Katharina Krawagna-Pfeifer

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Katharina Krawagna-Pfeifer (* 1956 in Traun, Oberösterreich) ist eine österreichische Journalistin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Katharina Krawagna-Pfeifer wuchs im Stadtteil St. Martin der Stadt Traun mit vier Geschwistern auf. Gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester besuchte Krawagna-Pfeifer die Volkssschule in St. Martin in Traun und die Hauptschule der Vöcklabrucker Schulschwestern in Linz. Ab 1970 besuchte sie das naturwissenschaftliche Realgymnasium Wels, wo sie 1974 maturierte. 1974 inskripierte sie zunächst an der Universität Salzburg Rechtswissenschaften und Publizistik und wechselte dann an die Universität Linz, wo sie 1978 als Rechtswissenschafterin promovierte.

Bereits in der Studienzeit (1974–1978) arbeitete sie von 1974 bis 1978 als freie Journalistin für die Salzburger Nachrichten in deren Linzer Redaktion. Nach einem Studienaufenthalt in Paris wurde sie im August 1979 innenpolitische Redakteurin der Salzburger Nachrichten in Salzburg. 1993 wechselte sie zur Wiener Tageszeitung Der Standard als Leiterin der innenpolitischen Redaktion. 2002 übernahm sie die Leitung des Europäische Union-Büros der Tageszeitung Der Standard in Brüssel. Sie beschäftigte sich intensiv mit dem Verfassungskonvent unter der Leitung von Valéry Giscard d’Estaing und der Osterweiterung.

2003 engagierte sie der damalige SPÖ-Parteivorsitzende und spätere Bundeskanzler Alfred Gusenbauer als Kommunikationschefin der SPÖ. Gegen parteiinternen Widerstand setzte sie die so genannte "startklar" Tour durch. Gusenbauer besuchte alle Bezirke Österreichs, um intensiv mit der Bevölkerung in einen Dialog zu kommen. Am 1. Mai 2005 kündigte Krawagna-Pfeifer ihr Arbeitsverhältnis mit der SPÖ wegen heftiger interner und öffentliche Kritik an Gusenbauer. Ihr Nachfolger als SPÖ-Kommunikationschef wurde Josef Kalina. Die "startklar" Tour wurde 2006 im Intensivwahlkampf wieder aufgelegt.

Bekannt wurde Krawagna-Pfeifer vor allem durch ihre Interviews mit Politikerinnen und Politikern, Schriftstellern, Aktivistinnen des Feminismus sowie Publizisten. Bekannt unter anderem jenes mit dem ÖVP-Politiker Andreas Khol: "Die FPÖ steht außerhalb des Verfassungsbogens" (Der Standard) oder mit der deutschen Schriftstellerin und Publizistin Marion Gräfin Dönhoff am Höhepunkt der Waldheim-Affäre, der italienischen Feministin Rossana Rossanda oder dem Südtiroler Grün-Politiker Alexander Langer in den Salzburger Nachrichten. In den 1980er Kontakte mit dem Salzburger Literaten- und Schriftstellerkreis um Max Blaeulich, Ludwig Hartinger und Karl-Markus Gauß, die sich intensiv in der Zeitschrift Literatur und Kritik engagieren und sich gemeinsam mit Krawagna-Pfeifer am Höhepunkt der Revolution in Rumänien (1989) um die Ausreise des betagten und in Westeuropa damals fast vergessenen rumänischen Surrealisten Gellu Naum erfolgreich bemühten.(http://omvs.at).


Die Bildung der "schwarz-blauen" Koalition (ÖVP und FPÖ) unter der Führung von Wolfgang Schüssel im Jänner 2000 betrachtet sie als "coup d'etat". Gemeinsam mit dem Verein Mattseer Konferenz (Obfrau Ursula Napravnik von der seinerzeitigen Botschaft der besorgten Bürgerinnen und Bürger am Wiener Ballhausplatz) - einer losen Vereinigung von politisch engagierten Frauen aus Wirtschaft, Kunst, Kultur und Medienschaffenden aus Salzburg und Wien, die sich Ende der 1990er Jahre in Salzburg wegen einer heftigen Auseinandersetzung um die Frage, wer den öffentlichen Raum in Salzburg "bespielen" darf (siehe Salzburger Nachrichten) konstituierte - organisierte sie im Februar 2010 die Ausstellung Geachtet - Geächtet[1] anlässlich des Jahrestags der zehn Jahre davor angelobten schwarz-blauen Koalition unter Führung von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel im Ragnarhof in Wien-Ottakring. Zeitgleich wurde der Sammelband Sanktionen. präsentiert. Wegen ihres darin enthaltenen Beitrags Die Demoralisierung Österreichs. kam es zur Klage Wolfgang Schüssels gegen die Autorin, die Herausgeber und den Verlag. Der Studienverlag stellt im Zuge der gerichtlichen Auseinandersetzung Bewerbung und Verbreitung des Buchs ein. Der Prozess endete im Oktober 2010 mit einem Vergleich.

Katharina Krawagna-Pfeifer lebt und arbeitet als Publizistin, Journalistin und Kommunikationsstrategin in Salzburg und Wien. Allwöchentlich erscheint in den Salzburger Nachrichten unter dem Format Kontroverse eine Streitkolumne zu Fragen der nationalen und internationalen Politik.

Auszeichnungen

  • 1997 Kurt-Vorhofer-Preis für Qualitätsjournalismus in Österreich, überreicht vom damaligen Ersten Nationalratspräsidenten Heinz Fischer. In ihrer Dankesrede Eine Frage des Charakters beschrieb sie ihre grundsätzliche Haltung zum Journalismus und ging dabei insbesonders auf moralisch-ethische Fragen ein. Die Hälfte des Preisgeldes spendete sie der Flüchtlingshelferin Maria Loley.

Publikationen

Beiträge
  • In: Zeitzeugen. Wege in die Zweite Republik. Kremayr & Scheriau, 1987.
  • In: Feindbilder. Wie Völker miteinander umgehen., Kremayr & Scheriau, Wien 1988, ISBN 3-218-00467-5.
  • In: Sanktionen. Zehn Jahre danach. Die Maßnahmen der Europäischen Union gegen die österreichische Regierung im Jahr 2000. StudienVerlag, Innsbruck 2010, ISBN 978-3-7065-4823-6.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Geachtet – Geächtet