Jeserzer See

Jeserzer See
Velden Saissersee 25042008 03.jpg
Geographische Lage Velden am Wörther See, Kärnten, Österreich
Zuflüsse mehrere Rinnsale
Abfluss zum Wörthersee
Daten
Koordinaten 46° 37′ 43″ N, 14° 2′ 8″ O46.62861111111114.035555555556Koordinaten: 46° 37′ 43″ N, 14° 2′ 8″ O
Jeserzer See (Kärnten)
Jeserzer See
Fläche 13,3 km²f5
Länge 200 mf6
Maximale Tiefe 6,6 mf10

Der Jeserzer See oder Saisser See (slowenisch Zajzersko jezero) ist ein auf dem Höhenrücken nördlich des Wörthersees gelegener See auf dem Gemeindegebiet von Velden am Wörther See. Er ist Mittelpunkt des Landschaftsschutzgebietes Jeserzer See.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der See liegt in einer Höhe von 593 m und ist 13,3 Hektar groß. Er liegt in einer moorigen Senke über altkristallinem Gestein. Die umliegenden Kuppen sind bis 693 m hoch. Der See hat eine maximale Tiefe von 6,6 Metern. Als Zuflüsse dienen nur einige kleine Rinnsale, weshalb der See nur schwach durchflossen ist und die Wassertemperaturen im Sommer über 25 °C erreichen. Der See ist daher ein beliebtes Badegewässer. Das Wasser ist leicht bräunlich, was durch die umliegenden Moorflächen bedingt ist.

Der See hat eine gut ausgebildete Unterwasservegetation. In 1,5 bis 4,5 Meter Tiefe herrschen Armleuchteralgen vor, die einen geschlossenen Teppich bilden. In den seichteren Teilen wachsen Tausendblatt, im Westuferbereich Krauses Laichkraut. Die Weiße Seerose kommt vereinzelt vor. Die Uferbereiche sind vorwiegend naturbelassen und von Schneiden-Ried und Schilf bestanden. Beim Abfluss am Nordufer wachsen Schwarz-Erlen. Das Ufer wird an vielen Stellen von einem Schwingrasen gebildet, in dem auch Torfmoose und Sonnentau wachsen.

Aus der artenreichen Fauna sind die Lebendgebärende Sumpfdeckelschnecke und die großen Teichmuscheln zu nennen. An Fischen kommen Güster, Hecht, Bitterling, Laube, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Wels und Flussbarsch, vereinzelt auch Forellenbarsch vor. Eingesetzt wurde der Karpfen.

Landschaftsschutzgebiet

Der Jeserzer See wurde 1970 mit den umliegenden Flächen zum Landschaftsschutzgebiet erklärt, das ganze Gebiet umfasst 112 Hektar.

Siehe auch

Belege

  • Helmut Hartl, Hans Sampl, Ralf Unkart: Kleinode Kärntens. Nationalparks, Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Naturdenkmale. Kärntner Druck- und Verlagsgesellschaft, Klagenfurt 1993, ISBN 3-85391-092-0, S. 102.

Weblinks