Leberknödel

Leberknödel in Suppe

Leberknödel sind ein traditionelles Gericht der deutschen, österreichischen und tschechischen Küche. Sie werden in Deutschland vor allem in der Pfalz (als Läwwerknepp) und in Bayern, in Österreich sowie im deutschsprachigen Südtirol und landesweit in Tschechien (dort als játrové knedlíčky) serviert.

Für Leberknödel wird meist Leber vom Rind, in der Pfalz auch vom Schwein verwendet, die durch einen Fleischwolf gedreht wurde. Die Fleischfarce wird mit Semmeln (vorher eingeweicht und ausgedrückt) sowie Ei gebunden und mit Petersilie sowie weiteren Gewürzen angereichert. Mit zwei angefeuchteten Esslöffeln werden aus dieser Masse längliche Knödel abgestochen oder Knödel von etwa 5 bis 7 cm Stärke geformt. Diese werden entweder in Brühe, Suppe oder Salzwasser gegart oder in heißem Fett herausgebacken.

Aufgrund ihrer lockeren Beschaffenheit ist die gekochte Variante zum sofortigen Verzehr gedacht, gebackene Leberknödel sind wegen ihrer Kruste kurzzeitig lagerfähig.

In der Pfalz werden Leberknödel häufig mit Sauerkraut und Kartoffelbrei gereicht. In Bayern und Österreich werden Leberknödel dagegen hauptsächlich als Suppeneinlage serviert.

Variationen

In Bayern und Österreich sind außer Leberknödelsuppen auch Leberspätzlesuppen verbreitet. Dabei werden aus einer Grundmasse keine Knödel herausgeschnitten oder geformt, sondern Leberspätzle geformt und als Suppeneinlage verwendet.

Im oberösterreichischen Mühlviertel wird aus derselben Grundmasse ein ähnliches Gericht, der Leberschädel, zubereitet, allerdings wird hierzu meist Schweinsleber verwendet. Das Gericht wird, mit einem Schweinsnetz bedeckt, in einem Topf im Ganzen gegart, und erhält dadurch etwa die Form eines Kuchens.

Beispiele

Weblinks

 Commons: Leberknödel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikibooks Wikibooks: Kochbuch, Leberknödel – Lern- und Lehrmaterialien