Rottal (Gemeinde Haugschlag)

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Rottal (RotteOrtschaft)
Katastralgemeinde Rottal
Rottal (Gemeinde Haugschlag) (Österreich)
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Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Gmünd (GD), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Haugschlag
Koordinaten 49° 1′ N, 15° 2′ O49.0115.036666666667537Koordinaten: 49° 1′ N, 15° 2′ Of1
Höhe 537 m ü. A.
Einwohner d. Ortsch. 81 (2001)
Fläche d. KG 11,8179 km²
Postleitzahl A-3874f1
Vorwahl +43/02865f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03641
Katastralgemeindenummer 07129
Zählbezirk/Zählsprengel Haugschlag (30915 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM

Rottal ist eine Rotte zwei Kilometer nordwestlich von Haugschlag direkt an der Grenze zu Tschechien, und Katastralgemeinde und Ortschaft der Gemeinde Haugschlag im Bezirk Gmünd in Niederösterreich. Es ist die nördlichste Katastralgemeinde Österreichs.

Geographie

Rottal befindet sich im Nordwesten des Waldviertels. Das Dorf wird vom Rottaler Bach durchflossen, der am nördlichsten Punkt Österreichs und den Neumühlbach einfließt. Südlich erhebt sich der Weißenberg (586 m) und im Osten der Sternberg (617 m). Nördlich des Ortes bildet das Grenzbachl/Červený potok die Staatsgrenze. Südwestlich erstreckt sich der Rottaler Forst bis an den Neumühlbach und Stankauer Teich.

Zur Ortschaft gehören auch die zerstreuten Häuser Lerchenfeld und der Gasthof Perzy.

Nachbarortschaften:

Nový Vojířov (Böhmisch Bernschlag, Gem. [Nová Bystřice CZ) Smrčná (Fichtau, Gem. Nová Bystřice CZ)
Nachbargemeinden Blankohäuser (Ortsch. Haugschlag), Mnich (Münichschlag, Gem. Nová Bystřice CZ, Wüstung)
Lerchenfeld (Ortsch. Haugschlag) Haugschlag

Geschichte

Der Ort wurde um 1740 als Holzfällersiedlung gegründet. Das Dorf gehörte zur Herrschaft Litschau und erhielt seinen Namen von Maria Antonia, verw. Gräfin von Kuefstein, geborene von Rottal, die den Fideikommiss für ihren minderjährigen Sohn Johann Anton verwaltete.

1829 entstand in Rottal eine Gifthütte, die u.a Zyankali und Berliner Blau produzierte. 1842 stellte sie den Betrieb ein. In dem Dorf an der niederösterreichisch-böhmischen Grenze bestand ein Zollhaus. Nach der Gründung der Tschechoslowakei lag Rottal an der österreichisch-tschechoslowakischen Grenze. 1922 entstand auf böhmischer Seite an der Neumühle die Grenzkaserne Peršlák. 1948 wurde die Grenze dicht gemacht und Rottal lag bis 1990 am Eisernen Vorhang.

In dem Ort befindet sich eine große Population von Mopsfledermäusen.

Sehenswürdigkeiten

  • Meridianstein am Schnittpunkt des 15. Längenkreises und 49. Breitenkreises, im Rottaler Forst an der Grenze am Stankauer Teich, drei Kilometer südwestlich des Dorfes
  • nördlichster Punkt Österreichs, am unteren Ende von Rottal, bei der ehemaligen Kaserne Peršlák
  • Kapelle mit barockem Zwiebeltürmchen, errichtet 1801 als Wegekapelle und 1894 zur Dorfkapelle erweitert
  • Gasthaus Perzy mit Wirtsstube und Greißlerei aus den 1920er Jahren