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Sandotter#

von Lucas Friedl; HS Markt Hartmannsdorf, 2a; Betreuung: Zoller; 68 Punkte;

Die Sandotter ist die giftigste Schlange Serbiens und eine der größten und giftigsten Giftschlangen Europas. Sie wird auch Balkanschlange, Hornotter, Sandviper oder Südtiroler Sandotter genannt. Die Sandotter kann bis zu 110 cm lang werden (Männchen werden etwas länger als Weibchen). Zwischen Männchen und Weibchen ist ein deutlicher Farbunterschied zu beobachten. Männchen sind meist aschgrau, während die Weibchen meist braun bis rot-braun sind. Am Rücken haben sie eine charakteristische Zickzacklinie und auf der Kopfspitze ein kleines Horn, wodurch auch der Name Hornotter entstanden ist.

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Hornotter, Vipera ammodytes, Foto: H.Krisp
Wikimedia Commons unter CC Linzenz Bild auf Wikimedia

Sie kommt im Süden Österreichs (Kärnten und Steiermark, mit einem Fund aus Osttirol) sowie in anderen Teilen Süd-Osteuropas vor, aber sie ist auch in Asien und in Afrika beheimatet. Ihre Giftzähne können bis zu 1cm lang werden. Ihr Gift kann kleinere Tiere innerhalb weniger Sekunden töten. Für den Menschen kann eine Dosis von 25-40 mg schon tödlich sein. Damit ist die Sandotter giftiger als einige Cobraarten.

Die Fortpflanzung findet im Frühjahr statt. Die Weibchen legen keine Eier, die Jungen werden lebend geboren. Das Weibchen bekommt ca. 5- 15 Junge (selten bis zu 20), die beim Schlüpfen eine Größe von 15cm erreichen. Auch die geschlüpften Sandotterjungen sind bereits hochgiftig. Die weiblichen Jungen sind nach ungefähr 3 Jahren wieder geschlechtsreif. Die Trag- oder Brutzeit einer Sandotter beträgt 3- 4 Monate. Die Überwinterung vollzieht sie mit ihren Artgenossen möglichst in frostsicheren Bodenspalten.

Die Sandotter ernährt sich hauptsächlich von jungen Eidechsen und Insekten (wie z.B. Heuschrecken), es werden aber, vor allem von größeren Tieren, auch kleine Säugetiere (Mäusen, Ratten), Vögel, Echsen und Jungschlangen gefressen. Sie ist eine relativ träge Schlage und ist vorwiegend tag- und Dämmerungsaktiv, und lässt sich am häufigsten beim Sonnenbaden beobachten. Der Lebensraum dieser Schlange sind trockene Felsregionen, steiniges Buschland, heiße Sandregionen oder lichte Wälder. Die Sandotter kann relativ gut schwimmen, tut dies aber selten. Sie kann auf Sträucher und kleinere Bäume klettern, tut dies aber nur bei Jagd auf Vögel.

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Vipera ammodytes, Foto: Elena Terkel
Wikimedia Commons gemäß GNU Lizenz: Bild auf Wikimedia

Sie ist von Haus aus keine aggressive Schlange, das heißt, sie zieht sich bei Bedrohung fast immer zurück. Man unterscheidet zwei Bissarten: Beim Verteidigungsbiss wird kein Gift injiziert und er ist völlig ungefährlich. Beim Jagdbiss wird reichlich Gift injiziert. Haustiere, wie Katzen oder Hunde überleben den Biss selten. Menschen, die beim Pilze- oder Beerensammeln unvorsichtig waren, haben gute Überlebenschancen. Die Sandotter ist eine geschützte Art und in manchen Regionen bereits stark gefährdet.

Ein kurzes Video zur Sandotter hier#

Recherche zum Thema Sandotter#


  • Quelle 2: Schülerlexikon. Tiere. Dorling Kindersley, Starnberg 2006. S.185.

  • Quelle 3: Mertens, Dietmar: Schlangen. In: Was ist Was. Band 121, Tessloff Verlag, Nürnberg 2006. S.42.

  • Quelle 4: Happ und Wieser, Carinthia II, 118. Jahrgang, S.83-94, Klagenfurt 2008: Die Hornotter (Vipera ammodytes) - in Kärtnen vom Aussterben bedroht! Ist Hilfe noch möglich?, URL: http://www.landesmuseum.at/pdf_frei_remote/CAR_198_118_0083-0094.pdf 18.03.2013

  • Quelle 5: Herpetofauna Österreichs: Europäische Hornotter: http://www.herpetofauna.at/index.php/reptilien-oesterreichs/10-reptilien/40-europaeische-hornotter-vipera-ammodytes-linnaeus-1758 18.03.2013


Wirklich gut gelungen.

-- Unbekannt, Montag, 24. Juni 2013, 11:48