Lavanttal

Koralpe
Saualpe

Das Lavanttal (slowenisch Laboška dolina) liegt in den Lavanttaler Alpen im Süden Österreichs im östlichen Teil des Bundeslandes Kärnten. Es umfasst knapp 1.000 Quadratkilometer und wird von circa 60.000 Menschen bewohnt.

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Geografie

Das Tal wird durchzogen vom Fluss Lavant, der am Zirbitzkogel in der Steiermark entspringt und bei Lavamünd in die Drau mündet. Es wird eingeteilt in das Obere Lavanttal, das nördlich des Twimberger Grabens liegt, und das Untere Lavanttal, das südlich von diesem liegt. Im unteren, breiteren Tal ist es eingebettet zwischen Kor- und Saualpe. Im Oberen Lavanttal liegt es zwischen der Packalpe und den Seetaler Alpen.

Das Lavanttal bildet den Großteil des politischen Bezirks Wolfsberg.

Name

Seinen Namen hat das Tal vom Fluss Lavant, der es auf einer Länge von 64 Kilometern von Norden nach Süden durchzieht. Seinen Ursprung hat der Fluss im Grenzgebiet zwischen der Steiermark und Kärnten, am steirischen Zirbitzkogel. Bei Lavamünd, im südlichsten Teil des Lavanttals, mündet die Lavant in die Drau.

Klima

Das Klima des Lavanttales ist mit rund 800 mm Jahresniederschlag relativ trocken. Im Winterhalbjahr herrscht vielfach Inversionswetterlage vor, was im Talboden Nebel und hohe Schadstoffbelastung mit sich bringt. Die mittleren Höhen um 800 bis 1000 Meter sind dann klimatisch bevorzugt, sie sind sonniger und wärmer als die Tallagen.

Landwirtschaft

In den Tallagen überwiegt Körnermais-Anbau mit Schweine- und Hühnerzucht. Im Unteren Lavanttal und im angrenzenden Granitztal gibt es viel Obstanbau, besonders Äpfel für Most- und Schnapserzeugnisse. Hier gibt es auch noch etliche Streuobstwiesen. Eine weitere Spezialkultur ist Spargel. Im Lavanttal befindet sich auch der Großteil der nur rund 20 Hektar umfassenden Kärntner Weingärten.

In höheren Lagen und auch im Oberen Lavanttal überwiegt die Grünlandwirtschaft. Von recht großer Bedeutung ist auch die Holzwirtschaft mit den großen Fichtenbeständen auf Kor- und Saualpe.

Kunst und Kultur

Vor allem bekannte Künstlerpersönlichkeiten wie Christine Lavant, Switbert Lobisser und Gerhart Ellert haben viel dazu beigetragen die Kultur des Tales bekannt zu machen. Im Benediktinerstift St. Paul finden regelmäßig Sonderausstellungen statt, die die reichhaltigen Kunstsammlungen ergänzen.

Weblinks

Literatur

  • Bäk, Richard: „Geologie und Landschaftsbild des Kärntner Lavanttales“, in: Schatzhaus Kärntens: Landesausstellung St. Paul 1991, 900 Jahre Benediktinerstift, Klagenfurt 1991, Band 2, S. 309 ff., ISBN 3-85378-377-5
  • Schober, Eduard: Das Lavanttal, Wolfsberg 1990
  • Thelian, Werner und Richter, Nicole: Lust auf Lavanttal, Klagenfurt 2007, ISBN 978-3-9502341-0-7