Adalbert Welte

Adalbert Welte (* 30. Juni 1902 in Frastanz, Vorarlberg; † 9. Juli 1969 in Hard) war ein österreichischer Schriftsteller und Beamter.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Weltes Vorfahren waren Walser. Sein Vater übte den Beruf eines Küfers aus. Adalbert Welte begann seine berufliche Tätigkeit als Archivar, arbeitete von 1945 bis 1967 im Vorarlberger Landesarchiv als Bibliothekar und beschränkte seine schriftstellerische Tätigkeit auf die Freizeit.

Als heimatverbundener Dichter war er Verfasser von historischen Romanen zur Geschichte der Walserwanderung („Die große Flucht“, 1939). Von 1945 bis 1969 war er Herausgeber des Vorarlberger Volkskalenders. Welte schrieb auch verschiedene Novellen und Hörspiele.

Adalbert Welte verstarb am 9. Juli 1969 im Alter von 67 Jahren und fand seine letzte Ruhestätte in Hard.

An seinem Geburtsort Frastanz erinnert heute der „Adalbert-Welte-Saal“ an den Erzähler und Dichter (Umbenennung des Mehrzwecksaals der Volksschule Frastanz-Dorf am 30. Mai 2003).

Auszeichnungen und Ehrungen

Werke

  • An Mariens Mutterhand ins ewige Vaterland (Mai-Predigten), 1927
  • Das dunkle Erbe, 1933 (schildert den Gegensatz zwischen bodenständigem, schwerfälligem Bauerntum und der aufkommenden "unbeständigen" Industrie am Schicksal zweier Brüder)
  • Das Wirkliche, 1936
  • Die große Flucht, 1939 (über die Zug der Walliser nach dem Walsertal im Mittelalter, wo sie sich im Gebiet der Grafen von Montfort-Werdenberg ansiedeln)
  • Wer Wind sät, 1949 (über die finstere Gestalt Hugo von Montforts und die leidende Liebe seiner Gattin)
  • Schatten überm Dorf, 1953 (über die Themen Industriegesellschaft, Liberalismus, Ausbeutung und aufkeimender Sozialismus)
  • Der Ring mit dem Alexandrit (Hörspiele), 1967

Literatur

Weblinks