Christoph Sumann

Christoph Sumann Biathlon
Christoph Sumann
Verband OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 19. Jänner 1976
Geburtsort Judenburg
Karriere
Beruf Bundespolizist
Verein Union SV Frojach Katsch
Debüt im Weltcup 2000
Weltcupsiege 9 (5 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 2 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2010 Vancouver Verfolgung
Silber 2010 Vancouver Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Bronze 2005 Hochfilzen Staffel
Silber 2009 Pyeongchang Massenstart
Silber 2009 Pyeongchang Staffel
Bronze 2011 Chanty-Mansijsk 20 km Einzel
Weltcup-Bilanz
Gesamtweltcup 2. (2009/10)
Einzelweltcup 1. (2009/10)
Sprintweltcup 3. (2009/10)
Verfolgungsweltcup 6. (2009/10)
Massenstartweltcup 2. (2006/07)
3. (2008/09)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 1 0 2
Sprint 1 0 4
Verfolgung 1 1 1
Massenstart 2 2 1
Staffel 4 5 4
letzte Änderung: 2. Dezember 2012
Christoph Sumann (2009)

Christoph Sumann (* 19. Jänner 1976 in Judenburg) ist ein österreichischer Biathlet und ehemaliger Skilangläufer.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

Zu Beginn seiner sportlichen Karriere war Sumann ein erfolgreicher Skilangläufer, der Mitte der 1990er Jahre zum Juniorenteam Österreichs stieß und sich da etablieren konnte. Als Junior konnte er unter anderem in der Wintersportsaison 1995/96 den Gesamtsieg im Continental-Cup erreichen. Seine sportliche Bilanz änderte sich aber schlagartig als er im Weltcup an den Start ging, wo er nicht zur Langlaufweltspitze gehörte. Zur Jahrtausendwende entschied er sich daher für den Biathlonsport.

Nachdem seine erste Biathlon-Saison (2000/01) sportlich eher unspektakulär verlief, konnte Sumann in seiner zweiten Saison (2001/02) bereits erste Erfolge feiern. Im Dezember 2001 gewann er mit dem Team den Staffelbewerb in Pokljuka und schon bei den nächsten Bewerben in Osrblie konnte er am 21. Dezember 2001 im 10-km-Sprint seinen ersten Einzelsieg im Biathlon-Weltcup feiern. Die Saison beendete er mit dem 18. Platz im Gesamtweltcup.

Seinen größten Erfolg feierte Sumann, als er beim Massenstart bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2009 in Pyeongchang die Silbermedaille gewann.

Im Weltcup lief es für ihn zunächst nicht nach Wunsch. Er erreichte zwar einige Top-10-Platzierungen, den Sprung aufs Podest schaffte er aber erst wieder im Jänner 2007 beim Weltcup in Ruhpolding. Nach über fünf Jahren Wartezeit konnte er dann am 20. Jänner 2007 in Pokljuka seinen zweiten Weltcupsieg in der 12,5-km-Verfolgung feiern. Nur einen Tag später gewann er auch den 15-km-Massenstart-Wettbewerb.

Im Dezember 2008 feierte er als Ersatz für Andreas Birnbacher bei der Biathlon-World Team Challenge 2008 auf Schalke gemeinsam mit der Deutschen Martina Beck den zweiten Platz hinter Oksana Chwostenko und Andrij Derysemlja (Ukraine) und vor den Deutschen Kati Wilhelm und Michael Rösch. Ein Jahr später siegte er mit Kati Wilhelm und machte damit den ersten "2 Nationen-Sieg" perfekt.
Mit seinem 1. Platz im Einzel von Pokljuka in der Saison 2009/2010 gehört Christoph Sumann zu den wenigen Biathlethen die in jeder Disziplin einen Weltcup-Sieg erreicht haben. Der Steirer war auch der erste Österreicher in der Biathlongeschichte, der sich das Trikot des Gesamtführenden im Weltcup überziehen durfte.

Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann er hinter Björn Ferry in der Verfolgung die Silbermedaille. Im vorhergegangenen Sprint-Wettbewerb hatte er den 12. Platz belegt. Beim 15km-Massenstart belegte er den 4. Rang, nachdem er beim dritten Schießen mit technischen Problemen an seinem Gewehr zu kämpfen hatte. Beim abschließenden Staffel-Bewerb holte er mit der österreichischen Mannschaft wieder Silber.

Im Zivilberuf ist Sumann Exekutivbediensteter der Bundespolizei.

Sportliche Erfolge

Olympische Spiele

  • 2010 in Vancouver: Silber in der Verfolgung
  • 2010 in Vancouver: Silber in der Staffel (Mannschaft)

Weltmeisterschaften

Weltcup

  • 1. Platz im Einzelweltcup, 2. Platz Gesamtweltcup, 3. Platz Sprintweltcup in der Saison 2009/10
  • 1. Platz im Staffelweltcup in der Saison 2008/09
  • 9. Platz im Gesamtweltcup sowie 2. Platz im Massenstartweltcup 2006/07:
  • 5 Weltcupsiege und zwei 3. Plätze
  • 4 Weltcupsiege mit der Staffel

Einzelweltcupsiege

Datum Ort Land Disziplin
21. Dezember 2001 Osrblie Slowakei 10 km Sprint
20. Jänner 2007 Pokljuka Slowenien 12,5 km Verfolgung
21. Jänner 2007 Pokljuka Slowenien 15 km Massenstart
11. Jänner 2009 Oberhof Deutschland 15 km Massenstart
17. Dezember 2009 Pokljuka Slowenien Einzel (20 km)

Staffelweltcupsiege

Datum Ort Land Disziplin
15. Dezember 2001 Pokljuka Slowenien 4*7,5 km Staffel
21. Dezember 2008 Hochfilzen Österreich 4*7,5 km Staffel
8. Jänner 2009 Oberhof Deutschland 4*7,5 km Staffel
13. Dezember 2009 Hochfilzen Österreich 4*7,5 km Staffel

Biathlon-Weltcup-Platzierungen

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 1 1 1 2 4 9
2. Platz 1 2 5 8
3. Platz 2 3 1 1 4 11
Top 10 9 23 13 15 45 105
Punkteränge 24 64 53 36 50 227
Starts 31 94 61 36 50 272
Stand: nach der Saison 2010/2011

Österreichische Meisterschaften

  • 2001: 1. Platz im Sprint
  • 2002: 1. Platz im Sprint, 1. Platz in der Verfolgung
  • 2003: 1. Platz in der Verfolgung
  • 2004: 1. Platz im Massenstart
  • 2005: 1. Platz im Sprint
  • 2006: 1. Platz im Einzel, 1. Platz im Sprint, 1. Platz in der Verfolgung
  • 2011: 1. Platz im Skiroller-Einzel

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Christoph Sumann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien