Arnold Karplus

Arnold Karplus (* 24. Juni 1877 in Wigstadtl, Österreich-Ungarn; † 18. Januar 1968 in Caracas in Venezuela) war ein österreichischer Architekt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Karplus wurde als Sohn eines Kaufmannes geboren. Er besuchte die Staatsgewerbeschule in Troppau, studierte Architektur an den Technischen Hochschulen von Wien und Prag und wurde 1903 zum Doktor der Technik promoviert. Ab 1904 lebte Karplus in Wien, anfangs als Mitarbeiter im Atelier des Architekten Alexander Wielemans. Er beteiligte sich an einigen Wettbewerben und war hauptsächlich im Wohnhausbau aktiv.

1911 wurde Karplus als k. und k. landesgerichtlicher Sachverständiger und Schätzmeister beeidet und wurde Baudirektor der Wiener Baugesellschaft, eine Funktion, die er bis zur Liquidation der Baugesellschaft im Jahre 1927 innehatte. Im Ersten Weltkrieg war Karplus zuerst als Leutnant und dann als Hauptmann mit der Errichtung von militärischen Zweckbauten beauftragt. Arnold Karplus begann 1927 als freier Architekt. In den Jahren 1934 bis 1938 Bürogemeinschaft mit Sohn Gerhard Karplus.

Im Zuge des Anschlusses von Österreich an Hitler-Deutschland 1939 Flucht nach New York, sein Sohn Gerhard und seine Tochter Ruth bereits 1938.

Realisierungen

Mitgliedschaften

  • ab 1906: Österreichischer Ingenieur- und Architektenverein
  • ab 1908: Zentralvereinigung der Architekten Österreichs
  • ab 1920: Niederösterreichischer Gewerbeverein

Schriften

  • Über die Architektur der Burgen in den Ländern der böhmischen Krone, Dissertation, Prag 1903.
  • Neue Landhäuser und Villen in Österreich, Wien 1910.
  • mit Gerhard Karplus: in: Wiener Architekten, Eine Auswahl von Entwürfen und ausgeführten Bauten, Elbmühl-Verlag Wien Leipzig 1935.[1]

Literatur

  • Géza Hajós: Die Kunstdenkmäler Wiens - Die Profanbauten des III., IV., und V. Bezirks, 1980.
  • Hans Hautmann und Rudolf Hautmann: Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919-1934, 1980.
  • Helmut Weihsmann: Das Rote Wien - Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919-1934, 1985.
  • Otto Kapfinger, Science Wonder Productions: Visionäre im Exil, CD-ROM, 1995.
  • Iris Meder: Offene Welten - Die Wiener Schule im Einfamilienhausbau 1910-1938, Dissertation, 2003.

Einzelnachweise

  1. Deutsche Nationalbibliothek Wiener Architekten 1935

Weblinks

 Commons: Arnold Karplus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien