Beate Schrott

Beate Schrott vor den Olympischen Sommerspielen 2012

Beate Schrott (* 15. April 1988 in St. Pölten) ist eine österreichische Hürdenläuferin, die sich auf die 100-Meter-Distanz spezialisiert hat. Sie trainiert bei Union St. Pölten. Neben ihrer sportlichen Laufbahn studiert sie Medizin an der Medizinischen Universität Wien.

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Werdegang

Schrott beim Liese-Prokop-Memorial 2012 in St. Pölten

2009, 2010 und 2011 wurde Schrott österreichische Meisterin über 100 Meter Hürden und 2011 zudem im 100-Meter-Lauf. In der Halle holte sie 2011 und 2012 den nationalen Titel über 60 Meter Hürden.

Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 in Barcelona wurde sie im Vorlauf nach einem Fehlstart disqualifiziert. Im Jahr darauf erreichte sie bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu das Halbfinale. Anfang März 2012 wurde sie bei den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul Siebte über 60 Meter Hürden. Unmittelbar danach nominierte das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) sie für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2012 in London.[1]

Am 7. Juni 2012 lief sie beim Liese Prokop Memorial Meeting in St. Pölten mit 12,99 s über 100 Meter Hürden neuerlich eine Zeit unter 13 Sekunden. Der Österreichische Leichtathletik-Verband nominierte Schrott darauf hin für die Europameisterschaften 2012 in Helsinki.[2], wo sie nach Platz eins im Vorlauf und Platz zwei Semifinallauf im Finalbewerb am 30. Juni eine Hundertstelsekunde hinter der Drittplatzierten den vierten Platz belegte.[3] Sowohl im Vorlauf als auch im Finale lief sie Saisonbestleistung von 12,98 s. Beim European Athletics Classic Meeting „Spitzenleichtathletik Luzern verbesserte sie ihre Bestmarke auf 12,82 s, womit sie im B-Finale den zweiten Platz belegte und die sechstbeste Zeit des gesamten Starterfeldes lief.[4]

Als Teil des siebenköpfigen Leichtathletik-Teams der österreichischen Delegation bei den Olympischen Spielen in London hatte sie am 6. August ihren Qualifikationslauf für das Halbfinale, den sie mit 13,09 s gewann. Mit dieser Qualifikation hatte sie ihr selbst gestecktes Ziel bei den olympischen Leichtathletik-Bewerben erreicht.[5] Am folgenden Tag konnte sie sich als Zweitplatzierte ihres Halbfinallaufs mit 12,83 s überraschend für das Finale qualifizieren, in dem sie mit 13,07 s den achten Platz belegte. Im Oktober 2012 wurde sie bei der Gala „Nacht des Sports“ als Aufsteigerin des Jahres geehrt. In der Wertung Sportlerin des Jahres belegte sie den zweiten Platz hinter Marlies Schild.

Persönliche Bestleistungen

„Aufsteigerin des Jahres“ 2012

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Österreichischer Leichtathletik-Verband: ÖOC nominiert sieben Leichtathleten für die Olympischen Spiele von London, 6. Juli 2012)
  2. Österreichischer Leichtathletik-Verband: ÖLV nominiert zehnköpfiges Team für Leichtathletik EM in Helsinki, 18. Juni 2012
  3. Der Standard: Schrott um Hundertstel an Bronze vorbei, 30. Juni 2012
  4. Österreichischer Leichtathletik-Verband: Beate Schrott pulverisiert mit 12,82 Sekunden ÖLV-Rekord in Luzern, 17. Juli 2012
  5. ORF-Sport: Als Laufsiegerin weiter, 7. August 2012

Weblinks

 Commons: Beate Schrott – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien