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Zumbusch 343 Zum Sande Ritter von Sandberg
Freisingin der Beil. zur „Augsburger" Post«
zeitung" 29. April i357. Nr. 9l. — Zum«
busch's Friedens, und Siegesdenk«
mal in Augsburg in der „Allgem. Zei'
tung" I I . October t876. Beil. Nr. 305;
„Augsburger Vost'Zeitung" 5. October 1876,
Nr. 208; „Allgemeine Zeitung" <876, Beilage
Nr. 306. Von K. G. — Modell zu dem
Denkmal Friedrich Wilhelms Hl . in
Köln. in der „Kölnischen Zeitung" iS62.
Nr. 79. zweites Blatt (zugleich mit dem
Modell zum nämlichen Denkmal von Karl
Cauer aus Kreuznach). — Das Na»
tional 'Denkmal für München (König
Maximi l ian II.) in von 3 ü tz
o w's
„Zeitschrift für bildende Kunst" Bd. I I ,
3. Heft (l869) von W. 3übke. — „Illustrirte
Welt" 24. Jahrg. (l876) S. i3t von Karl
Albert Regnet. — „Allgemeine Zeitung"
(Augsburg, Cotta) 25. October l875. Bei«
läge 298: „Münchener Kunst" von Fr. Pecht.
Dieselbe. i3. October i873. — Maria The»
resia» Denk mal. Auf der Stirnseite trägt
daS Denkmal den Namen der großen Kaiserin,
auf der Rückseite die Inschrift: „Errichtet
von Kaiser Franz Joseph I.". Dasselbe
ruht auf einem Plateau, dessen Durch»
messer 29 7 Meter beträgt. Seine Gefammt»
höhe ist l9'36 Meter, die Höhe der sitzenden
Hauptfigur mißt allein 6 Meter, Die allego-
rischen Figuren um den Thronsessel weisen
eine Höhe von 5 4 Meter, die Standfiguren
von 3 4 Meter, die Reliefs von 3'35 und die
Reitersiguren eine Höhe von 4 42 Meter auf.
Die Säulen aus Tiroler Serpentin, welche
den aus böhmischem Granit hergestellten
Sockel schmucken, sind 4'38 Meter hoch. Das
Material deS unteren Plateaus ist Maut«
hausener Granit. An den Modellen zu dem
Denkmal wurde von l876—l887 gearbeitet.
Die vier allegorischen Figuren sind die Kraft,
Weisheit, Gerechtigkeit, Milde; die bärge«
stellten Figuren: Daun.Loudon, Traun.
Khevenhüller (die vier Reiter), ferner
Fürst Kaunitz. Bartenstein, Starhem«
berg, Mercy, Fürst Wenzel siechten«
stein, Lacy, Habit, Nlidasdy, van
Swie ten . Cckhel, Pray . Gluck.
Haydn, Mozart als Kind. Haugwitz.
Grassalkowich, Bruckenthal, Rieg«
ger. Mar t in i und Sonnenfels; in
ihnen sind die Lenker der äußeren Angelegen,
heiten. die Feldheilen, die Koryphäen in Kunst
und Wissenschaft und die Justiz in der therefia,
Nischen Zeit dargestellt; Wetastasio fehlt. sNeue Freie Presse, lt.und l3. Mai l888
im Feuilleton von E. Ranzoni. Ueber die
Entwürfe, die zugleich mit Zumbusch von den
Bildhauern Costenoble, Silbernagl und
von Wagner — von diesen dreien ein Ent»
wurf collectiv — dann von Kund mann
und Benk ausgestellt worden, s. die „Neue
Freie Presse" 24. März t87ä. Nr. 3799.) —
VI. Charakteristik seiner Handschrift. „Wenn
Täuschung nur die Kunst begehrt, z So hat
sie wahrlich keinen Werth, Z Denn die Natur
ist uns gegeben, l Und nie erreicht sie unser
Streben." K. Zumbusch. Diese facsimilirten
Verse, die auch als des Künstlers Wahlspruch
gelten können-, bringt Schorer's „Familien«
blatt" 1888 in der 3. Beilage zu Nr. 6 und
knüpft daran folgende Charakteristik der
Handschrift: „In Zum busch's Schrift sind
die Willensfähigkeiten deutlich ausgedrückt.
Beharrlichkeit und Energie, Ausdauer und
Willensfestigkeit und auch ein wenig Kampfes'
lust finden darin ebenso ihren Ausdruck, wie
vorwiegender Ernst — wiewohl der Sinn
für Witz nicht fehli. Der Sinn für das Mo«
numentale ist noch in keine graphologische
Regel gefaßt. Anspruchslose Einfachheit,
Leidenschaftsfähigkeit und Originalität, sowie
die Form des T. W und Z davon spricht,
können wir jedoch hier behaupten, —
VII. Seine Schüler. Anton Heß. Emil
Hillebrano. des Meisters Bruder Julius
Zumbusch, Alois Löher. Peter Rum-
mel. Johann Kalmfteiner. die dem
Meister aus München nach Wien folgten.
In Wien gesellten sich zum Meister: Heinrich
Vendl. Emmerich Swobooa, Edmund
Hofmann. Anton Breuneck. Des Meisters
Hilfsarbeiter sind: Peter Neuner und Hein«
rich Pirisch, die Beide schon viele Jahre
bei ihm arbeiten. — VIII . Pas Znmbusch-
fest. Ein solches fand dem Künstler zu Ehren
statt im Haufe des Gebeimrathes v. Loh er
in München zur Vorfeier der Enthüllung
des Denkmals Mai ' I I . im October l875.
Dabei wurde von dem Gastgeber em launiger
Toast in Versen ausgebracht, der in, der
„Allgemeinen Zeitung" t875. außerordentliche
Beilage zu Nr. 289. S. 4523 mitgetheilt ist.
Zum Sande Ritter von Sandberg,
Karl (Naturforscher, geb. in Böh-
men, Geburts» und Sterbejahr unbe»
kannt). Er lebie im vorigen Iahrhun«
derte. Der Sproß einer alten böhmischen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Band 60
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Zichy-Zyka
- Band
- 60
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1891
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 430
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon