Hohenburg (Igls)

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Hohenburg
Entstehungszeit: wohl 13. Jahrhundert
Burgentyp: Hangburg
Erhaltungszustand: verfallen (17. Jh.), überbaut (Schloss Hohenburg, 19. Jh.)
Ort: Igls, Tirol
Geographische Lage 47° 14′ 3″ N, 11° 24′ 54″ O47.23416666666711.415765Koordinaten: 47° 14′ 3″ N, 11° 24′ 54″ O
Höhe: 765 m ü. A.
Hohenburg (Tirol)
Hohenburg

Die Hohenburg war eine Burg bei Igls in Nordtirol, nahe Innsbruck. Im 17. Jahrhundert verfallen, steht hier das Anwesen Schloss Hohenburg, auf einer kleiner Anhöhe östlich des Orts oberhalb der Lanserstraße.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Hohenburg, zwischen Igels, Langs und Patscher Koffel, südöstlich von Insprug
(ca. 1700, Ausschnitt aus Insprug mit der Gegend auf 2 Stunden)

Hier dürfte schon im 13. Jahrhundert (erste urkundliche Erwähnung 1345) ein Wachturm gestanden haben. Er sicherte den direkten Güterweg von der Innbrücke bei Volders zur Brennerstraße bei Matrei,[1] und zusammen mit der Viller Burg Straßfried den Weg nach Innsbruck. Es erscheinen sogar römische Vorbauten möglich.[2]

Rund um die Burg dürfte auch Bergbau betrieben worden sein, Erze im örtlichen Quarzphyllit, davon wird in Unterlagen des Haller Münzamts ebenso berichtet wie in lokalen Sagen,[3] wie auch in der Mär, es gäbe unter der Sill hindurch einen Stollen zur Natterer Waidburg[4] (was sich wohl auf alte, heute verstürzte Grabungen in der Sillschlucht bezieht).[2]

Schon ab dem 17. Jahrhundert verfiel das Haupthaus.[5]

Ab 1877 wurde dann, im Zuge des Igler Villenbaubooms, wieder ein Gebäude errichtet. Es war eine zeitlang als Hotel genutzt worden,[6] heute ist es privates Wohnhaus.

Baubeschreibung

Das heutige Schloss Hohenburg ist als mehrgeschoßiger, an die Burg erinnender Bau im Heimatstil ausgeführt, der wohl den Grundmauern des alten Wohnturms folgt. Der Treppenturm wurde angefügt. Die Burg präsentiert sich mit Walmdach, Fachwerkgaupen und -turmaufsatz, weiß mit goldgelben Faschen und gelb-rot gemalter Eckquaderung, im Renaissancestil gefärbelt, und rot-weiß-roten Fensterläden im Burgenstil.

Das Haus ist als Privatbesitz nur von außen zu besehen.

Weblinks

 Commons: Hohenburg (Igls) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise

  • Dehio-Tirol, 1980, S. 133.
  • Hohenburg (Igls), burgen-austria.com
  • Michael Unterwurzacher: Im Reich des Patscherkofel: Sagen und Fakten rund um Innsbrucks Hausberg und das Südöstliche Mittelgebirge. BoD – Books on Demand, 2009, ISBN 978-383910419-4, S. 18 ff (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  1. Das Wappen, Schützenverein Igls/Vill – dieses bezieht sich auf die Hohenburg und das Viller Bronzerädchen
  2. a b Unterwurzacher 2009, S. 22
  3. Unterwurzacher 2009;
    ähnlich auch Götter- und Heldensagen. Genf 1996, S. 592, zitiert in Das Bergwerk bei Hohenburg. SAGEN.at >> Traditionelle Sagen >> Österreich >> Tirol >> Innsbruck;
    sowie Der Schatz auf des Hohenburg, ebenda.
  4. Waidburg, burgen-austria.com
  5. So berichtet auch Johann Jakob Staffler: Tirol und Vorarlberg, topographisch. Bd. 1 von Tirol und Vorarlberg: In 2 Theilen. Rauch, 1841, Wilten, S. 532 (Google eBook, vollständige Ansicht); als Datum nennt der Dehio 1620. Auf einer Karte um 1700 ist sie noch verzeichnet: Insprug mit der Gegend auf 2 Stunden. In: Curioses Staats und Kriegs Theatrum Dermahliger Begebenheiten im Tyrol : durch Unterschiedliche Geographische, Hydrographische, Topographische, Chronologische, Genealogische, Historische &c. Carten, Abrisse, und Tabellen Erlaeutert. Stridbeck, Augspurg, ca. 1700
  6. nicht das heutige Schloßhotel am Viller Steig