Vertrag von Versailles (1757)

Der (Zweite) Vertrag von Versailles stellte am 1. Mai 1757 eine Erweiterung des österreichisch-französischen Bündnisses aus dem Vorjahr in einen Offensivvertrag dar, der auf eine Zerschlagung Preußens hinauslief.

Im angepassten Vertrag von Versailles stockte Frankreich seine Truppenhilfe auf ein Kontingent von 100 000 Soldaten auf.[1] Für 10.000 deutsche Söldner sagte Frankreich 12 Millionen Gulden zu, wollte aber dafür den Landzuwachs um vier Städte aus den österreichischen Niederlanden erzielen.[2]

Im Gegenzug für gewährte Subsidien und im Falle des Zurückgewinnens von Schlesiens, offerierte Österreich Frankreich die indirekte Kontrolle über die Niederlande. Es wurde daran gedacht, Don Philip, den Herzog von Parma und Schwiegersohn Ludwigs XV., dort zu installieren.[3]

Kaiserin Maria Theresia von Österreich wollte die frühere Annexion Schlesiens durch Preußens nicht tatenlos hinnehmen. Indes kam der König in Preußen, Friedrich der Große, einem österreichischen Angriff zuvor. Die Armee Preußens fiel am 29. August 1756 in einem Präventivschlag im Kurfürstentum Sachsen ein und löste so den Dritten Schlesischen Krieg aus. Frankreich befand sich durch seine Allianz mit Österreich nun im Siebenjährigen Krieg und musste ihm militärisch zu Hilfe kommen.

Der Angriff Friedrichs des Großen rief Reaktionen hervor. Der Regensburger Reichstag beschloss am 17. Januar 1757[4] die Reichsexekution gegen Preußen. Russland fand sich am 22. Januar 1757 zu einem Bündnis mit Österreich bereit. Im März verbündete sich Schweden mit Österreich.[5] Auch Sachsen und Spanien schlugen sich auf die Seite der Bündnispartner.

Einzelnachweise

  1. http://www.bmlv.gv.at/truppendienst/ausgaben/artikel.php?id=592
  2. http://www.acs.ucalgary.ca/~mstaum/hist329/intrel.html
  3. http://uk.encarta.msn.com/encyclopedia_761575656/Seven_Years'_War.html
  4. http://www.marlesreuth.de/friedrich_7jahre_krieg1756_1757.html
  5. http://geschichtsverein-koengen.de/Aufklaerung.htm