Stephan Wagner (Regisseur)

Stephan Wagner (* 15. November 1968 in Mainz) ist ein deutscher Film- und Fernsehregisseur und Drehbuchautor. Er ist Sohn des Mikrobiologen Hermann Wagner.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Stephan Wagner besuchte ab 1978 in Mainz das Rabanus-Maurus-Gymnasium, wo er 1987 Abitur machte. 1989 zog er nach Österreich. Dort nahm er 1990 das Studium in den Klassen Filmregie und Drehbuch an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst, Abteilung Film & Fernsehen (Filmakademie Wien) in Wien auf. Seine in diesem Zeitraum entstandenen Kurzfilme wurden auf zahlreichen internationalen Filmfestivals gezeigt. Höhepunkt war 1998 die Einladung seines Abschlussfilms Der Hausbesorger oder ein kurzer Film über die Ordnung in den Wettbewerb der Semaine de la Critique der Internationale Filmfestspiele von Cannes. Zugleich arbeitete er als Regieassistent bei Peter Patzak. 1996 schloss er das Studium der Filmregie als Magister artium mit Auszeichnung ab. Seither betätigte er sich als Drehbuchautor, Cutter und vor allem als Regisseur. 1998 entstand sein Kinodebut Kubanisch Rauchen mit Simon Licht, Thomas Morris und Seymour Cassel in den Hauptrollen. 1999 kehrte er nach Deutschland zurück. Von hier an wurde er auch für das Fernsehen tätig.

Für seinen Film Dienstreise – Was für eine Nacht erhielt er 2004 den Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion und Unterhaltung, gemeinsam mit den Schauspielern Christoph Waltz und Armin Rohde. Später folgten Nominierungen zum Adolf-Grimme-Preis für die Filme Wie krieg ich meine Mutter groß? (2005), In Sachen Kaminski (2006), Mütter Väter Kinder (2009) und Polizeiruf 110 – Klick gemacht (2010). Daneben wurde Stephan Wagner 2006 für In Sachen Kaminski mit dem Medienpreis Bobby der Lebenshilfe und 2007 mit dem 3sat-Zuschauerpreis des Fernsehfilm-Festivals Baden-Baden für Einsatz in Hamburg – die letzte Prüfung ausgezeichnet. 2009 wurden Drehbuchautor Christian Jeltsch für das Drehbuch und Stephan Wagner für die Regie des Polizeiruf 110 – Klick gemacht mit dem Goldener Gong ausgezeichnet.

Stephan Wagner ist Mitglied im Bundesverband Regie, wo er im Februar 2005 in den Vorstand gewählt wurde, als auch Mitglied der Akademie des Österreichischen Films sowie der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste. Seit Dezember 2010 ist er Gründungsmitglied und als Vorstand der Sektion Regie stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Akademie für Fernsehen.

Filmografie (Auswahl)

  • 1992: Sushi (Kurzfilm: Regie, Buch, Produktion)
  • 1992: Großwildjagd (Kurzfilm: Regie, Buch, Produktion)
  • 1995: Nachtbus (Kurzfilm: Regie, Buch, Produktion)
  • 1995: Der Taxichauffeur (Dokumentarfilm; Regie, Buch, Co-Schnitt, Produktion)
  • 1996: Der Hausbesorger oder ein kurzer Film über die Ordnung (Kurzfilm: Regie, Buch, Produktion)
  • 1998: Lexx – The Dark Zone – Lyekka (Regie)
  • 1999: Kubanisch rauchen (Regie, Buch, Schnitt, Produktion)
  • 2000: Liebestod (Regie)
  • 2002: Dienstreise – Was für eine Nacht (Regie, Buch)
  • 2002: Der Solist – In eigener Sache (Regie)
  • 2003: Der Solist – Kuriertag (Regie)
  • 2003: Europe – 99€-films 2, Episode Alte Wäsche (Regie, Buch, Schnitt, Produktion)
  • 2004: Wie krieg ich meine Mutter groß? (Regie)
  • 2004: Bloch – Ein Fleck auf der Haut (Regie)
  • 2004: Der Stich des Skorpion (Regie)
  • 2005: In Sachen Kaminski (Regie)
  • 2006: Nette Nachbarn küsst man nicht (Regie)
  • 2007: Mütter Väter Kinder (Regie)
  • 2007: Einsatz in Hamburg – Die letzte Prüfung (Regie, Buch)
  • 2008: Polizeiruf 110 – Eine Maria aus Stettin (Regie)
  • 2009: Polizeiruf 110 – Klick gemacht (Regie, Schnitt)
  • 2011: Bella Block – Stich ins Herz (Regie, Buch)
  • 2011: TatortBorowski und die Frau am Fenster (Regie)
  • 2012: Lösegeld (Regie, Buch)
  • 2012: Der Fall Jakob von Metzler (Regie)

Auszeichnungen

Weblinks