Graz International Bilingual School

Graz International Bilingual School
Logo der Graz International Bilingual School
Schulform Internationales Bundesgymnasium
Gründung 1991 (als Expositur, Schule 1994)
Ort Graz Eggenberg
Bundesland Steiermark
Staat Österreich
Koordinaten 47° 4′ 31,2″ N, 15° 23′ 44,1″ O47.07532415.395587Koordinaten: 47° 4′ 31,2″ N, 15° 23′ 44,1″ O
Schüler 500
Lehrkräfte 60
Leitung Imelda Görög
Website www.gibs.at

Die Graz International Bilingual School (auch bekannt unter den Kurzfassungen GIBS und BG Georgigasse) ist ein bilinguales, internationales und neusprachliches Bundesgymnasium in Graz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gegründet wurde die Schule, unter Einsatz von Peter Bierbaumer, Lehrstuhl der Anglistik an der Universität Graz, und der ersten Direktorin Elisabeth Fleischmann, 1991. Anfangs war sie eine dislozierte Klasse der Pestalozzischule in der Klusemannstraße. 1994 konnte die alte Marschallschule angemietet werden, und die Schule hieß Bundesgymnasium Marschallgasse. 1999 musste man für Renovierungen noch einmal in die Grenadiergasse ausweichen. in den 2010ern wurde der Platz aber zunehmend knapp, am Ende wurde Unterricht sogar in Containern abgehalten. 2010 wurde durch den Umzug der Pädagogischen Akademie der Diözese, die – durch die Abschaffung der PÄDAKs in eine Hochschule umgewandelt – in das Augustinum zog, das großzügige Gebäude in Eggenberg frei.[1]

Schulprofil

Die GIBS ist ein internationales Gymnasium mit rund 500 Schülern von der fünften bis zur zwölften Schulstufe und ca. 60 Lehrer. Zusätzlich zum normalen Schulpersonal werden durch den Schulbeitrag der Eltern language assistants und co-teachers finanziert, die als Sprachtrainer fungieren. Somit verstärkt man die Kenntnisse und das Verständnis der Schüler in den verschiedenen Fächern.

Die Arbeitssprache der Schule ist Englisch in der Form von „flexiblem Monolingualismus“. Die ersten drei Monate des ersten Jahrgangs beginnen mit einer intensiven Lernphase, in der die Schüler in Englisch Kommunikationsfähigkeiten erhalten, die für das weitere Lernen wichtig sind. Nachdem ein gewisses Level an Sprachkompetenz aufgebaut wurde, wird zusätzlich im Englischunterricht wenn nötig der Lernstoff der anderen Fächer bearbeitet, damit kein Nachteil für andere Kernstoffgebiete entsteht.

In der siebten Schulstufe wählen die Schüler seit 2009 zwischen Französisch und Spanisch, in der Neunten zwischen Französisch/Spanisch, Latein oder Russisch. Geschichte wird in der 11. Schulstufe auf Französisch unterrichtet.

Während den ersten fünf Jahren an der Schule werden vermehrt Projekte veranstaltet, die in verschiedenen Fächern zugleich unterrichtet werden. Es wird bewusst Wert darauf gelegt, dass die Schüler sich mit den Sprachen und dem anderen Lernstoff auseinandersetzen. Dies können sie in späteren Jahren (der 10. bis zur 12. Schulstufe) vor allem durch das Kurssystem, welches im Jahr 1999/2000 eingeführt wurde. Die Schüler wählen, mit bestimmten Credit-Vorgaben, Wahlpflichtfächer, die sowohl für die Matura als auch für das spätere professionelle Leben wichtig sind. Somit kann der Stundenplan der Schüler individuell auf Interessen und Begabungen abgestimmt werden. In diesen Wahlpflichtfächern gibt es vermehrt die Möglichkeit für Exkursionen, Beratung, Bewerben, Praktiken, Reisen und das Erlernen von sonstigen Fähigkeiten.

Zusätzlich zum Programm der deutschsprachigen und bilingualen Schüler gibt es für internationale Schüler die Möglichkeit eines DaF-Kurses (Deutsch als Fremdsprache), der den Deutschunterricht ersetzt. Die Evaluierung dieser Schüler basiert auf §18/22 der Schulunterrichtsgesetzes, welches dem jeweiligen Schüler erlaubt, entweder Deutsch oder Englisch als Muttersprache anzugeben.[2]

Häufig spricht man im Zusammenhang mit der GIBS von „Eliteschule“, da das Gymnasium seit seinem Beginn in den frühen 1990ern für akademische Exzellenz, Erfolg bei mehreren Bewerben und das gute Schulklima bekannt ist, was zu schnellem Ruhm führte.

Aufnahmebedingungen

Theoretisch ist die GIBS ein Gymnasium mit Öffentlichkeitsrecht, jedoch ist die Aufnahme aufgrund der hohen Anzahl an Bewerbern selektiver als an anderen Gymnasien. Allgemeine Aufnahmekriterien sind ein 1,0-Durchschnitt im Zeugnis der 4. Schulstufe und die positive Absolvierung des Aufnahmetests. Zusätzlich werden bei deutschsprachigen Schülern Interviews in Kleingruppe durchgeführt, da Einzelinterviews wegen der hohen Bewerberanzahl zeitlich nicht möglich sind. Bilinguale Schüler (Englisch oder andere Sprachen) werden bei der Aufnahme nach der positiven Absolvierung des Aufnahmetests und eines persönlichen Interviews bevorzugt, da sie das internationale Schulklima unterstützen. Jedoch kommt es manchmal aufgrund der hohen internationalen Bewerberzahl auch vor, dass bilinguale Schüler abgelehnt werden müssen.

Kurssystem

Das Kurssystem basiert auf einem Credit-System, bei dem die Schüler ab der 10. Schulstufe Wahlpflichtfächer wählen. Die Zulassung zur Matura erhalten sie nach einer gewissen Anzahl absolvierter Kurse in den verschiedenen Fächern. Zusätzlich sind für mündliche und vertiefende Maturafächer bestimmte Kurse zu absolvieren, da diese auch zum Maturalernstoff gehören.[2]

Unterrichtsfächer und Pools für Kurswahl

Pool 1- Sprachen

  • Englisch
  • Deutsch
  • Französisch
  • Spanisch
  • Latein
  • Russisch

Pool 2- Naturwissenschaften und Mathematik

  • Biologie
  • Chemie
  • Physik
  • Mathematik

Pool 3- Geisteswissenschaften

  • Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung
  • Geographie und Wirtschaftskunde
  • Psychologie
  • Philosophie

Pool 4- Sonstiges

  • Religion/Ethik
  • Musik
  • Bildnerische Erziehung
  • Informatik
  • Darstellende Geometrie
  • Turnen

Außerschulische Qualifikationen

Schüler-, Eltern- und Lehrkörperbeteiligung

Die Schule unterstützt eine starke Eltern- und Schüleraktivität. Zusätzlich zu den Klassensprechern (zwei je Klasse, vier bis sechs je Jahrgang), die sich direkt mit Problemen in der Klasse beschäftigen, gibt es den Schulgemeinschaftsauschuss (SGA), das Entscheidungsorgan der Schule. Es setzt sich aus den drei Schulsprechern, den Elternvertretern und den Lehrkörpervertretern zusammen. Die Mitglieder werden von den verschiedenen Parteien jährlich gewählt, und eine Zweidrittelmehrheit wird für jede Entscheidung gebraucht. Der Elternverein ist in vielen Bereichen der Schule involviert, von der Finanzierung der Schule bis zu sozialen Veranstaltungen.

Sonstiges

  • After School Care & Education
  • German as a Foreign Language (Beginners, Intermediate and Advanced)
  • Choir
  • English Drama
  • European Youth Parliament
  • Prix des lycéens autrichiens
  • Eurolingua

Schulgelände

Das Schulgelände befindet sich im Nordwesten von Graz in Eggenberg, neben dem historischen Schloss Eggenberg und gegenüber der Privatschule der Grazer Schulschwestern.

Hauptgebäude

Die Schule zog in das ehemalige Hauptgebäude der Pädagogischen Akademie, das 1964 nach den Plänen von Günther Domenig und Eilfried Huth erbaut wurde. Dieser Teil beherbergt u. a. den Biologiesaal, zwei Informatiksäle, die Bibliothek, den Turnsaal und die dazugehörigen Räumlichkeiten, den Musiksaal und den Kunstsaal, mehrere Übungsräume, den Hauptteil der Klassenräume, das Sekretariat und die Konferenzräume.

Darüber hinaus bietet der nördliche Flügel Räumlichkeiten für die ACE-Area, die große Cafeteria (neben der kleineren im zentralen Gebäude) und das Hauptbüro der Schule. Ruhe- und Lernecken findet man in der ganzen Schule verteilt, und die unterirdische Parkgarage ist direkt durch das Hauptgebäude erreichbar.

Der Zubau, der im Rahmen des Schulumzugs 2010 erbaut wurde, beherbergt die Klassenzimmer der Maturaklassen, die Chemie- und Physiksäle und den Werkraum.

Sportanlagen

Zusätzlich zum schuleigenen Turnsaal bieten das benachbarte ASKÖ und das Eggenberger Auster Bad Säle, (Beach-)Volleyballfelder, Tennisplätze, Basketballplätze, Fußball- und Baseballfelder, Laufbahnen und Innen- und Außenschwimmbäder, die von den Schülern regelmäßig für schulische und außerschulische Aktivitäten genützt werden.

Veranstaltungen

Der Elternverein und die Schüler organisieren mehrmals jährlich bestimmte Events. Der Maturaball der Abschlussklasse ist in der ganzen Stadt bekannt und hat manchmal mehr als 3.000 Besucher. Andere Veranstaltungen sind der alljährliche Jazzbrunch, die Abschlusszeremonie, die Halloween- und Faschingsparty, die Weihnachtsaufführung und Drama-Club-Aufführungen.

Auszeichnungen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Elisabeth Fleischmann – Steirerin des Tages. In: Kleine Zeitung, o.A. (online, gibs.at/press-area)
  2. a b School Profile, gibs.at
  3. Das sind Österreichs beste Schulen, oe24.at, 1. Oktober 2006 (pop-up!)
  4. Die PreisträgerInnen 2000, elternbrief.at