Filzbach (Trattenbach)

FilzbachVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Kitzbüheler Alpen; Bezirk Zell am See, Land Salzburg
Flusssystem Salzach
Abfluss über Trattenbach → Salzach → Inn → Donau → Schwarzes Meer
Flussgebietseinheit DOJ
Quelle an Gamskogel/Filzscharte
47° 18′ 34″ N, 12° 13′ 23″ O47.30930555555612.2230277777781733
Quellhöhe 1733 m ü. A.[1]
Mündung im Trattenbachtal bei der Sonntagalm47.29402777777812.2185277777781517Koordinaten: 47° 17′ 38,5″ N, 12° 13′ 6,7″ O
47° 17′ 38,5″ N, 12° 13′ 6,7″ O47.29402777777812.2185277777781517
Mündungshöhe 1517 m ü. A.[1]
Höhenunterschied 216 m
Länge 2,3 km[1]Vorlage:Infobox Fluss/EINZUGSGEBIET_fehlt
Gemeinden Neukirchen am Großvenediger, Wald im PinzgauVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt

Die Filzbach ist ein Wildbach im Seitental des Tratenbachtals in den Kitzbüheler Alpen, im Gemeindegebiet Neukirchen am Großvenediger und Wald im Pinzgau.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Bach[1] entspringt zwischen Gamskogel (2206 m) und Filzscharte (1686 m ü. A.) am Hang auf etwa 1730 m ü. A.. Er erreicht westwärts das Kar unterhalb der Filscharte, verläuft ab dort südwärts, mäandrierend fast ohne Gefälle, und nimmt zahlreiche Gerinne von den umliegenden Hängen. Die letzten 100 m des etwa 2,3 km langen Baches haben starkes Gefälle. Der Zusammenfluss in den Trattenbach ist unterhalb der Sonntagsalm (bei den unten Stallung, Untere Sonntagsalm).

Das Tal ist in Nord–Südrichtung ausgerichtet, und der Bachlauf bildet die Gemeindegrenze Wald im Westen und Neukirchen im Osten.

„Tratten B(ach)“. Franzisco-Josephinische Landesaufnahme, Blatt 30-47 Bruneck, um 1900
„Filzenscharte“ und Kote 1693

Geologie und Umwelt: Geschützter Landschaftsteil Hinteres Filzenschartenmoos

Das Filzental gehört zum – bei Mittersill beginnenden – Innsbrucker Quarzphyllitkomplex, das sind Phyllite und Quarzphylite (Tonglimmerschiefer, Koralpe–Wölz-Deckensystem). Die Kitzbühler Alpen sind hier stark eiszeitlich überprägt.

Der Taltobel ist ein zum Hochmoor verlandeter typischer Karseekomplex, der sich hier über den wasserstauenden Phylliten gebildet hat. Umstanden ist er von ausgedehnten Latschenfeldern. Im Moorbereich selbst finden sich Rundblättriger Sonnentau, Rosmarinheide, Moosbeere, Scheidiges Wollgras und andere Sauergräser, sonst dominiert in den vernässten Bereichen Schnabel-Segge. Im Gebiet sind mehrere Lurch- und Libellenarten belegt.
Das Hintere Filzenschartenmoos, das direkt unterhalb der Filzenscharte liegt, wurde im Ausmaß von 8,4854 Hektar zum Geschützten Landschaftsteil erklärt (GLT 00118, Verordnung 2005), ein im Salzburger Naturschutzrecht besonders strenger Schutzstatus.[2][3]

Nur die letzten 100 m, an der Steilstufe ins Trattenbachtal, sind von Bergwald eingeschlossen.

Wege und Touren

Durch dieses Tal kann man zum Gamskogel (2206 m) und Großen Rettenstein (2366 m) aufsteigen. Über die Flizscharte kann man den Kitzbüheler Hauptkamm überschreiten und gelangt durch das Windauer Achental nach Westendorf.

Im Bereich des geschützten Landschaftsteiles ist das Betreten streng verboten.[4]

Blick aus der Filzscharte über das hintere Talkar in die Hohen Tauern, mit Großvenediger, Krimmler Achental, Glockenkarkopf (Europaspitze), fern Dreiherrenspitze

Nachweise

  1. a b c d Angaben zur Hydrographie nach SAGIS, Land Salzburg GISonline → Layer Gewässer
  2. Geschützter Landschaftsteil 00118 Hinteres Filzenschartenmoos, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
  3. Dokumentiert auch in einer Sation des Themenwegs mit Stationen der Goetheschen Farblehre für Kinder durchs Trattenbachtal, ein Projekt des Landes Salzburg. www.goetheweg.at;
    Tourbeschreibung auch bei Trattenbachalm, 1732. In Thomas Man, Bernhard Kern: Alm- und Hüttenwanderungen Salzburger Land: Pinzgau, Pongau, Dachstein-Tauern. Rother Wanderbuch, Bergverlag Rother GmbH, 2010, ISBN 9-78376333055-3, S. 39 ff.
  4. und auch die Beweidung des Gebietes, mit Ausnahme eines kleinflächigen Streifens entlang eines Weges.