Jürgen Bodenseer

Jürgen Bodenseer (* 8. Februar 1947 in Innsbruck) ist ein österreichischer Politiker (ÖVP), promovierter Jurist und Unternehmer. Er war Abgeordneter zum Tiroler Landtag und ist Obmann des Tiroler Wirtschaftsbundes sowie Präsident der Wirtschaftskammer Tirol.

Jürgen Bodenseer besuchte ab 1953 die Volksschule Wilten und wechselte 1957 an das Akademische Gymnasium, wo er 1965 maturierte. Danach studierte er von 1966 bis 1971 an der Universität Innsbruck. Bodenseer arbeitet seit seiner Studienzeit im elterlichen Handelsbetrieb. Er engagiert sich stark im Wirtschaftsbund und war von 1976 bis 1978 Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft. Seit 1990 ist er Landesobmann des Tiroler Wirtschaftsbundes und seit 2003 Vizepräsident des Österreichischen Wirtschaftsbundes. Er ist seit 1994 im Aufsichtsrat des Messe und Kongresshauses Innsbruck sowie Präsidiumsmitglied. Seit 2006 ist er auch Präsident der Innsbrucker Messe und seit 1998 Honorarkonsul der Slowakischen Republik. Zwischen 2000 und 2005 war er Spartenobmann Handel in der Wirtschaftskammer Tirol, 2004 wurde er zum Präsidenten der Wirtschaftskammer Tirol gewählt.

Zwischen 1994 und 1999 vertrat er die ÖVP im Tiroler Landtag. 2003 zog er erneut in den Landtag ein, musste jedoch mit dem 31. Dezember 2005 sein Mandat zurücklegen, da nach dem ÖVP-Statut die Funktion eines Kammerpräsidenten mit einem Landtagsmandat unvereinbar ist.[1] Aufsehen erregte Bodenseer im April 2012 mit öffentlichen Überlegungen, die Todesstrafe für besonders schwere Delikte, wie Kindesmissbrauch oder Mord wieder einzuführen.[2]

Bodenseer ist verheiratet und hat sechs Kinder. Er war zwischen 1996 und 1997 Präsident des FC Tirol. Weiters gilt er als Autor der in der Tiroler Tageszeitung erscheinenden Kolumne „Der Rabe“.[3]

Einzelnachweise

  1. ORF Tirol Bodenseer legt sein Landtagsmandat zurück, 27. Dezember 2005
  2. VP-Bodenseer denkt laut über die Wiedereinführung der Todesstrafe nach. Der Standard, abgerufen am 17. April 2012
  3. "Der Rabe"

Weblinks