hatten, daß er auf
sein Notariatsbefugniß verzichtete. Er
konnte dies um so leichter thun, als die
Tantiemen an dem Gewinne und die
Präsenzgelder für die Sitzungen bei
beiden Geldinstituten etwa 14.000 fi.
betrugen. Wahrend seiner Wirksamkeit
als Advocat und Notar und auch später
schrieb er mehrere fachwiffenschaftliche
Werke, deren Titel -
sind .-^Dss Nrcht be5
Fchllbrnrnahez Mi» iler GwMHnnllg, n«ch ileN
ästerrllchischell Gimtzesrhe «r5lH3N«He dar-
M M " (Wien 1837, M.), war als In-
auguraldisfertation erschienen; — «Grund-
znge kn? eine Hypothekenbank, in Gezterretch"
(ebd. 1844, 80.>; — „Nü5 NankNezm nnd
dir prillilegirte äßtenrichische AatillnMllült"
(ebd.54833); — ,Nie Wahl ein« Hypothekn-
Institutes tür Österreich" (ebd. 4833)'. —
„Vit schärinngell der Freiheitsstlake" (ebd.
1863^ 8^.); — ,3ie Venvtndunll. relißMer
tsrpllrütillnen in den Stlatnmtlllten" (ebd.
1866, 8l>.), in seiner Vorrede sagt Zug/
fchwerdt: ,nachdem ich leider in der
traurigen Lage war, das Gefängnißleben
und die Gebarung einer solchen religiösen
Corporation in einer Strafanstalt durch
unmittelbare Anschauung kennen zu ler«
nen, so entsprach ich der Aufforderung,
die von mehreren Seiten an mich gestellt
wurde, und veröffentlichte meine Sw<
dien über diesen Gegenstand"; — „Nrr
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Band 60
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Zichy-Zyka
- Band
- 60
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 430
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon