Veldidena

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Veldidena war eine römische Siedlung, an der römischen Brennerstraße. Die Ruinen von Veldidena liegen heute in Innsbruck (Österreich), etwa im Zentrum des Stadtteiles Wilten.

Geschichte

Kastell Veldidena

Erste Besiedelungen des Gebiets am Bergisel zeigen sich schon zur Zeit der Urnenfelderkultur um 1000 v. Chr.
Die Siedlung Veldidena, wurde erstmals im Itinerarium Antonini sowie in der peutingerschen Tafel im 3. Jahrhundert n. Chr. erwähnt. Veldidena war zu dieser Zeit eine wichtige Wegstation an der römischen Brennerstraße.
Unter der Herrschaft Maximianus Herculius wurde 286 n.Chr. die Siedlung um ein spätrömisches Heereslager erweitert. Um das Jahr 600 n. Chr. wurde Veldidena von den Bajuwaren erobert und teilweise zerstört.
Im Jahr 1138 n. Chr. wurde das Stift Wilten auf dem Areal des Heereslagers erbaut.

Ausgrabungen

Bereits im 16. Jahrhundert wurden zahlreiche römische Ziegel, Münzen und Mauerreste auf dem Areal des Stiftes Wilten entdeckt.

In den Jahren 1916/1917 fanden erste Grabungsarbeiten südwestlich des Kastells statt. Bei diesen wurde eine römische Nekropole sowie Fragmente einer Straße freigelegt. Bei weiteren Ausgrabungen der Arbeitsgemeinschaft des prähistorischen und archäologischen Institutes der Universität Innsbruck, wurden unter anderem die Fundamente eines römischen Gewerbehaus sowie zahlreiche Sigillata-Funde freigelegt.

Heute befindet sich diese ehemalige Ausgrabungsstätte im Innenhof einer Wohnanlage. Eine Informationstafel sowie spezielle Bodenmarkierungen weisen dort auf den Fundort des Gewerbehauses hin.
Eine große Auswahl von Exponaten der Ausgrabungen findet sich im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.

Weblinks