Burgruine Lobenstein (Mühlviertel)

Burgruine Lobenstein
Lobenstein um 1674, Stich von G.M.Vischer

Lobenstein um 1674, Stich von G.M.Vischer

Entstehungszeit: 13. Jahrhundert
Burgentyp: Höhenburg
Erhaltungszustand: Ruine
Ort: Oberneukirchen
Geographische Lage 48° 26′ 41″ N, 14° 14′ 15″ O48.44472222222214.2375700Koordinaten: 48° 26′ 41″ N, 14° 14′ 15″ O
Höhe: 700 m ü. A.
Burgruine Lobenstein (Oberösterreich)
Burgruine Lobenstein

Burgruine Lobenstein liegt ca. 2,6 km südlich von Oberneukirchen im Bezirk Urfahr-Umgebung im Mühlviertel in Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die ehemalige Höhenburg befindet sich auf einer aus einer Niederung aufragenden bewaldeten, flachen Hügelkuppe in 700 m ü. A. Seehöhe nahe den Orten Oberneukirchen und Zwettl an der Rodl.

Beschreibung

Die Burganlage ist mit einer umbauten Gesamtfläche von 703 Quadratmeter verhältnismäßig klein. Sie besteht aus einem gotischen Wohnturm und einer Ringmauer, die einst auch einige Nebengebäude umschloss, die heute nicht mehr erhalten sind. Der gut erhaltene Wohnturm wurde als sechsseitiger Bergfried auf einem Felsblock errichtet und trug ehemals auf dem vorgekragten Steinkranz einen hölzernen Wehrgang. Von der Südseite des Turmes zieht sich die starke Ringmauer in großem Bogen bis zur Turmnordseite zurück.

Geschichte

Jahr Urkundliche
Bezeichnung[1]
1242 Lobenstain
1264 Lobenstain
1428 Lobenstein
1455 veste Lobenstain

Die Lobensteiner waren Dienstleute der Herren zu Waxenberg, Angehörige der Familie Piber und traten mit Ulrich von Lobenstein 1242 erstmals urkundlich in Erscheinung. Die Burganlage blieb bis 1375 in Besitz der Familie und ging in diesem Jahr auf die Starhemberger über. 1499 gehörten zur Herrschaft Lobenstein 127 Untertanen, bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts stieg die Untertanenzahl auf 287. Bereits 1562 wurde die Anlage als baufällig bezeichnet.

Zu Beginn des 20. Jahrhundert bewohnte ein als menschenscheu und misstrauisch beschriebener Sonderling namens Michael Kitzmüller, vulgo Schlossmichel, die Ruine, der seinen Lebensunterhalt mit der Reparatur und Herstellung von Kompassen, Uhren und Lupen bestritt. 1923 wurde er ermordet, da man Goldschätze bei ihm vermutete. Seit 1981 wurden denkmalpflegerische Sicherungsmaßnahmen gesetzt.

Literatur

  • Baumert, Herbert E. und Grüll, Georg: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Band 1: Mühlviertel und Linz. Wien 1988, S. 69f.
  • Konrad Schiffmann: Historisches Ortsnamen-Lexikon des Landes Oberösterreich. München ua.: Oldenbourg 1935.

Einzelnachweise

  1. Schiffmann, Ortsnamenlexikon

Siehe auch

Weblinks