Werner Scholz (Maler)

Werner Scholz gebürtig Werner Ferdinand Ehrenfried Schulz (* 23. Oktober 1898 in Berlin; † 5. September 1982 in Schwaz, Tirol) war ein österreichisch-deutscher Maler sowie Graphiker.

Leben

Werner Scholz, Sohn des Architekten Ehrenfried Scholz, eines Schülers von Walter Gropius sowie der Pianistin Elisabeth Gollner begann 1916 ein Studium der Malerei an der Berliner Hochschule für bildende Künste, das er, unterbrochen durch seine Teilnahme am Ersten Weltkrieg, wobei er durch eine Verletzung seinen linken Arm verlor, von 1919 bis 1921 fortsetzte, bis er ein Atelier in Berlin bezog.

Unter dem Einfluss von Emil Nolde sowie Karl Schmidt-Rottluff schilderte er anklagend in den 1920er- und 1930er Jahren mit expressionistischen Stilmitteln Not und Elend des Kleinbürgertums der Kriegs- und Nachkriegszeit. Nachdem er 1937 bei der „Entarteten Kunst“ in München „Das tote Kind“ sowie „Stilleben mit Amaryllis“ ausgestellt hatte, wurde er mit einem Ausstellungsverbot belegt, 1939 übersiedelte er von Berlin nach Alpbach in Tirol, 1944 fiel sein Berliner Atelier einem Bombenangriff zum Opfer. Nach 1945 widmete Scholz sich insbesondere biblischen Themen, so schuf er in seinen späten Jahren je einen großen Pastellzyklus zum Alten Testament sowie zur griechischen Mythologie.

Literatur

Weblinks