Pram (Fluss)

Pram
Die Pram in Schärding

Die Pram in SchärdingVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Oberösterreich
Flusssystem DonauVorlage:Infobox Fluss/FLUSSSYSTEM_falsch
Abfluss über Inn → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Symbrunn, Gemeindegeb. Geiersberg
48° 10′ 50,45″ N, 13° 36′ 56,47″ O48.18068113.615686620
Quellhöhe 620 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung bei Schärding48.46768613.433726304Koordinaten: 48° 28′ 3,67″ N, 13° 26′ 1,41″ O
48° 28′ 3,67″ N, 13° 26′ 1,41″ O48.46768613.433726304
Mündungshöhe ca. 304 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied ca. 316 m
Länge 56 km[1]
Einzugsgebiet 382,3 km²[1]
Abfluss am Pegel Pramerdorf[2]
AEo: 340,9 km²
NNQ (22.06.2000)
MQ 1976-2009
Mq 1976-2009
HHQ (12.08.2002)
7 l/s
4,84 m³/s
14,2 l/s km²
248 m³/s
Rechte Nebenflüsse Pfudabach
Kleinstädte Schärding
Gemeinden Geiersberg, St. Marienkirchen a.H., Pram, Taiskirchen i.I., Dorf a.d. Pram, Riedau, Zell a.d. Pram, Raab, Andorf, Taufkirchen a.d. Pram, St. Florian a.Inn, Schärding
Einwohner im Einzugsgebiet 33.000 (1995)

Die Pram ist ein Fluss in Oberösterreich. Sie ist neben Donau und Inn das bedeutendste Gewässer des nördlichen Innviertels.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Symbrunn
Symbrunn
Prammündung
Die Pram in Schärding

Die Pram entspringt südwestlich von Haag am Hausruck und mündet bei Schärding in den Inn. Sie hat eine natürliche Länge von 56 km und ein Einzugsgebiet von etwa 384 km². Ihr unmittelbares Ursprungsgebiet ist ein Teil des Hausruckwaldes, trägt den Namen Symbrunn und liegt auf ca. 620 m Seehöhe. Sie fließt in nördlicher, später nordwestlicher Richtung und überwindet dabei bis zu ihrer Mündung einen Höhenunterschied von 316 m. Auf den ersten 1,1 km beträgt der Höhenunterschied 100 m, was einem Gefälle von 9,1 % entspricht, im darauffolgenden ca. 10 km langen Abschnitt beträgt das Gefälle 1,2 %, während die letzten 45 km ihres Laufs ein Gefälle von 2,1‰ aufweisen. Der eigentliche Unterlauf (ab km 12,4 bis zur Mündung) hat dabei ein Gefälle von lediglich 1,2‰. Die Pram passiert unter anderem die Gemeinden Geiersberg, Pram,Taiskirchen, Dorf an der Pram, Riedau, Zell an der Pram, Raab, Andorf und Taufkirchen an der Pram.

Geschichte

Die Pram wird um das Jahr 1140 erstmals urkundlich als prama erwähnt, während der gleichnamige Gemeindeort Pram bereits 903 als Prama genannt wird. Die Herkunft des Namens Pram wurde bisher nicht eindeutig geklärt: Zum einen wurde versucht, den Namen aus dem althochdeutschen Wort "brama" für "Brombeerstrauch", sowie zum anderen aus dem keltischen Wort "Proima" für "Krebsenbach" herzuleiten.[3]

Erste Mühlen an der Pram werden bereits im 12. Jahrhundert erwähnt (1150 eine Mühle in eizinsdorf[4], d.i. Etzelsdorf, Gem. Taufkirchen an der Pram). Abgesehen von der Errichtung von Wehren und Mühlbächen (der längste Mühlbach an der Pram befindet sich bei Vilsassing, Gem. Sankt Florian am Inn), die bereits im Mittelalter stattfand, begann der gravierendste Eingriff ein den Flusslauf der Pram im 19. Jahrhundert. Weite Teile des Flusses wurden aus Hochwasserschutzgründen in den letzten Jahrzehnten reguliert, wodurch sich die Abflussgeschwindigkeit erhöht und der Wasserstand reduziert hat. Nur in vereinzelten Abschnitten außerhalb der Siedlungsgebiete kann sich der Fluss frei entfalten und Mäander bilden.

Umwelt

Fauna

In der Pram sind nur mehr wenige europäischen Süßwasserfische heimisch, unter anderem Hecht, Karpfen, Barsch, Zander, Bachforelle, Regenbogenforelle.

Flora

Das Ufer ist meist mit Erlen und Weiden bewachsen.

Wasserqualität

Die Wasserqualität der Pram weist eine Gewässergüteklasse von II-III auf. Verunreinigt wird das Gewässer vor allem durch intensive Landwirtschaft und den Abfluss von Kläranlagen. Durch den Einsatz neuer Kläranlagen Zell an der Pram sollte sich die Wasserqualität verbessern.

Wirtschaft

Große regionale Bedeutung kam der Pram in früheren Jahrhunderten als Antriebsquelle für Mühlen und Sägewerke zu. Es befanden sich entlang der Pram 40 Mühlen. [5]

Literatur

  •  Heinz Hofinger: Die Mühlen an der Pram. Landesverlag, Ried im Innkreis 1971.
  •  Amt der oö. Landesregierung (Hrsg.): PRAM - Untersuchungen zur Gewässergüte, Stand 1992-1994. In: Gewässerschutz Bericht. 8, Eigenverlag, Linz 1995. (PDF)
  •  Amt der oö. Landesregierung (Hrsg.): Wehrkataster der Pram und ihrer Zuflüsse. In: Gewässerschutz Bericht. 23, Friedrich VDV, Linz 2000. (PDF)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Oö.Gewässerschutz Bericht 8/95, Seite 8
  2. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Hrsg.): Hydrographisches Jahrbuch von Österreich 2009, Wien 2011 (PDF)
  3. Hofinger 1971, S.11
  4. Urkundenbuch des Landes ob der Enns, Band I., S.664 Weblink
  5. Hofinger 1971