Servitenkirche (Wien)

Dieser Artikel erläutert die Servitenkirche in Wien; zur Servitenkirche in Innsbruck siehe Servitenkirche (Innsbruck).
Historische Ansicht der Servitenkirche
Servitenkirche (2008)

Die Servitenkirche Mariä Verkündigung ist eine römisch-katholische Pfarrkirche im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund. Der barocke Sakralbau stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde zum architektonischen Vorbild zahlreicher späterer Barockkirchen. Sie war eine Ordenskirche der Serviten, heute ist sie Pfarrkirche der Alsergrunder Pfarre Rossau.

Geschichte

Am 16. September 1638 erhielt der Servitenorden zu Florenz von Kaiser Ferdinand III. die Genehmigung, eine Niederlassung in Wien zu gründen – schon 1613 hatte er mit dem Kloster in Innsbruck eine erste Dependance nördlich der Alpen eingerichtet.

Die Kirche wurde von Martin Carlone nach einem von Andrea Palladio beeinflussten Entwurf gebaut und Mariä Verkündigung gewidmet. Der Spatenstich erfolgte am 11. November 1651. Die Kirche wurde 1670 geweiht, wobei die Fertigstellung der Innenausbau weitere sieben Jahre dauerte.

Die Pietà auf dem Schmerzensaltar stammt aus dem Jahre 1470. Der Altar ist zugleich das Grabmal des Fürsten Octavio Piccolomini, Widersacher Wallensteins im Dreißigjährigen Krieg, der einer der wichtigsten Gönner des Servitenordens war.

Ein anderer Gönner dieser Kirche war Freiherr Christoph von Abele, der den Liboriusaltar stiftete.

Die Orgel der Servitenkirche wurde 1981 von Gerhard Hradetzky errichtet und verfügt über 23 Register auf zwei Manualen und Pedal.[1][2]

Einzelnachweise

  1. Österreichische Orgeldatenbank Karl Schütz. Abgerufen am 18. Juni 2011.
  2. Günter Lade: Orgeln in Wien. Wien 1990, ISBN 3-9500017-0-0, S. 248.

Weblinks

 Commons: Servitenkirche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.220616.3638Koordinaten: 48° 13′ 14″ N, 16° 21′ 50″ O