Gnies (Gemeinde Sinabelkirchen)

Gnies ist eine Katastralgemeinde in der oststeirischen Marktgemeinde Sinabelkirchen. Der Ort hatte laut Volkszählung 2001 529 Einwohner.[1]

Durch den Ort führt die Gleisdorfer Bundesstraße (B 65); die Südautobahn (A 2) verläuft 1 km entfernt südlich. Am südlichen Rand des Ortes fließt die Ilz, auch Ilzbach genannt.

Gnies ist der größte Teil von Sinabelkirchen. Gnies besitzt eine eigene Freiwillige Feuerwehr, eine Kirche (St. Oswald), in der gelegentlich Gottesdienste gefeiert werden, einen Spielplatz (der größte in Sinabelkirchen) und zwei Gasthäuser (Gasthaus Pfeifer und Gasthaus Weizer-Wagner).

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Gnies - Gnyebs seit 1351 Einzeiliges Straßendorf im Ilztal, im 4. Vierteln des 12. Jahrhunderts besiedelt. Der Ortsname im Jahr 1351 als Gnyebs genannt, könnte von "Chnieboz" abgeleitet werden, was Knieanstoß bedeutet und mit der Siedlungslage des Ortes an ein Kie der Ilz zusammenhängen dürfte. Bis ca. um das Jahr 1500 gehörte das Gebiet zur Mutterpfarre Pischelsdorf.

Die Kirche, der nunmehrige stolze "Dom zu Gnies", (Filialkirche der Pfarre Sinabelkirchen) wurde im Jahr 1545 das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Kirchengebäude wurde in spätgotischer Zeit in Hanglage (damals oberhalb des Dorfes) errichtet und war nach der Ablösung von Pischelsdorf bis 1862 eine Filialkirche von Ilz. Der Bau besteht aus einem einjochigen Chor mit 3/8-Schluss, dem in gleicher Breite ein dreijochiger Langhaus angefügt ist. Im Jahr 1697 erfolgte eine Neuwölbung mit einem sogenannten Strichkappentonne (einfachste Gewölbeform) und Stuckfeldern über flachen Wandpfeilern plus ein Sakristeianbau an der Südseite. Gleichzeitig erfolgte der Bau eines Glockenturms an der Westseite der Kirche. Beim barocken Umbau sind spätgotische Mauerteile bis zur Fensterhöhe belassen worden.

Der Hochaltar aus dem Jahr 1692 ist ein gut gegliederter Säulenaufbau. Das Altarblatt zeigt den Schutzpatron, den hl. Oswald inmitten der Viehherde. Der hl. Oswald gilt als Patron gegen Viehseuchen. Die Assistenzfiguren stellen wichtige christliche Märtyrergestalten dar; links Stephanus (Steine) und rechts Laurentius (Rost). Im Auszug ist die Statue der Schmerzhaften Mutter Maria (Pietà) zu sehen, flankiert von Engeln mit Leidenswerkzeugen (Arma Christi). Die beiden weiblichen Statuen seitlich der Pietà zeigen die Märtyrerinnen Apollonia (gezogene Zähne) und Agatha (angeschnittene Brüste). Um 1740 wurden am Mitteljoch zwei Kapellen angefügt.

Kirche Gnies

Pfingstfest

Das Pfingstfest ist das größte Fest in Gnies, welches jährlich am Pfingstsonntag stattfindet. Es wird von der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr, dem Fischer-, dem Eisschützen- und dem Jagdverein veranstaltet.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria

47.09863515.847521Koordinaten: 47° 5′ 55,09″ N, 15° 50′ 51,08″ O