Luci Pollreis

Luci Pollreis war eine österreichische Gerechte unter den Völkern.

Die junge Wienerin hat ab 1942 zwei Jüdinnen und einen Juden in ihrer Wiener Wohnung, in ihrem Betrieb und ihrem Landhaus in der Ramsau bei Hainfeld drei Jahre lang versteckt.

Es handelte sich um das Ehepaar Max und Johanna Arnold und um die Schwester von Max, Leopoldine Stern. Max wurde von der Gestapo angewiesen, aus Pressbaum, wo er wohnte, nach Wien zu übersiedeln. Er hatte den Auftrag, sich bei der Israelitischen Kultusgemeinde zu melden. Als er dies unterließ, wurde er unter dem Verdacht der Rassenschande verhaftet und in das Landesgericht II eingeliefert, wo er sechs Wochen inhaftiert blieb. Nach seiner Entlassung tauchte er als U-Boot unter. Er lernte seine zukünftige Frau Johanna kennen. Sie bat eine Bekannte, ihm, Johanna und seiner Schwester Leopoldine zu helfen.

Eines Tages wandte sich diese Bekannte an Luci Pollreis, die allein lebte, da ihr Mann zur Wehrmacht eingezogen war. Ob sie bereit sei, ein jüdisches Ehepaar und eine Jüdin, denen von der Gestapo Gefahr drohe, verhaftet zu werden, in ihrer Wohnung aufzunehmen und zu verstecken? Luci Pollreis gab sofort eine positive Antwort.

Luci war Schneiderin und Max, der auch vom gleichen Fach war, half ihr bei der Arbeit. Immer wieder tauchten Gestapo-Leute auf, die nach den Verschwundenen fahndeten. Oft musste sie die drei in der Nacht aus ihrer Wohnung in ihren Betrieb, in ihr Landhaus oder zu Freundinnen bringen. Max und Johanna Arnold und Leopoldine Stern überlebten dank Luci Pollreis den Krieg.

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