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Die oberösterreichische Eisenstraße#


Kastenreith#


Im Ennsmuseum von Kastenreith kann sich der Besucher ein umfassendes Bild über die Natur-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des Ennstales machen.
Im Ennsmuseum von Kastenreith kann sich der Besucher ein umfassendes Bild über die Natur-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des Ennstales machen.

Dort, wo die Enns die Steiermark verlässt und ihren Lauf markant nach Westen ändert, also eine „Reith" macht und ein großer Getreidespeicher, ein „Kasten" erbaut wurde, entstand schon in alten Zeiten der Floß-lend- und Schiffsanlegeplatz von Kastenreith. Der „Kasten an der Enns" war der wichtigste Stützpunkt der Flößer zwischen Hieflau und Steyr. Im Kasten wurde das Ennsmuseum eingerichtet. Es gewährt Einblicke in das harte Leben der Flößer auf der Enns und informiert über den Enns-Strom selbst, über seine Fauna aber auch über die Aktivitäten der Ennskraftwerke. Heute ist Kastenreith Teil der Gemeinde Weyerland.

 

Weitere Informationen unter:

www.weyer-land.ooe.gv.at
www.ennsmuseum.at







Weyer an der Enns#


Der Marktplatz von Weyer an der Enns.
Der Marktplatz von Weyer an der Enns.

Etwas erhöht, in einem kleinen Seitental liegend, erfreut Weyer an der Enns seine Besucher durch die spätgotischen Bürgerhäuser mit ihren ins Auge fallenden Stockwerken. Durch das Eisen- und Hammerwesen erlangte der Ort im 15. Jahrhundert Reichtum und Bedeutung und wurde als das „Güldene Märktl" bekannt.

Reizvoll schließt den Marktplatz der aus dem Jahre 1513 stammende spätgotische Bau der Sebastiankirche mit ihrem barocken Turm ab. Der Marktplatz von Weyer an der Enns, vom kleinstädtischen Barock geprägt, spiegelt den einstiegen Wohlstand des Marktes Weyer der jahrhundertelang ein Zentrum der Eisenindustrie in dieser Region war.

Oberhalb des Marktes liegt die aus dem Jahre 1443 stammende Pfarrkirche hl. Johann Ev. mit bemerkenswerten gotischen Fresken.

 

Weitere Informationen unter:

www.oberoesterreich.at/weyer






Losenstein#


Das mittelalterliche Eisentor in Losenstein, durch das der Verkehr noch heute fließt.
Das mittelalterliche Eisentor in Losenstein, durch das der Verkehr noch heute fließt.

Ennsabwärts beherrscht das ansprechend gelegene Losenstein die alte Eisenstraße. Zwischen der Enns mit ihrer Staustufe und der Burgruine Losenstein, die hoch über dem Ort thront, drängen sich die Häuser wie in alten Zeiten zusammen. Die schon 1186 erstmals erwähnte Burg beherrschte das Tal.

Die Pfarrkirche hl. Blasius stammt aus dem 14. und 16. Jahrhundert und zeigt gut erhal- j tene Fresken. Losenstein war früher ein Hauptort der Nägelerzeugung. Um 1800 waren in 140 Werkstätten mehr als 600 (!) Arbeiter beschäftigt. Das Rohmaterial dazu lieferten 14 Zerren- und Zainhämmer. „Zerren" nennt man die Herstellung von Weicheisen und Stahl aus Abfällen und „Zain" wird der Rohling für die Nagelerzeugung genannt. Die Hämmer lagen an Laussabadi und Stiedelsbach.

Näheres erfährt man im Nagelschmiedmuseum, das die Arbeit des Schmieds bzw. die Funktion des Verbindungselementes Nagel deutlich macht undl die weltweit größte Sammlung handgeschmiedeter Nägel bietet. Nicht versäumen sollte man auch einen Besuch der bereits angesprochenen Burgruine, die eine der größten und ältesten Ruinen Oberösterreichs.

 

Weitere Informationen unter:

www.oberoesterreich.at/losenstein


Garsten#


Nun nähern wir uns schon der Stadt Steyr, gelangen aber vorher noch in das wegen seiner Stiftskirche kulturhistorisch bedeutsame Garsten. Markgraf Ottokar II. gründete hier ein Kollegialstift, das er bald in eine Benediktinerabtei umwandelte. Er fand samt seiner Gemahlin in der zugehörigen Klosterkirche seine letzte Ruhestätte, deren Grabdeckplatte auch in der heutigen Kirche zu sehen ist. 1677 entschlossen sich die Benediktiner zum Abbruch der alten Kirche und einem barocken Neubau. Dieser war bis 1693 fertig gestellt. Die beiden Türme der Stiftskirche Mariae erreichen eine Höhe von 72 Metern, und der vierjochige Wandpfeilersaal misst 47 mal 23 Meter. Ein überaus reicher Stuck verbindet eine Fülle von Figuren mit pflanzlichen Elementen in höchster Meisterschaft. Die Ausstattung steht der Pracht des Raumes in keiner Weise nach und so entstand durch den barocken Dreiklang von Stuck, Malerei und Plastik eine großartige Wirkung. Das anschließende Stiftsgebäude ist seit 1850 Strafvollzugsanstalt.

 

Weitere Informationen unter:

www.oberoesterreich.at/garsten


Wallfahrtskirche zum göttlichen Christkind#


Der Bau der dem Christkind geweihten Wallfahrtskirche am Stadtrand von Steyr wurde 1702 von Giovanni Battista Carlone begonnen und dann von Jakob Prandtauer vollendet.
Der Bau der dem Christkind geweihten Wallfahrtskirche am Stadtrand von Steyr wurde 1702 von Giovanni Battista Carlone begonnen und dann von Jakob Prandtauer vollendet.

Direkt am Stadtrand von Steyr liegt das barocke Juwel der Wallfahrtskirche zum göttlichen Christkind. 1708 vollendete der berühmte Barockbaumeister Jakob Prand-tauer hier ein Meisterwerk mit großartigem Hochaltar, einem emporschwebenden Gebilde von Wolken und Engeln. In ihm ist eine kleine Wachsfigur des Christkinds eingearbeitet, das ein frommer Mann am heutigen Standort der Kirche im 17. Jahrhundert im Hohlraum einer Fichte aufgestellt hatte. Allen Philatelisten ist der Sonderstempel „Christkindl" bekannt, der hier alljährlich von einem Sonderpostamt in der Weihnachtszeit verwendet wird.

 

Weitere Informationen unter:

www.dioezese-linz.at/pfarren/steyr-christkindl










Steyr#


Steyr verfügt noch, wie zum Beispiel beim vermutlich in der Mitte des 16. Jahrhunderts erbauten Schnallentor, über eine gut erhaltene Bausubstanz. Das im Renaissancestil erbaute Schnalltentor diente im Übrigen als Mauttor ('Schnalle' ist die Bezeichnung für Münze).
Steyr verfügt noch, wie zum Beispiel beim vermutlich in der Mitte des 16. Jahrhunderts erbauten Schnallentor, über eine gut erhaltene Bausubstanz. Das im Renaissancestil erbaute Schnalltentor diente im Übrigen als Mauttor ("Schnalle" ist die Bezeichnung für Münze).

In der „Eisenstadt" Steyr mündet die Steyr in die Enns. Im 10. Jahrhundert entstand an diesem Platz die „Stirapurch" als Stammsitz der traungauerischen Otakare. Diese mächtigen Grafen nannten sich später „Herren von Steyr" und dehnten ihre Besitzungen bis in die „Karantanische Mark" an der Mur aus, die sie auch dort weiter vergrößerten. Langsam erschien es zweckmäßig, den Hauptsitz an die Mur zu verlegen, was im Jahre 1122 dann auch geschah. Ihre neue Mark nannten sie von da an „Steiermark".

Schon sehr früh zog die Stadt am Zusammenfluss von Steyr und Enns Vorteile aus ihrem Status als Residenz. Gleichzeitig entwickelte sich der Eisenabbau am Erzberg in Eisenerz. Das Eisen konnte flussabwärts am leichtesten transportiert werden und so gewährten die Markgrafen ihrer Hauptstadt auch das Privilegium des Eisenhandels. So wurde zum Beispiel verordnet, dass alles durch das Ennstal transportierte Eisen in der Stadt Steyr drei Tage lang zum Verkauf feilgeboten werden musste, ehe es weiterverkauft werden konnte.

In der 1625 gegründeten Innerberger Hauptgewerkschaft, dem Zusammenschluss aller Hochofenbesitzer (Radmeister), Hammerherren und Eisenhändler in der „Eisenwurzen", hatte die Stadt Steyr eine besonders gewichtige Stimme. Die oben bereits angesprochene „Stirapurch", später Stadtschloss der Grafen von Lamberg, wurde 1727 bei einem katastrophalen Stadtbrand zerstört und von den Grafen Lamberg als repräsentatives Barockschloss wieder errichtet. Sehenswert ist die „Lamberg'sehe Adelsbibliothek" und die Sandsteinfiguren, die sich im Innenhof befinden. Das bedeutendste Bauwerk des Barocks in Steyr, das die wunderschöne Szenerie am Zusammen-fluss von Steyr und Enns zusammen mit dem ehemaligen Bürgerspital prägt, ist die Barockkirche hl. Michael. Ihr Langhaus ist in reichem Rokoko ausgestattet. Steyr ist durch eine bemerkenswerte Industriekultur geprägt: Am Wehrgraben, einer Ableitung der Steyr vor der Mündung, siedelten sich jene Handwerkszweige an, die das fließende Wasser benötigten.

Mehr als fünfzig Wasserräder versorgten dort Hammerwerke, Nägelerzeuger, Drahtmacher, Schleifer, Polierer und Getreidemühlen mit der wichtigen Energie. - Heute liegt über dem Wehrgrabengelände eine eigene Romantik. Nicht zu vergessen ist auch die Flößerei auf der Steyr, wobei die schmale Passage im Wehrgraben den Flößern besonderes Geschick abverlangte. Der Wehrgraben war auch der Ausgangspunkt für jene Unternehmungen, die vom 19. Jahrhundert an Steyr zum Zentrum der Waffenindustrie der Monarchie unter dem bedeutenden Industriellen Josef Werndl machten und ihre Fortsetzung mit großteils anderen Aufgaben im heutigen Steyr-Daimler-Puch-Magna-Konzern finden.

Auch das Schlechtwetterprogramm von Steyr sieht gut aus, denn folgende Museen warten auf den Besucher: Museum Industrielle Arbeitsvieh, Museum der Stadt Steyr, Bauern-Technik Museum sowie das Eisenuhrenmuseum. Der Musikliebhaber sei noch daraufhingewiesen, dass Franz Schubert im oberösterreichischen Steyr, einer Landschaft, die Schubert als „über allen Begriff schön" empfand, zur Komposition seines „Forellenquintetts" (1819) inspiriert wurde.

 

Weitere Informationen unter:

www.steyr.at
www.oegeg.at/index.php

--> Siehe auch Romantikstraße


Enns#


Die Fassaden der Bürgerhäuser in Enns zeugen vom einstigen Wohlstand der Stadt.
Die Fassaden der Bürgerhäuser in Enns zeugen vom einstigen Wohlstand der Stadt.

 

--> Siehe auch Romantikstraße und Salzstraße






Mauthausen#


Zahlreiche aus dem 17. Jahrhundert stammende Bürgerhäuser mit herrlichen Fassaden prägen das Ortsbild von Mauthausen.
Zahlreiche aus dem 17. Jahrhundert stammende Bürgerhäuser mit herrlichen Fassaden prägen das Ortsbild von Mauthausen.

 

--> Siehe auch Romantikstraße und Salzstraße







© "Die schönsten Erlebnisstraßen Österreichs" Hilde und Willi Senft