Vertrag von Versailles (1756)

Der (Erste) Vertrag von Versailles wurde am 1. Mai 1756 als Defensivbündnis zwischen Frankreich und Österreich geschlossen.

Der Vertragsschluss war ein Teil der Umkehrung der Allianzen. Weil Preußen sich England zugewandt hatte, fühlte sich Frankreich im Stich gelassen. Österreich wiederum war den englischen Vorstellungen nach Truppenverstärkungen in den Niederlanden nicht gefolgt, um kein Signal für eine militärische Bedrohung Frankreichs auszusenden. Da Österreich sich wegen des an Preußen gefallenen Schlesiens um einen Verbündeten bemühte, kam nach Geheimverhandlungen im März 1756 ein Defensivvertrag zwischen Österreich und Frankreich für den Fall eines Österreichisch-preußischen Krieges zustande. Am 1. Mai wurde der Vertrag in Versailles zwischen den beiden Staaten unterzeichnet. Er beinhaltete eine gegenseitige Truppenhilfe für sich anbahnende Waffengänge in Europa – gemeint war Preußen –, ausgenommen französisch-englische Kriege. Jede Seite wollte der anderen mit mindestens 24.000 Mann im Angriffsfalle beistehen.

Die Annäherung zwischen Frankreich und Österreich wurde von Österreichs Kanzler Wenzel Anton Kaunitz über König Ludwigs XV. Mätresse Madame de Pompadour eingefädelt.[1]

Einzelnachweise

  1. http://www.historicum.net/themen/pompadour-und-ihre-zeit/krieg-und-politik/der-7jaehrige-krieg/art/3_Die_Rolle_de/html/artikel/2876/ca/58ae15b475/